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Auftaktveranstaltung zur Vergabe eines Kasseler Preises als Zeichen gegen Rassismus, Ausgrenzung, Extremismus, politisch motivierte Gewalt und Antisemitismus

Die Stadt Kassel würdigt künftig hervorragende wissenschaftliche Arbeiten und beispielhafte bürgerschaftliche Initiativen, welche Ausgrenzung und politisch motivierte Gewalt thematisieren und sich insbesondere mit Extremismus, Rassismus und Antisemitismus auseinandersetzen.

Die Auszeichnung ist verbunden mit dem Gedenken an die Opfer des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU).

Anlässlich der künftigen Auslobung dieses Preises, der ab 2020 vergeben werden soll, findet eine Auftaktveranstaltung am Sonntag, 7. April, 15 Uhr im Bürgersaal des Kasseler Rathauses statt, zu der Oberbürgermeister Christian Geselle und Stadtverordnetenvorsteher Volker Zeidler gemeinsam einladen.

Stilles Gedenken am 7. April auf dem Halitplatz
Im Vorfeld der Auftaktveranstaltung gedenkt die Stadt Kassel ihres Bürgers Halit Yozgat, der am 6. April vor 13 Jahren vom rechtsterroristischen NSU ermordet wurde. Das stille Gedenken mit einer Kranzniederlegung findet ebenfalls am Sonntag, 7. April, um 14 Uhr auf dem Halitplatz statt.

„Die NSU-Opfer, unter ihnen der Kasseler Bürger Halit Yozgat, mahnen uns, konsequent gegen jede Form von Menschenfeindlichkeit vorzugehen und wachsam zu sein. Dieses Gedenken und Mahnen, das Zueinanderstehen an diesem traurigen Jahrestag – und nicht nur dann – ist wichtig. Es sollte jedoch nicht politisch instrumentalisiert werden“, betonte Oberbürgermeister Geselle.

Geselle: „Was NSU-Opfern widerfahren ist, darf sich nicht wiederholen“
Deshalb werde die Stadt Kassel wie in den vergangenen Jahren Halit Yozgat gedenken. „Das, was Halit Yozgat und den anderen NSU-Opfern und ihren Familien widerfahren ist, darf sich nicht wiederholen“, mahnte Oberbürgermeister Geselle. „Auch deshalb wird die Stadt Kassel diesen Preis ausloben, der Zeichen setzen, aber auch zur Aufklärung beitragen und beispielhafte Initiativen fördern soll.“

Bei der Auftaktveranstaltung im Rathaus werden Prof. Barbara John, Ombudsfrau der Bundesregierung für die Opfer der rechtsextremistischen NSU-Terrorgruppe, Annette Ramelsberger und Prof. Dr. Christoph Kopke über diesen Themenkomplex diskutieren. Ramelsberger ist Gerichtsreporterin der Süddeutschen Zeitung und Beobachterin des NSU-Prozesses sowie Mitautorin des Bandes „Der NSU-Prozess. Das Protokoll.“ Politikwissenschaftler Prof. Dr. Kopke lehrt und forscht an der Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin mit dem Schwerpunkt Rechtsextremismus. Moderiert wird das Gespräch von dem Journalisten Peter-Matthias Gaede.

Im Rahmen der Veranstaltung wird die Jury vorgestellt, die auch Kriterien zur Vergabe des Preises erarbeiten und an der Namensfindung beteiligt werden soll.

Auf dem Programm stehen außerdem weitere Beiträge: Thomas Bockelmann, Intendant des Staatstheaters Kassel, wird aus der Schilderung einer Angehörigen eines NSU-Opfers lesen. Außerdem setzen Schülerinnen und Schüler der Georg-August-Zinn-Schule ein Zeichen gegen Rassismus.

Anmeldung erforderlich
Interessierte sind zur Auftaktveranstaltung zur Vergabe des Kasseler Preises herzlich eingeladen, jedoch ist aufgrund der begrenzten Zahl der Plätze eine vorherige Anmeldung erforderlich. Anmeldungen (mit Name und Anschrift) werden im Hauptamt unter Tel. 0561/787-2100 oder per E-Mail an protokollkasselde angenommen.

Pressekontakt: documenta-Stadt Kassel, Claas Michaelis

Stadt Kassel
Kommunikation, Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Rathaus / Obere Königsstraße 8
34112 Kassel

Telefon: 0561 / 787-1231 oder 0561 / 787-1232
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E-Mail: pressekasselde

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