Erneuerung des Schulbiologieteichs im Botanischen Garten

Der Schulbiologieteich im Botanischen Garten wird 2021 erneuert und an die geltenden Sicherheitsbestimmungen angepasst.

Vorentwurf des neuen Schulbiologieteiches.

Das schulbiologische Zentrum im Botanischen Garten hat eine herausragende Funktion als Teil der Umweltbildung im Stadtgebiet. Dazu gehört auch ein schulbiologischer Teich.  Er ermöglicht Kindern, Schülerinnen und Schülern, Tiere und Pflanzen zu beobachten und die Standortbedingungen, den Boden und das Wasser zu untersuchen. 

Bei der Neuanlage des Teiches ist es erforderlich, dass diese einerseits den heute gängigen Sicherheitsbestimmungen für Feuchtbiotope und Teichanlagen entspricht und andererseits die Arbeit des Schulbiologiezentrums ermöglicht.

Auf einer Grünfläche unterhalb des bisherigen Schulbiologieteichs wird ab dem Winter 2021/2022 ein neuer Teich zum Forschen, Lernen und Entdecken entstehen. Mit einer Größe von 50 Quadratmetern und einer Tiefe von circa einem Meter wird der Teich in einer natürlich wirkenden Form mit verschiedenen Uferstrukturen und Wasserzonen angelegt. Das Ufer des Teichs wird zum größten Teil mit Kies beschaffen sein. Am nordwestlichen Rand wird der Teich mit einer groben Sandschüttung ausgebildet, die speziell für den im Botanischen Garten angesiedelten Kammmolch eine optimale Uferstruktur darstellt.

Tief in den Teich hineinragender Steg

Eine kleine Insel mit einer umlaufenden Sumpfzone bietet Kindern, Schülerinnen und Schülern die Gelegenheit, die von besonders vielen Lebewesen besiedelte Zone beobachten und untersuchen zu können. Durch den großen Steg, der tief in den Teich hineinragt, können auch Untersuchungen bis in den Tiefwasserbereich hinein gemacht werden. Die Wasserzonen - Ufer-, Sumpf-, Flach- und Tiefwasserzone - mit strukturreichen Gewässerböden ermöglichen unterschiedliche Lebensbedingungen und eröffnen den Blick auf die dort lebenden Tiere, Pflanzen und Organismen.  

Aufenthaltsbereich am Teich

Die Bepflanzung des Teichs und des Uferbereichs wird durch das Schulbiologiezentrum als naturnaher Sukzessionsprozess erfolgen. Angrenzend an den Teich wird ein großzügiger Aufenthaltsbereich entstehen. Mit Holzstämmen als Sitzmöglichkeiten und viel Platz für Arbeitsmaterialien bietet er den idealen Raum zum Lernen, Forschen und Untersuchen. Der neue Teich wird rundum von einem Zaun umgeben sein, der durch eine Hainbuchenhecke kaschiert wird. Dies dient zum einen der Sicherheit, zum anderen wird der Schulbiologieteich als Lern- und Forschungsort von der umliegenden Freifläche abgegrenzt. Zaun und Hecke greifen die amorphe und natürlich wirkende Teichform auf. Der Zugang zum Teich erfolgt über ein abschließbares Flügeltor.

Gebaut wird im Winter

Im Botanischen Garten haben sich in den vergangenen Jahren Kammmolche angesiedelt. Das hat naturschutzfachlich eine hohe Bedeutung: Der Kammmolch ist nach dem Bundesnaturschutzgesetz streng geschützt und darf nicht gefangen, verletzt oder in seinem Lebensraum gestört werden. Das wirkt sich auf die Bauzeit des neuen Teichs aus. Die Amphibie verbringt die Wintermonate an Land und begibt sich im Frühjahr zu seinem Laichgewässer. Gebaut wird deshalb in den Wintermonaten, damit der Teich rechtzeitig vor der Wanderung der Kammmolche im Frühjahr fertig ist. 

Der Neubau des Schulbiologischen Teichs im Botanischen Garten in Kassel wird aus Mitteln des Förderprogrammes „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ finanziert. 


Kindgerecht erklärt: Das ist ein Schulbiologieteich

  • Durch das Förderprogramm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ ergeben sich im Stadtgebiet von Kassel mehrere nachhaltige Projekte. Damit auch Kinder diese verstehen und einbezogen werden, wurde die Figur FiPS, das Kasseler Baumhörnchen, entwickelt.