Park und Schloss Wilhelmsthal

Landgraf Wilhelm VIII, der Gründer der Kasseler Gemäldegalerie, lies ab 1743 in ländlicher Umgebung das Lust- und Jagdschloss als Sommerresidenz errichten. Der Schlossbau ist eines der bedeutendsten Baudenkmäler der Region und gehört zu den wichtigsten erhaltenen Schöpfungen des Rokoko.

Das Museum ist geöffnet. Weitere Informationen zur Planung Ihres Besuchs finden Sie unter  www.museum-kassel.de  (Öffnet in einem neuen Tab)

Wasserpracht... in Gold getaucht!

Bei der Ausstellung WasserPracht im Schloss Wilhelmsthal dreht sich alles um Wasser als gestalterisches Element im Garten.

28 vergoldete Figuren schmücken die künstlich angelegte Grotte im Park von Schloss Wilhelmsthal. Diese herausragenden bildhauerischen Werke aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts werden derzeit aufwändig restauriert. In der Ausstellung erfahren Sie mehr über die Bedeutung der Putten und ihre Geschichte sowie über die laufende Restaurierung des vergoldeten Schatzes.

Diese Ausstellung gehört zum Komplex „Kassel...mit allen Wassern gewaschen“. Bis zum 12. September 2021 gibt es dazu fünf Ausstellungen in verschiedenen Museen. Einen Überblick finden Sie auf der  Sonderseite.


Eines der schönsten Rokokoschlösser Deutschlands

Der Entwurf für das Schloss nach „neuestem französischen Geschmack“ einer „maison de plaisance“ kam von dem bayerischen Hofarchitekten François de Cuvilliés d. Ä. Die kostbare Innenausstattung mit geschnitzten Wandvertäfelungen, Stukkaturen und zahlreichen Gemälden von höchster Qualität schufen der Bildhauer Johann August Nahl, der zuvor schon in Berlin und Potsdam für Friedrich den Großen gearbeitet hatte, der Hofstukkateur Johann Michael Brühl und der Kasseler Hofmaler Johann Heinrich Tischbein d. Ä. Weitere herausragende Künstler des 18. Jahrhunderts waren an beteiligt. 

Rokokopark

Vom nie ganz fertiggestellten Rokokopark aus der Mitte des 18. Jahrhunderts sind noch Teile erhalten: die südliche Achse mit dem Kanal und der Grotte, ein Meisterwerk höfischer Parkkunst des 18. Jahrhunderts, sowie der frühere Ententeich. Von der teilweise durch Linden gefassten Mittelachse ist noch das ehemalige Wasserbassin, mit dem die geplante Kaskade gespeist werden sollte, als Bodenvertiefung zu erkennen.

Schlosspark - Ein Besuch ist ganzjährig und kostenlos möglich

Das heutige Aussehen des Gartens wird jedoch insgesamt von der Umgestaltung zum Landschaftsgarten bestimmt, die Landgraf Wilhelm IX von 1796 bis 1806 von seinem Hofgärtner Karl Hentze nach Plänen von D. A. Schwarzkopf durchführen ließ. In dieser Zeit entstand nach einem Entwurf des namhaften Kasseler Architekten Simon Louis du Ry auf einer Anhöhe der Wartturm als künstliche Ruine, die Baumkronen überragend.

Der Turm weist auf eine Besonderheit der Wilhelmsthaler Anlage hin: Das Schloss liegt entgegen den Regeln am tiefsten Punkt, fast verborgen im Talgrund. Die Hauptachse steigt zu beiden Seiten hin an, nach Osten dem Park die Mitte gebend, nach Westen als Allee zum zugehörigen Tiergarten, dem Jagdgebiet der Hofgesellschaft. Am eindrucksvollsten ist diese Szenerie von den Festräumen im ersten Geschoss aus zu erleben.

Beliebt für Veranstaltungen

Das besondere Flair des Schlossparks bietet ein schönes Ambiente für große Open Air Veranstaltungen, wie das  Eröffnungsfest zum Kultursommer Nordhessen oder das  Gartenfest am Himmelfahrtswochenende. 

Information für mobilitätseingeschränkte Personen

  • Der Schosspark ist barrierefrei für Rollstuhlfahrende zugänglich. Ausgewiesene Parkplätze für mobilitätseingeschränkte Personen stehen auf dem Parkplatz am Park zur Verfügung.
  • Das Schloss ist ein historischer Bau, dessen Zugang nur über eine Treppe zu erreichen ist. Die Ausstellungsräume sind ebenfalls allein über Treppen zu erreichen. Eine Hilfsperson wird daher benötigt. Gehstöcke sollten aufgrund des sensiblen Parketts mit Gummifüßen ausgestattet sein.