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Blühflächen

Eine gesündere Lebensumwelt für Bürgerinnen und Bürger: Blühflächen entziehen der Atmosphäre mehr CO2 als einfache Rasenflächen - echte CO2-Senker im urbanen Raum. Sie weisen eine hohe Artenvielfalt auf und bieten für heimische Insekten und Kleintiere ein reichhaltiges Nahrungsangebot.

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Blühflächen mit nichtheimischem Saatgut

Die Stadt Kassel hat seit 2011 auf mehr als 15, über die gesamte Stadt verteilten Einzelflächen, fast 5.000 Quadratmeter Blühflächen und Blumenwiesen mit farbenprächtigen nichtheimischen Blumenmischungen von unterschiedlichem Charakter angesät. 

Diese Blühflächen sind insbesondere für Bienen eine wichtige Bereicherung des Nahrungsangebotes. Imker schätzen diese Flächen auch deshalb, weil sie bis zum Herbst Nektar liefern. Ansonsten müssen Imker in Nordhessen oft schon ab Ende Juni zufüttern, da den Bienen nicht mehr genügend Nahrung zur Verfügung steht. Dies ist ein Vorteil der nichtheimischen Blühflächen.

In Kassel wurde Wert darauf gelegt, sich zunächst gezielt um die vergessenen Randbereiche, Unorte und Restflächen zu kümmern.
So sind jetzt viele Kasseler Verkehrsinseln, Autobahnzubringer, Nebenflächen von Hauptverkehrsstraßen, Straßenränder oder bislang  unscheinbare Grünfläche deutlich attraktiver und bunter. 

Blühfläche am Rand einer viele befahrenen Straße

Blühflächen mit heimischem Saatgut

Neben den farbenprächtigen nichtheimischen Blumenmischungen sind, insbesondere in der Peripherie der Stadt, große Areale mit einheimischen Kräutern angesät worden. Bereits in 2010 wurde in Kassel fast 6 Hektar einer Blühwiese mit einheimischem Saatgut angelegt. Diese Fläche wird erst im Frühjahr gemäht, um Vögeln auch im Winter ein Nahrungsangebot zu geben. Auch im Winter sind diese Landschaften ästhetisch sehr reizvoll.

Blühflächen ohne Ansaat

Schon 2009 wurde im Kasseler Stadtteil Nordshausen, im Bereich des aufgeschütteten Erdwalls am Stadtrand (Autobahn A 44) zirka 7 Hektar Sukzessionsfläche geschaffen. Sukzessionsfläche bedeutet in diesem Zusammenhang, dass hier bewusst nichts eingesät, sondern der Vegetationsentwicklung bzw. Natur freien Lauf gelassen wurde. Inzwischen hat sich dieser magere Standort zu einer wundervoll vielseitigen Blühfläche entwickelt.

Hintergrund

Ein reicher Genpool sorgt für die Gesunderhaltung und Anpassungsfähigkeit von Organismen, Arten und ganzen Ökosystemen - auch im städtischen Raum. Dieses Anpassungspotential zu erweitern und aufrecht zu erhalten ist in Zeiten des Klimawandels eine der dringlichen Aufgaben. Blühflachen bieten nicht nur Erholungswert und Wohlfühlfaktor, sie erfüllen das Bedürfnis vieler Menschen nach Ästhetik und Naturerleben - auch in der Stadt. Ganz neben können die Böden auch mit einem geringen Einsatz von Arbeitskraft und Kapital genutzt werden und verursachen dadurch nicht zuletzt auch weniger Kosten.

Gewinnspiel Blumensamen

Sie sehen toll aus und sind ein wahres Paradies für Bienen und andere Insekten: Blumenwiesen. Bedingt durch die Corona-Pandemie kann die Stadt Kassel in diesem Jahr nicht wie sonst in gewohntem Umfang freie Flächen im Stadtgebiet bepflanzen, weshalb wir auf andere Weise nachhelfen wollen, dass es blüht: Wir verlosen mehrere Stauden und Blumensamen.

So nehmen Sie teil: Schicken Sie uns Ihre Gartenbilder

Wer mitmachen und gewinnen möchte, muss nicht viel machen: Einfach ein oder zwei Bilder auf dieser Seite hochladen, die den Ort zeigen, wo Sie die Bäumchen hinpflanzen oder die Samen aussäen würden; das kann der heimische Garten, der Balkonkasten oder eine öffentliche Fläche sein. Die Gewinner werden per Los ermittelt und anschließend per Mail informiert. Die Preise 1 bis 13 müssen im Anschluss beim Umwelt- und Gartenamt abgeholt werden, die Samentüten werden zugeschickt.

Einsendeschluss ist der 26. Mai, 23 Uhr.

Tolle Preise

1. Preis: ein Bienenbaum

2. Preis: ein Geweihbaum

3. Preis: eine Duft-Heckenkirsche

4 bis 13. Preis: je eine Königskerze

14. bis 40. Preis: je drei Samentüten

Sowohl der Bienen- als auch der Geweihbaum sind wertvolle Bienenweiden, außerdem hitze- und trockenheitsresistent. Die Bäumchen sind im Topf und ca. 20 cm hoch, wachsen aber einmal ausgepflanzt rasch weiter. Die Duft-Heckenkirsche ist ein Strauch, der schon ab Dezember und dann bis März blüht und ein guter erster Pollenspender für Bienen und Hummeln ist.

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