Buntes Leben und Wohnen im Herzen der Stadt
Mit einer Fläche von unter zwei Quadratkilometern ist es einer der kleineren Stadtteile. Fast durchgängig findet sich hier eine Bebauung mit bis zu fünf und gelegentlich mehr Geschossen. Dadurch wird der Stadtteil zum bevölkerungsreichsten der Stadt.
Vielerorts gibt es noch Straßenzüge und Ensembles von Altbauten im Stil von Gründerzeit und Jahrhundertwende. Daneben finden sich aber auch Genossenschaftswohnbauten und -anlagen aus unterschiedlichen Zeiten. Mehrere kleinere Parks, begrünte Freiflächen und Hinterhöfe steigern die Wohnqualität.
Infrastruktur und Anbindung an den ÖPNV sind hervorragend. Entlang den Hauptachsen und am zentralen Bebelplatz gibt es Märkte, Läden, Dienstleistungsanbieter für bald jeden Bedarf. Komplettiert wird das Angebot durch verschiedenste Restaurants, Szene-Kneipen, Gaststätten, ein Programm-Kino und vieles andere – buntes Leben und Wohnen im Herzen der Stadt.
Daten
| Einwohner: | 16.188 (Stand 31.12.2025) |
|---|---|
| Fläche: | 1,94 Quadratkilometer |
Historische Entwicklung
Landgraf Friedrich II. ließ 1767 die Stadt mit dem Schloss Wilhelmshöhe durch eine Allee geradlinig verbinden.
Im 19. Jahrhundert hat der Kasseler Industrielle und Kommerzienrat Aschrott einen Teil der Entwicklung dieses Stadtteils maßgeblich beeinflusst. In dem Gebiet westlich der Querallee zwischen Kölnischer Straße und Wilhelmshöher Allee ließ er Ende des 19. Jahrhunderts auf eigene Rechnung Straßen anlegen und Häuser errichten. Diese Wohnhäuser der Gründerzeit und des Jugendstils wurden in erster Linie vom gehobenen Bürgertum bewohnt.
Als evangelische Kirche für Wehlheiden entstand 1886 bis 1889 die Adventskirche. Besondere Akzente für die Siedlungsentwicklung setzten die Rosenkranzkirche, die 1901 geweiht wurde, die Friedenskirche aus dem Jahr 1908 und die 1914 erbaute Stadthalle. 1871 wurde die Hohenzollernstraße – heute Friedrich-Ebert-Straße – als Hauptgeschäftsstraße im Westen angelegt. In ihrem Einzugsbereich entwickelte sich das neue Stadtviertel.
Nach dem Ersten Weltkrieg wurde die bauliche Entwicklung von Wohnungsbau-Genossenschaften bestimmt, die zahlreiche Häuserkomplexe wie den Huttenplatz, die Goethestraße oder die Herkulesstraße errichteten. Besondere Wertschätzung genießen zwei Bauten des Funktionalismus, die Heinrich-Schütz-Schule (1929/30) und das Aschrott-Altersheim (1930/31). 1933 entstand die Goetheanlage. Das 1938 eingeweihte „Generalkommando“ wurde nach dem Zweiten Weltkrieg zunächst als Krankenhaus, dann vom Bundesgrenzschutz und zwei Bundesgerichten genutzt.
Der nur wenig kriegszerstörte Stadtteil avancierte seit Beginn der siebziger Jahre zu einem beliebten Wohnplatz bei Studenten und Mitarbeitern der Gesamthochschule. 1957 siedelte sich die Konzernzentrale der Wintershall AG mit einem Hochhaus an der Friedrich-Ebert-Straße an, 1966 ergänzt durch einen weiteren Hochhausbau. Ein 1998 errichteter Hotelneubau unmittelbar neben der Stadthalle verbesserte die Qualität der Stadthalle als Kongress- und Tagungsstätte.
Auf Initiative des Ortsbeirates wurde im Jahr 2010 der Stadtteil von "West" in "Vorderer Westen" umbenannt.
Angebote für Kinder und Jugendliche
Spielplätze
| Lage: | Größe: | |
| An der Heinrich-Schütz-Schule | 790 Quadratmeter | |
| Aschrottpark | 1.050 Quadratmeter | |
| Badogliohügel | 4.660 Quadratmeter | |
| Germaniastraße | 1.537 Quadratmeter | |
| Goetheanlage | 6.840 Quadratmeter | |
| Parkstraße | 650 Quadratmeter | |
| Tannenwäldchen Mitte | 500 Quadratmeter | |
| Tannenwäldchen Ost | 1.135 Quadratmeter | |
| Tannenwäldchen West | 2.020 Quadratmeter |
Kinderbetreuung und Schulen
Kinderbetreuung
Alle Angebote rund um die Krippe, Kita, Hort sowie Betreuung und Schulmittagessen finden Sie unter kibeka.kassel.de (Öffnet in einem neuen Tab)
Schulen im Vorderen Westen
Hier finden Sie alle Schulen und Schultypen, die es in diesem Stadtteil gibt. Wenn Sie die Suche ausdehnen möchten, nutzen Sie bitte die Seite: Schulen in Kassel
Soziale Einrichtungen und Angebote
Pflegeheime
Angebote
theatre - Verein für Theaterkunst und Kommunikation (Öffnet in einem neuen Tab)
Der Verein theatre widmet sich besonders der theater-pädagogischen Arbeit mit Lehre und Forschung. Theatre tritt als Vermittler zwischen Theater als Kunstform und Theater als Lehrfach auf.