Die Stadt Kassel setzt sich aktiv dafür ein, die Innenstadt zu einem lebendigen und einladenden Ort für Kinder und Jugendliche zu gestalten. Im Rahmen verschiedener Projekte sollen Spiel- und Freizeitmöglichkeiten geschaffen werden, die den Bedürfnissen junger Menschen gerecht werden.
Dazu zählt die Aufwertung des Skateplatzes am Dock 4, der mit modernen Skateobjekten und verbesserter Betreuung ausgestattet wird, um Jugendlichen einen attraktiven Ort für Sport und Begegnung zu bieten. Außerdem soll ein nicht-kommerzieller Jugendtreff in der Innenstadt entstehen, der kreative Angebote, Veranstaltungen und eine sozialpädagogische Betreuung bietet. Um die Aufenthaltsqualität in der Stadt zu erhöhen, wird zudem ein Konzept für eine bespielbare Innenstadt entwickelt, das Kindern und Jugendlichen neue Spiel- und Freiräume eröffnet. Ein neu gegründetes Jugendgremium wird zudem die Stimme der Kasseler Jugendlichen stärken und ihre Interessen in die städtischen Entscheidungen einbringen. Gemeinsam sollen diese Initiativen dazu beitragen, Kassel zu einem lebendigen Ort zu machen, an dem Kinder und Jugendliche sich wohlfühlen und aktiv teilnehmen können.
Bewegte Stadt – kostenlose Spielausleihe in der Kasseler Innenstadt
Lust auf Bewegung und Spiel?
In der Kasseler Innenstadt könnt ihr jetzt an vielen Orten kostenlos verschiedene Spielsachen ausleihen:
Malkreide, Springseile, Wurfspiele, Wikingerschach, Balanciersteine und vieles mehr stehen für euch bereit, um damit vor Ort in der Innenstadt zu spielen.
Ob Kinder, Eltern oder Großeltern – alle können mitmachen und die Spielstationen nutzen.
Das Angebot ist Teil des Projekts KASSELmachtZUKUNFT, das die Stadt Kassel mit Unterstützung des Bundes ins Leben gerufen hat.
Ziel ist es, die Innenstadt lebendiger, bunter und abwechslungsreicher zu gestalten.
Mit dabei sind auch engagierte Gruppen wie Kassel.aktiv – entstanden aus der SDG+ Challenge im Uni:Lokal – sowie die City-Kaufleute.
Weitere Infos
Neuer „Schwung“ für den Skateplatz „Outdock“
Der 1998 errichtete Skateplatz am Kulturhaus Dock 4 in der Unteren Karlsstraße ist in die Jahre gekommen und soll daher im Rahmen des ZIZ‐Förderprogramms aufgewertet werden. Die Notwendigkeit für eine Neugestaltung ergibt sich vor allem aus dem Alter der aufgestellten Skateobjekte und dem Zustand der dortigen Bäume.
Von Oktober 2023 bis Mai 2024 fanden verschiedene Beteiligungsformate statt, um Bedürfnisse, Ideen und Vorschläge für die Umgestaltung des Skateplatzes zu sammeln. Besonders die intensive Einbindung von Jugendlichen stand dabei im Fokus und wird auch in der baulichen Umsetzung berücksichtigt.
Ein Entwurfskonzept wurde erarbeitet, das die Grundlage für die Aufwertungsmaßnahmen zwischen Friedrichsplatz und Königsplatz bildet.
Bis August 2025 sind kleinere Maßnahmen über die ZIZ-Förderung geplant. Dazu gehört die Reduzierung der Parkplätze, insbesondere vor dem DOCK 4. Zudem wird mehr nutzbarer Raum geschaffen durch eine neue Verkehrsführung, die das Versetzen eines Baumes und die Umlegung eines Lüftungsschachts umfasst. Außerdem wird ein großflächiger Schriftzug aufgebracht.
Im Rahmen der Planung einer „größeren Lösung“ wird die zentrale Skatefläche aus Beton gebaut, die neuen Wege gepflastert und an bestehende Platzkanten angepasst. Außerdem werden die Buchstaben im Bodenbelag integriert und die Beleuchtungsanlage, die neue öffentliche Toilette und der Kiez-Kiosk fertiggestellt. Ziel ist es, die Attraktivität des Skateplatzes zu steigern und die Akzeptanz der Anlage zu erhöhen.
Zusätzlich zur Neugestaltung des Skateplatzes ist auch eine Verbesserung der Betreuung geplant. Ein neues Betreuungskonzept soll die bisher ehrenamtlich organisierte Begleitung durch hauptamtliche Kräfte ergänzen, um eine dauerhafte Tragfähigkeit der Betreuung zu gewährleisten.
Die Konzeptionen für die Gestaltung und Betreuung wurden vom Team von endboss erarbeitet, das auch die verschiedenen Beteiligungsformate organisiert hat.
