Integrationsbeauftragte

Rund ein Drittel der in Kassel lebenden Menschen haben einen Migrationshintergrund. Die Integrationsbeauftragte der Stadt vertritt die Interessen dieser Menschen.

Teslihan Ayalp: Integrationsbeauftragte der Stadt Kassel

Die Stadt Kassel hat seit März 2022 mit Teslihan Ayalp eine neue Integrationsbeauftragte. 

Integration - keine Einbahnstraße, sondern Teamarbeit

„Die Themen meines neuen Aufgabenbereiches begleiten mich schon mein ganzes Leben. Die Herausforderungen und Chancen für Zugewanderte in unserer Stadt kenne ich aus eigener Erfahrung sehr gut. In Kassel sollen alle teilhaben, unabhängig von ihrer Herkunft“, so die Integrationsbeauftragte Teslihan Ayalp. „Es geht um Ausbildung, Arbeit, Bildung und Partizipation. Das Integrationskonzept der Stadt und die Arbeit meines Vorgängers bietet eine sehr gute Grundlage um weiter voran zu kommen.“

Bürgermeisterin Ilona Friedrich, die derzeit zuständige Dezernentin, sieht die Integrationsarbeit als zentrale kommunale Aufgabe. In die neue Integrationsbeauftragte setzt sie große Hoffnungen: „Mit Teslihan Ayalp konnten wir eine neue Integrationsbeauftragte gewinnen, die in Kassel bereits hervorragend vernetzt ist. Sie kennt die Belange der Menschen und ist gleichzeitig mit den verwaltungsrechtlichen Vorgaben vertraut. Das ist wirklich eine ideale Kombination, die unser Stadtgesellschaft weiterbringen kann. Durch die gute Arbeit des ehemaligen Integrationsbeauftragten Carsten Höhre sind viele Türen offen. Daher möchte ich auch ihm nochmal für seinen Einsatz danken. Besonders auch, weil er weiterhin den Bereich Wirtschaft und Arbeit im Kontext von Integration betreut sowie den Runden Tisch der Religionen moderiert.“

Als Integrationsbeauftragte wird sie nun in der Stabsstelle  Amt für Chancengleichheit auch das WIR-Vielfaltszentrum leiten.

Zur Person
Teslihan Ayalp ist als Kind kurdischer Eltern 1981 in Birecik (Türkei) geboren. 1994 kam sie zuerst mit einem Teil ihrer Familie nach Kassel. Nach ihrem Fachabitur in Hamburg studierte sie an der Universität Kassel Sozialwesen. Sie hat eine erwachsene Tochter und lebt in Kassel.

Integrationsförderung ist Chancenförderung

Migration ist in Kassel schon lange Realität - rund ein Drittel der in Kassel lebenden Menschen haben einen Migrationshintergrund und bereichern mit ihren individuellen Lebensstilen die Vielfalt der Stadt. Diese Vielfalt birgt Stärken wie Kreativität und dynamische Erneuerungsprozesse, aber auch Herausforderungen an die Stadtentwicklung, die im Dialog mit allen Gesellschaftsgruppen bearbeitet werden.

Worum es geht, ist nicht die Integration von Migrantinnen und Migranten, sondern die Integration der gesamten Gesellschaft. Die Stadt Kassel versteht Integrationsförderung als eine Daueraufgabe aller gesellschaftlichen Gruppen, für die Offenheit, Mut zur Veränderung und die Bereitschaft zum gleichberechtigten Dialog wichtige Grundvoraussetzungen sind.

Ziele und Aufgaben der Integrationsbeauftragten
Die Integrationsbeauftragte begleitet Änderungsprozesse innerhalb der Stadtgesellschaft und der Stadtverwaltung. Dafür unterstützt sie die interkulturelle Orientierung und Öffnung der Verwaltung. Durch die Mitwirkung an stadtweiten Arbeitskreisen wie dem AK Integration, diversen Stadtteilgremien, dem Bündnis für Familie oder Arbeitskreisen zur Förderung des Übergangssystems Schule-Beruf ist sie ein Bindeglied zwischen Stadtverwaltung und Vertretern der unterschiedlichsten Institutionen und Initiativen.

Die Integrationsbeauftragte fördert die Partizipation der in Kassel vertretenen Migrantenorganisationen und den interreligiösen Dialog. Sie begleitet die Vereine und Initiativen bei der Aquise von Fördergeldern, Projekten und hilft bei der Vernetzung. Durch eigene Veranstaltungsreihen, wie die jährliche Interkulturelle Woche oder Aktivitäten des Runden Tischs der Religionen, werden migrationsspezifische Impulse gesetzt.

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