Zwei Ausstellungen im Fridericianum

Bis zum 3. Januar 2027 sind gleich zwei Sonderausstellungen im Fridericianum zu sehen.

Charles Ray: School Play, 2014. Foto / Photo: Charles Ray Studio © Charles Ray. Courtesy Matthew Marks Gallery

Charles Ray

Die Arbeiten von Charles Ray befassen sich mit der Kunstgeschichte, mit der Genese von Kunst und ihrer Installation im Raum. Für Ray muss eine Skulptur, wenn sie in den Raum eingebettet werden soll, aus Raum bestehen – eine scheinbar widersprüchliche Aussage, da seine Werke zwischen wenigen Gramm und fast zwanzig Tonnen wiegen können. Nach seiner Teilnahme an der documenta 9 im Jahr 1992 ist es Rays erste institutionelle Einzelausstellung in Deutschland.  

Über den documenta-Künstler Charles Ray
Charles Ray wurde 1953 in Chicago geboren und lebt seit 1981 in Los Angeles. Er gilt als einer der wichtigsten Bildhauer des 20. und 21. Jahrhunderts. Seit über fünf Jahrzehnten schafft er Kunstwerke, die sich durch Skulptur mit der zeitgenössischen Welt, seinem Leben und Konzepten zu Körperlichkeit und Spiritualität auseinandersetzen. 

Rays Arbeiten befassen sich mit der Kunstgeschichte, mit der Genese von Kunst und ihrer Installation im Raum. Für Ray muss eine Skulptur, wenn sie in den Raum eingebettet werden soll, aus Raum bestehen – eine scheinbar widersprüchliche Aussage, da seine Werke zwischen wenigen Gramm und fast zwanzig Tonnen wiegen können. 


Mohammed Sami: View of Free Clouds, 2025. Foto / Photo: Modern Art

Mohammed Sami: HOSTLESS

In seiner neuesten Werkserie widmet sich Sami vorwiegend der Darstellung von Innenräumen, die weit über bloße Architekturstudien hinausgehen. Seine Gemälde verwandeln sich in psychologische Orte der Erinnerung. Es sind Räume, in denen eine spürbare Unruhe herrscht und in denen etwas Beunruhigendes an die Oberfläche drängt. Als gespenstische Behältnisse bewahren sie die Spuren von vergangenen Ereignissen, die sich jedoch einer eindeutigen Benennung entziehen.
Die gezeigten Objekte wirken wie schwebende Bedeutungsträger. Sie verweisen auf abwesende Gewalt oder auf traumatische Erinnerungen, die oft erst durch zeitliche und räumliche Distanz erträglich werden. Samis besondere Formensprache verzichtet dabei auf eine laute Inszenierung des Schreckens. Stattdessen offenbart sich das „Grauen“ still und subtil durch die hartnäckige Materialität dessen, was im Raum zurückgeblieben ist.


Rotunde im Musuem Fridericianum

Kerstin Brätsch - MIMIKRY

Die Arbeit wurde speziell für die Rotunde im Herzen der Kunsthalle entwickelt und bildet die komplexe, raumgreifende Installation für das dort ansässigen Cafés. Sie ist voraussichtlich bis zur documenta 16 im Jahr 2027 zu sehen. 

MIMIKRY  spiegelt ein Stück Erdgeschichte wider, dessen kolossale Dimensionen den kaum fassbaren Kontext menschlicher Existenz bilden. Steine, Sedimente und Fossilien werden als Tapeten, Fenstervorhänge, durchscheinende Raumteiler und skulpturale Tische zu funktionalen Bestandteilen des Café-Interieurs. Die Vergangenheit wird in die Gegenwart gezogen – ein Eindruck, der durch zahlreiche Darstellungen von Dinosauriern verstärkt wird. 


Café geöffnet

Das Café ist sowohl während der Ausstellungen als auch in der ausstellungsfreien Zeit geöffnet. Genießen Sie Kaffee- und Teespezialitäten, leckere Kaltgetränke sowie Kuchen und Brote in Bioqualität auf der Sonnenterasse oder drinnen. 

Öffnungszeiten
Dienstag und Mittwoch 11 bis 18 Uhr
Donnerstag 11 bis 20 Uhr
Freitag bis Sonntag 11 bis 18 Uhr

Museum Fridericianum

Termine und Führungen