„Spielleitplanung“ – Ein Plan für mehr Raum für Kinder und Jugendliche
Für Kinder und Jugendliche gibt es immer weniger Spiel‐ und Freiräume in der Stadt. Besonders in dem Innenstadtbereich von Kassel gibt es kaum Orte, an denen sie gefahrlos spielen, ihre Umgebung eigenständig erkunden und Erfahrungen sammeln können. Wie aber kann die Attraktivität und Aufenthaltsqualität der Kasseler Innenstadt speziell für Familien, Kinder und Jugendliche gesteigert werden? Antworten auf diese Frage wurden gemeinsam mit Fachleuten und den Bürgerinnen und Bürgern – insbesondere Kinder und Jugendliche – herausgearbeitet und wurden nun in einem Konzept für eine bespielbare Innenstadt – auch bekannt als „Spielleitplanung“ zusammengeführt. Flächen in der Innenstadt sollen zu Plätzen mit vielen Funktionen und zu Orten zum Spielen und zum Aufenthalt umgestaltet werden. Hierzu gehören auch innenstadtnahe Flächen für Trendsportarten und Bereiche für jugendkulturelle Angebote wie Bühnen. In die Betrachtung werden auch öffentlich zugängliche Gebäude einbezogen. Insgesamt soll die Kasseler Innenstadt zu einem schöneren und spannenderen Ort für Familien, Kinder und Jugendliche werden.
Im Zeitraum von Oktober 2023 bis Mai 2024 fanden verschiedene Beteiligungsformate statt, darunter Workshops, Online-Umfragen, Streifzüge durch die Innenstadt und Mitmach-Aktionen bei Veranstaltungen. Diese Formate dienten dazu, die Bedürfnisse, Ideen und Vorschläge von Kindern und Jugendlichen zu sammeln und in die Planungen einzubringen. Auf Basis dieser Ergebnisse wurden Empfehlungen für langfristige Entwicklungen sowie konkrete Ideen für erste Projekte im Innenstadtbereich erarbeitet, die während des Förderzeitraums umgesetzt werden können. Dabei werden sowohl öffentliche Plätze und Parks als auch private Flächen wie Hinterhöfe und Innenbereiche sowie öffentlich zugängliche Gebäude wie Museen und Ladengalerien berücksichtigt.
Die „Spielleitplanung“ umfasst die Umsetzung von drei Arten von Maßnahmen. „Ruck-Zuck-Maßnahmen“ sind kurzfristig umsetzbare Aktionen, wie das Einrichten von Spielanlässen im Rahmen von Baustellensperrungen. Übergeordnete Maßnahmen, wie die Entwicklung eines Sicherheits- und Nutzbarkeitskonzepts für den öffentlichen Raum, sollen langfristig zu einer sichereren und spielerfreundlicheren Innenstadt beitragen. Schließlich werden auch räumliche Maßnahmen umgesetzt, darunter die Schaffung eines „Gemeinschaftlichen Wohnzimmers“.
Die Bearbeitung der Spielleitplanung wurde vom Planungsbüro „foundation5+ landschaftsarchitekten“ übernommen, während das „Spiel‐ und Beteiligungsmobil Rote Rübe e.V.“ die Kinder‐ und Jugendbeteiligungen durchgeführt hat.
Jugendgremium – ein Sprachrohr für die Jugend
Das repräsentative Jugendgremium, das im Februar 2025 gewählt wurde, soll die Interessen der Kasseler Jugendlichen gegenüber den politischen Gremien, der Stadtverwaltung und der Öffentlichkeit vertreten. Im Fokus stehen dabei gesamtstädtische Themen und Anliegen. Mit Unterstützung der ZIZ‐Förderung wurde für das neu gewählte Jungendgremium ein jugendgerechter Besprechungsraum im Haus der Jugend (Mühlengasse 1) geschaffen. Das Haus verfügt über eine gute Infrastruktur und ist aufgrund der Nähe zur Innenstadt bequem zu erreichen.
Der Raum, der außerdem von der städtischen Schülervertretung genutzt wird, wurde nach den Bedürfnissen und Wünschen des Jugendgremiums und der städtischen Schülervertretung umgestaltet und entsprechend ausgestattet. Bei der Planung und Gestaltung des Raums wurden die Jugendlichen aktiv eingebunden. So fand unter anderem ein Möbelbau-Workshop statt, in dem die Jugendlichen ihre Vorstellungen und Bedürfnisse einbrachten. Auf dieser Basis wurde der Raum mit jugendgerechten Möbeln und der notwendigen technischen Ausstattung versehen. Die Neugestaltung des Raums wurde im Sommer 2024 abgeschlossen. Seitdem wird der Raum intensiv genutzt und stößt auf durchweg positives Feedback von den Jugendlichen.
Kontakt
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Friedrich-Ebert-Straße 160
34119 Kassel
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Raum: 211
Rathaus 2
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Ansprechpartner Skateplatz
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Robin Höning
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Carsten Menke
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Daniela Ritter
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Mühlengasse 1
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Yasmin Moalem
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Haus der Jugend
Mühlengasse 1
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