Kassel sucht Impulse für demokratische Gesellschaft

Die Stadt Kassel schreibt zum dritten Mal bundesweit die Auszeichnung „Kasseler Demokratie-Impuls“ aus. Gewürdigt werden sollen herausragende wissenschaftliche Arbeiten sowie tiefgreifende, analytische journalistische Beiträge, welche Rassismus, Ausgrenzung, Fremdenfeindlichkeit und Gewalt thematisieren.

Kasseler Demokratie-Impuls

Die Auszeichnung ist verbunden mit dem Gedenken an die Opfer des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) und soll jährlich verliehen werden. "Es ist wichtig, genau hinzusehen, Geschehnisse aufzuarbeiten und aufzuklären, um gefährliche Entwicklungen zu erkennen und insbesondere weitere rechtsextremistische Gewalttaten möglichst zu verhindern", betonte Oberbürgermeister Christian Geselle. Auf seine Initiative hin hatte die Stadtverordnetenversammlung beschlossen, diese Auszeichnung auch als weiteren Ausdruck des Gedenkens an den vom NSU ermordeten Kasseler Bürger Halit Yozgat ins Leben zu rufen.

Würdigung wissenschaftlicher und journalistischer Arbeiten

Die mit 3.000 Euro dotierte Auszeichnung soll wissenschaftliche und journalistische Arbeiten würdigen, die sich mit Themen wie Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Rechtsextremismus beschäftigen, Entwicklungen und Fakten aufzeigen, analysieren und einordnen, Präventionswege eröffnen und Impulse setzen.

Die Bewerbungsfrist für 2022 ist am 25. Februar diesen Jahres abgelaufen.