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"Bildung integriert": Kassel ist dabei

Als eine von bundesweit 130 und hessenweit elf Kommunen nimmt die Stadt Kassel seit Herbst am Programm „Bildung integriert“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung teil.

Unterzeichnung der Zielvereinbarung mit Bildungsdezernentin Ulrike Gote und der Leiterin der Transferagentur, Dr. Elisabeth Aram.

Ziele sind bessere Bildungszugänge und -teilhabe sowie die Fachkräftesicherung. Kern des Programms „Bildung integriert“ ist der Aufbau eines datenbasierten Bildungsmanagements sowie einer regelmäßigen Berichterstattung zu Bildungsthemen. Darüber hinaus wird in Kassel ein Bildungsmonitoring aufgebaut, das in Zukunft eine verlässliche und umfassende Datengrundlage zur Weiterentwicklung der unterschiedlichen Bildungsbereiche über die gesamte Lebensbiografie liefert. Ein besonderer fachlicher Schwerpunkt liegt in Kassel in den Bereichen Bildung für nachhaltige Entwicklung und Bildung in den so genannten MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik).

 

Gote: „Bildungszugänge unabhängig von Herkunft und Lebensalter verbessern“

Im Rahmen des Programms kann die Stadt Kassel von der Expertise der Transferagentur kommunales Bildungsmanagement Hessen profitieren, die beim Institut für berufliche Bildung, Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik in Offenbach angesiedelt ist. Mit der Agentur hat Bildungsdezernentin Ulrike Gote am Mittwoch, 18. Dezember, für die Stadt eine Zielvereinbarung abgeschlossen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert das Programm „Bildung integriert“ in Kassel mit 402.000 Euro. Weitere 201.000 Euro finanziert die Stadt Kassel aus eigenen Haushaltsmitteln.

Anlässlich der Unterzeichnung sagte Bildungsdezernentin Gote: „Bildung stellt die entscheidenden Weichen für die individuelle und gesellschaftliche Zukunft und endet nicht mit dem Schulabschluss. Das Bildungsmanagement nimmt die gesamte Bildungsbiographie der hier lebenden Menschen in den Blick. Uns geht es um die Bildungsanschlüsse. Ganz wichtig ist uns dabei, die Bildungszugänge unabhängig von sozialer und kultureller Herkunft und dem Lebensalter weiter zu verbessern. Die Digitalisierung sämtlicher Lebensbereiche erfordert auch die gezielte Stärkung von Kompetenzen wie Kreativität, Kooperation und Kommunikation und natürlich das kritische Denken. Die Möglichkeiten für die Entwicklung dieser Kompetenzen und die Unterstützung der lebenslangen Lernfähigkeit bestimmen maßgeblich über die Lebensqualität und Teilhabe und sind auch die Voraussetzung, um mit den aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen und den Veränderungen in der Arbeitswelt umgehen zu können. Die Teilnahme am Bundesprogramm ist für uns deshalb die perfekte Ergänzung unserer gesamtstädtischen Strategie ,Kassel bildet‘.“

Programm stärkt Kassel als Bildungs- und Wissenszentrum nachhaltig

Auch Dr. Elisabeth Aram, Leitung der Transferagentur Hessen, betont die Bedeutung des Vorhabens für die Stadt: „Schon seit vielen Jahren setzt sich die Stadt Kassel für das Lebenslange Lernen und gute Bildungszugänge für all ihre Bürgerinnen und Bürger ein. Die Beteiligung am Programm ,Bildung integriert‘ passt daher optimal zum langfristigen Ziel der Stadt, Kassel als Bildungs- und Wissenszentrum nachhaltig zu stärken und noch weiter voranzubringen. Dabei verfügt die Stadt bereits über eine vielfältige und hochgradig ausdifferenzierte Bildungslandschaft mit ämterübergreifenden Koordinations- und Planungsansätzen, wie sie beispielsweise in der Bildungsregion Waldau schon erfolgreich umgesetzt werden. Wir freuen uns daher, Kassel weiterhin auf dem Weg zu einem datenbasierten Bildungsmanagement zu begleiten und in der Intensivierung seiner Bildungsaktivitäten zu unterstützen.“

In der Abteilung Bildungsmanagement und Integration im Amt für Schule und Bildung kümmern sich drei Mitarbeiterinnen um die Umsetzung des Programms. Sie verstehen sich vor allem auch als Dienstleister für fachliche Fragestellungen im Bildungsbereich innerhalb der Stadtverwaltung und in der Kooperation mit den örtlichen Bildungsträgern. 

Hintergrund: Förderprogramm „Bildung intergiert“

Am Förderprogramm „Bildung integriert nehmen bundesweit 130 Kommunen und hessenweit elf Kommunen teil. Es begreift Bildung als kommunale Gemeinschaftsaufgabe. Bestandteile sind die Herstellung von Transparenz im Bildungsangebot vor Ort, der Ausbau der Vernetzung der unterschiedlichen Bildungsakteure und die Erarbeitung einer Datenbasis als gemeinsame Grundlage für Weiterentwicklungen und Schwerpunktsetzungen im Bildungsbereich.

Mit der neuen Zielvereinbarung wurde eine bereits seit dem 17. Februar 2017 bestehende Kooperation erweitert. Die Transferagentur Hessen unterstützt die Stadt Kassel bereits im laufenden Programm „Kommunale Koordinierung der Bildungsangebote für Neuzugewanderte“. Beide Programme werden in der Abteilung Bildungsmanagement und Integration im Amt für Schule und Bildung der Stadt Kassel umgesetzt und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) getragen. „Bildung integriert“ wird außerdem von der Europäischen Union und zusätzlich aus kommunalen Mitteln gefördert.

 

Über die Stadt Kassel

Kassel ist mit über 205.000 Einwohnerinnen und Einwohnern die größte Stadt in der Mitte Deutschlands. Rund 111.000 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte sind am Wirtschaftsstandort tätig. Gut 25.000 Menschen studieren an der Universität.

Kassel ist die Stadt der documenta, der weltweit bedeutendsten Ausstellung zeitgenössischer Kunst, der Brüder Grimm und des UNESCO-Welterbes Bergpark Wilhelmshöhe mit dem Herkules, dem weithin sichtbaren Wahrzeichen der Stadt.

Rund 3.500 Menschen sind direkt bei der Stadtverwaltung beschäftigt. Zudem ist die Stadt an weiteren großen Unternehmen beteiligt, darunter die Gesundheit Nordhessen Holding sowie die Kasseler Verkehrs- und Versorgungs-GmbH mit dem Verkehrsunternehmen KVG und dem Energieversorger Städtische Werke AG.

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