Frauen und Mädchen

Über die Hälfte der Kasseler Bevölkerung Frauen, fast 40 Prozent davon haben einen Migrationshintergrund. Die Stadt Kassel setzt sich dafür ein, dass Frauen in allen gesellschaftlichen Bereichen die gleichen Chancen und die gleichen Perspektiven wie Männer erhalten.

Lebensbereiche von Frauen und Mädchen

Es gibt einige Lebensbereiche, in denen Frauen und Männer unterschiedliche Themen und Bedürfnisse haben. Frauen liegen mit ihrer Qualifikation und Bildung in vielen Bereichen vor den Männern. Trotzdem verdienen Frauen insgesamt 21 Prozent weniger als Männer. In Führungspositionen sind sie selten anzutreffen. Wenn sie Mütter sind, ziehen sie bei Beförderungen oft den Kürzeren, weil sie länger in Elternzeit sind oder nur Teilzeit arbeiten.  Mädchen entscheiden sich meistens nicht für einen technischen Beruf oder ein Handwerk. Somit bleibt der Arbeitsmarkt in Frauen- und Männerberufe aufgeteilt, und in typischen Frauenberufen gibt es oft niedrigere Gehälter und wenige Aufstiegschancen. Auch dadurch ist das Armutsrisiko für Frauen, etwa als alleinerziehende Mütter oder im Alter, deutlich höher. Frauen sind öfter als Männer Opfer von Gewalt durch Partner oder Ex-Partner. Von sexualisierter Gewalt sind sie zuhause, im öffentlichen Raum, oder auch am Arbeitsplatz betroffen. 

Aktuelles:

Buchvorstellung am Freitag, 25.03.2022 um 18 Uhr

Migrantischer Feminismus geht weiter! 

Ein wichtiges Buch speziell für diejenigen, die mehr über feministische Geschichte in Deutschland wissen und die gegenwärtigen Kämpfe gegen rassistische intersektionale Gewalt aus dieser Perspektive verstehen wollen, um den Weg für eine gerechte Zukunft zu bestreiten!

Dieser Band unternimmt eine Neuschreibung feministischer Bewegungen in Deutschland aus der Perspektive der politischen Selbstorganisierung migrantisierter Frauen*. Anhand von Erzählungen von Zeitzeug:innen und Archivmaterial wird die These widerlegt, dass die 1990er Jahre eine „stille Zeit“ in der Frauen:bewegung Deutschlands war. Es wird aufgezeigt, dass die 1980er und 1990er Jahre eine „geräuschvolle“ Zeit war, da sie den Höhepunkt in der politischen Selbstorganisierung von Migrant:innen, Schwarzen Frauen*, Sinti:zze und Romn:ja, exilierten und jüdischen Frauen* in der Bundesrepublik darstellt. Mittels der Erinnerungsarbeit im Sinne eines Eingedenken lösen die Akteur:innen ihr „right-to re-narrate“ ein, indem sie eine neue Erinnerungspolitik und -kultur migrantischer Theoriebildung und politischer Praxis in Deutschland eröffnen.

Referentinnen: Encarnación Gutiérrez Rodríguez und Pinar Tuzcu (Herausgeberinnen) und Behshid Najafi (Mitwirkende am Buch) 
Veranstalterinnen : Frauentreff Brückenhof e. V. und Stabsstelle ‚Amt für Chancengleichheit‘ Stadt Kassel   
Anmeldungen und Ort: Anmeldung zur Veranstaltung möglichst bis 24. März 2022 unter chancengleichheitkasselde oder 0561 787 7069. Veranstaltungsort ist das Stadtmuseum Kassel, Ständeplatz 16.


Seiten für Frauen und Mädchen

  • Frauen und Mädchen

    Hilfe und Beratung

    In der Stadt Kassel gibt es verschiedene Beratungsangebote, die sich gezielt an Frauen und Mädchen richten. Diese Angebote reichen von einer allgemeinen Beratung bis zur Hilfestellung bei speziellen Problemen.
  • Frauen und Mädchen

    Ge­sund­heit von Frau­en

    Die Gesundheit von Frauen ist ein Thema, das auch noch in der heutigen Gesellschaft gerne im Hintergrund bleibt. Zu Unrecht, es gibt ihn eben doch, den "kleinen Unterschied". Frauen bekommen Kinder, erleben und erleiden viele Krankheiten anders als Männer.
  • Wie fast überall in der Welt ist auch in Kassel Geschichte meist von Männern geschrieben worden. Das stimmt nur zum Teil. Auch Frauen haben das Werden der Stadt geprägt.
  • Frauen und Mädchen stehen auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt vor besonderen Herausforderungen. Von der Berufswahl bis zum Wiedereinstieg nach der Elternzeit - verschiedene Anlaufstellen in Kassel bieten Orientierungshilfe, Beratung und Unterstützung.
  • In Netzwerken finden sich Menschen zusammen, die davon überzeugt sind, dass ihre Ziele besser und gemeinsam mit Partnerinnen und Partnern verfolgt werden können, auch wenn das oft die Investition von Zeit und viel Engagement bedeutet.

Über das Amt für Chancengleichheit und die Frauenbeauftragte

  • Ziel der Arbeit des Amtes für Chancengleichheit ist die aktive Förderung einer vielfältigen Stadtgesellschaft. Ein Bereich ist das Frauenbüro, als Schnittstelle in die Verwaltung hinein für Kasseler Frauenprojekte und -initiativen mit ihrem sozialen, kulturellen und frauenpolitischen Engagement.