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Stolpersteine

Die Stolpersteine erinnern auch in Kassel an Menschen, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt und ermordet wurden. Hier finden Sie einen Stadtplan mit den Standorten.

Mit dem "Stadtplan der Erinnerung" finden Sie alle Stolpersteine der im Stadtgebiet. Darüber hinaus sind auch Mahnmale, Gedenktafeln und Gedenksteine mit aufgeführt.

Über den nachfolgenden Klick können Sie auf die Stadtplan-Anwendung gelangen.

Spezielle Form der Erinnerungskultur in Deutschland

Die bundesweit bekannte Kunstaktion des Kölner Bildhauers Demnig hat weite Kreise gezogen. In über 1000 Orten in Deutschland und zahlreichen europäischen Ländern gibt es mittlerweile Stolpersteine. Dabei handele es sich um "ein Projekt, das die Erinnerung an die Vertreibung und Vernichtung der Juden, der Zigeuner, der politisch Verfolgten, der Homosexuellen, der Zeugen Jehovas und der Euthanasieopfer im Nationalsozialismus lebendig hält", so schreibt es der Künstler. Die Gedenksteine ziehen den Blick der Vorübergehenden auf sich und geben Vergessenen an ihrem letzten Lebensmittelpunkt ihre Namen wieder. Demnig: "Ein Mensch ist erst dann vergessen, wenn sein Name vergessen ist". Inzwischen ruft die Kunstaktion vor Hauseingängen, auf Bürgersteigen oder Straßen die Namen von rund 40.000 Verfolgten in Erinnerung. Sie stehen stellvertretend für Millionen Opfer, "denn die eigentlich nötigen Steine kann man nicht alle verlegen".

Die Stadt Kassel unterstützt diese Form des Gedenkens im öffentlichen Raum, für die besonders der Verein Stolpersteine in Kassel e. V. steht (Kontakt: Jochen Boczkowski, Brunnenstr. 53, 34130 Kassel, Tel. 0561/61470). In und aus Kassel fielen zahlreiche Menschen dem Terror der Nazis zum Opfer, so allein schätzungsweise 1600 Juden.

Nachfahren einer Ermordeten von Auschwitz in Kassel

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