Wissenschaft in der Mitte der Stadt
Das UNI:Lokal bietet ein abwechslungsreiches Ausstellungs‐ und Veranstaltungsprogramm und präsentiert interessante Themen aus der Universität Kassel. Alle Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, in den Dialog über aktuelle Forschungsfragen zu treten und über Aspekte zu diskutieren. Die Hochschule stärkt mit dem UNI:Lokal die Verbindung zur Stadtgesellschaft. Mit dem SDG+Lab ist als ein Akteur das regionale Nachhaltigkeitslabor von UniKasselTransfer in die Räume eingezogen.
"Haushalten und Zusammenhalten - Wirtschaft anders gelebt"
Wirtschaft beginnt zu Hause. Nicht im Börsenraum, sondern in der Küche, im Garten, im Arbeitszimmer. Die neue Ausstellung fragt: Wie kann Wirtschaften im Alltag aussehen, ausgerichtet auf Verantwortung, Fürsorge und Kreisläufe?
Vom 1. Juli bis 26. September 2026
In einem begehbaren Modellhaus erkunden Sie, wie sich Wirtschaft verändert, wenn wir Materialien wie Kompost, Holz oder Stroh nicht als Abfall, sondern als Ressourcen für die Zukunft nutzen. Wie Reparatur, Pflege und gemeinsames Handeln neue Formen von Wertschöpfung schaffen und Kreisläufe entstehen. Statt dem Markt stand ursprünglich die Organisation des Alltags im Zentrum der Wirtschaft. Abgeleitet vom griechischen „oikos“ beschreibt der Begriff Ökonomie das Haus und den gemeinsamen Lebensraum.
Transformationen in Arbeit und Wirtschaften
Beispielhafte Alltage zeigen, wie ein Leben in so einem Haushalt aussehen kann, und fassen die Arbeit des SDG+ Labs im Themenjahr „Transformationen in Arbeit und Wirtschaften“ zusammen. Von Lebensmittelkreisläufen über Kompostierung und Reparatur bis hin zu wiederverwendeten und biobasierten Materialien. Die Ausstellung zeigt, dass wirtschaftliche Transformation dort beginnt, wo Menschen Ressourcen nutzen, pflegen, teilen und in Kreisläufen denken. So entsteht ein anderes Verständnis von Wirtschaft: eines, das auf Erhalten, Umsorgen und gemeinsames Tragen ausgerichtet ist. Eine Wirtschaft, die zusammenhält.
Der Besuch der Ausstellung ist kostenfrei.
Fußgängerzone im Wandel | Ein Blick auf Kassels Innenstadt
Die Ausstellung "Fußgängerzone im Wandel" wird von Studierenden der Universität Kassel aus dem Institut für Urbane Entwicklungen präsentiert, die über ein Semester die Fußgängerzone Kassels aus verschiedenen Perspektiven betrachtet haben.
Vom 22. Juli bis 1. Oktober 2026
Die Fußgängerzone ist ein Baustein der Stadtplanung der 1960er und 1970er Jahre. Sie hat seit ihrem Bestehen viele Veränderungen und Krisen überstanden, seien es Smog-Alarme in den 1990er oder die Finanzkrise in den 2000er Jahren. Der Fokus der Ausstellung liegt auf dem Königsplatz als zentraler Platz der Innenstadt, aber auch auf der Entwicklung von Verkehr, einzelnen Gebäuden oder den Geschäften der Fußgängerzone werden betrachtet. Die Ausstellung zeigt die Entwicklungsphasen der Fußgängerzone.
- Ausstellungseröffnung: Mittwoch, 22. Juli um 18 Uhr mit einem Vortrag der Studierenden
Bei Getränken und Wassereis besteht im Anschluss die Möglichkeit für Gespräche - Finissage: Donnerstag, 30. September 2026 um 18 Uhr
Der Besuch der Ausstellung ist kostenfrei.
SDG+ Lab: Gemeinsam für die großen Nachhaltigkeitsfragen unser Zeit
Von 2023 bis 2027 bringt das SDG+ Lab Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft zusammen und entwickelt entlang der 17 Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals, SDG) der Vereinten Nationen Impulse und konkrete Lösungen für eine nachhaltige Region Kassel und Nordhessen. In vier aufeinander folgenden Themenjahren werden seit Herbst 2023 Lösungsideen und Modellvorhaben für die Region, erarbeitet. Jedes Themenjahr fasst verschiedene Aspekte der 17 Nachhaltigkeitsziele zusammen und bezieht sie auf die Region Nordhessen.
Themenjahre 2025 bis 2027
Transformationen in Arbeit und Wirtschaften - Themenjahr 2025/2026
Bei diesem Thema wird seit Oktober 2025 erprobt, wie eine sozial inklusive Kreislaufwirtschaft aufgebaut werden kann: In einem Modellprojekt mit Akteuren aus der regionalen Wirtschaft werden Produkt- und Stoffströme im Kreis geführt und direkt aus der Umsetzung übertragbare Antworten entwickelt, wie dies sozial inklusiv, ökonomisch profitabel und ökologisch nachhaltig gestaltet werden kann. In Do-it-Yourself-Werkstätten und Showrooms sind Bürgerinnen und Bürger eingeladen mitzumachen: Kreislaufwirtschaft wird so begreifbar und erlebbar.
Transformationen in Kultur und Zusammenleben - Themenjahr 2026/2027
Es wird der Frage nachgegangen, wie künstlerische Innovationen als Lösungsansatz für komplexe politische Probleme genutzt werden können. Gemeinsam mit soziokulturellen Akteuren und sowie Partnerinnen und Partner aus Wirtschaft und Gesellschaft werden neue Formate erprobt, um über Kunst und Kultur Menschen zusammenzubringen, Ängste zu nehmen und unkonventionelle Zusammenarbeit zu ermöglichen.