Inhalt anspringen

Scultura Astrata

Die "Scultura Astratta" von Alberto Viani erstellt für die documenta 2 in 1959 steht heute im Foyer der Universität Kassel am Standort Wilhelmshöhe.

Werk wurde auf der documenta 2 ausgestellt

An der Universität Kassel befindet sich eines der ältesten documenta-Kunstwerke. Die „Scultura Astratta“, eine abstrakte Plastik aus einem Messing-Bronze-Gemisch, steht im Foyer vor der Mensa des Standorts Wilhelmshöher Allee 71. Verblüffend ist, wie sehr sich Eindruck und Wirkung mit der Position des Betrachters ändern.

Die "Scultura Astratta" stammt aus dem Jahr 1958, war im Folgejahr bei der documenta II in der Orangerie ausgestellt und wurde ein Jahr später für 20.400 DM für die damalige Ingenieurschule, eine Vorgänger-Einrichtung der Universität Kassel, angekauft. Es gehört damit zu den frühesten documenta-Kunstwerken überhaupt, die in Kassel verblieben sind.

Der italienische Bildhauer Alberto Viani (1906 bis 1989), zweifacher documenta-Teilnehmer, arbeitete meist mit runden, fließenden, abstrakten Formen. Seine Werke erinnern an die von Hans Arp oder Henry Moore.

Die Skulptur passt sich wunderbar in den seinerseits sehenswerten 50er-Jahre-Bau an der Wilhelmshöher Allee ein. Lange Zeit war die "Scultura Astratta" dennoch im Bewusstsein einer breiteren Öffentlichkeit nicht mehr präsent. Seit Mai 2017 informiert ein schlichtes Schild am Sockel über diesen kleinen Schatz an der Universität Kassel. Das Foyer ist zu den Öffnungszeiten der Universität öffentlich zugänglich.

Bitte beachten Sie, dass die Scultura Astratta noch nicht in die Rundgänge mit aufgenommen wurde. 

Zur documenta 2

Schon bei der documenta 2 (11. Juli bis 11. Oktober 1959) setzte Gründer Arnold Bode den Akzent auf die Gegenwartskunst und inszenierte im Fridericianum und erstmals in der Ruine der Orangerie eine Bilanz der Kunst nach 1945 in der Kontinuität der Vorkriegsmoderne.

Inspiriert durch den Kunsthistoriker Werner Haftmann, wurde die zweite documenta ein Siegeszug der neuen amerikanischen Kunst, besonders des so genannten abstrakten Expressionismus. Das Museum of Modern Art hatte allein knapp 100 Werke, unter anderem von de Kooning und Pollock, nach Kassel geschickt. Erstmals wurde auch Grafik in Bodes Konzept einbezogen, der sich erneut als innovativer Ausstellungsmacher profilierte.

Künstler Alberto Viani: Geboren am 23.06.1906 in Quistello bei Mantua, verstorben 10.10.1989 in Mestre. Viani war Teilnehmer der ersten beiden documenta-Ausstellungen 1955 und 1959.
Kunstwerk Scultura Astratta, abstrakte Plastik aus Bronze
Ausstellung documenta 2, 1959
Standort Universität Kassel, Wilhelmshöher Allee 71, Foyer
Erleben Link zum kostenlosen Audiorundgang

Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass diese Seite Cookies verwendet.