Peter Fischli - 23. Mai bis 13. September 2026
Blinkende Lichtsignale, Spiegel und lose Kabel: Die kinetischen Skulpturen von Peter Fischli erinnern mit ihren vertikalen Trägern, horizontalen Armen und Leuchten an städtische Ampelanlagen oder Bühnenelemente. Aus einfachen Materialien gefertigt und von grauen Farbschichten überzogen, lassen sie urbane Oberflächen anklingen und entfalten im Ausstellungsraum einen schwer greifbaren Rhythmus aus Licht und Klang. Ihre wechselnden Signale folgen keiner festen Logik, vielmehr entwickeln die Skulpturen eigene Abfolgen in Weiß-, Orange- oder Gelbtönen.
Einige Objekte sind mit spiegelnden Scheiben oder Buntglas versehen, andere zeigen frei herabhängende Verkabelungen. Mitunter muten die Gebilde wie Galgen oder kahle Bäume an. Sie lassen sich als abstrakte Kompositionen, diagrammartige Figuren oder psychogrammähnliche Zeichen lesen. Die bisweilen irritierenden Konstruktionen verweisen auf Systeme von Ordnung, Wahrnehmung und Transzendenz, entziehen sich dabei jedoch einer eindeutigen Zuschreibung.
In seiner Praxis untersucht Fischli die Ästhetik des Alltäglichen und die Funktionsweisen von Bedeutungssystemen. Seine Skulpturen thematisieren, wie Zeichen, Symbole und Infrastrukturen der globalisierten Welt um Aufmerksamkeit konkurrieren, zirkulieren, unsere Bewegungen organisieren sowie unsere Wahrnehmung und unsere Emotionen beeinflussen.
Der Künstler wurde 1952 in Zürich geboren und ist bis heute dort ansässig. Bekannt wurde er durch seine über vier Jahrzehnte währende Zusammenarbeit mit dem verstorbenen David Weiss (1946–2012) als Teil des prägenden Künstlerduos Fischli/Weiss. Das Duo nahm 1987 und 1997 an der documenta teil, war mehrfach auf der Biennale von Venedig vertreten (1988, 1995, 2003, 2011 und 2013) und wurde mit dem Goldenen Löwen (2003) ausgezeichnet.
Save the Date: Charles Ray vom 22. August 2026 bis 3. Januar 2027
Die Arbeiten von Charles Ray befassen sich mit der Kunstgeschichte, mit der Genese von Kunst und ihrer Installation im Raum. Für Ray muss eine Skulptur, wenn sie in den Raum eingebettet werden soll, aus Raum bestehen – eine scheinbar widersprüchliche Aussage, da seine Werke zwischen wenigen Gramm und fast zwanzig Tonnen wiegen können.
Die Ausstellung Charles Ray wird am Freitag, 21. August 2026 um 19 Uhr eröffnet. Davor ist das junge Publikum zur Kindervernissage von 17.30 bis 19 Uhr eingeladen. Nach seiner Teilnahme an der documenta 9 im Jahr 1992 ist es Rays erste institutionelle Einzelausstellung in Deutschland.
Charles Ray wurde 1953 in Chicago geboren und lebt seit 1981 in Los Angeles. Er gilt als einer der wichtigsten Bildhauer des 20. und 21. Jahrhunderts. Seit über fünf Jahrzehnten schafft er Kunstwerke, die sich durch Skulptur mit der zeitgenössischen Welt, seinem Leben und Konzepten zu Körperlichkeit und Spiritualität auseinandersetzen.
Rays Arbeiten befassen sich mit der Kunstgeschichte, mit der Genese von Kunst und ihrer Installation im Raum. Für Ray muss eine Skulptur, wenn sie in den Raum eingebettet werden soll, aus Raum bestehen – eine scheinbar widersprüchliche Aussage, da seine Werke zwischen wenigen Gramm und fast zwanzig Tonnen wiegen können.
Kerstin Brätsch - MIMIKRY
Die Arbeit wurde speziell für die Rotunde im Herzen der Kunsthalle entwickelt und bildet die komplexe, raumgreifende Installation für das dort ansässigen Cafés. Sie ist voraussichtlich bis zur documenta 16 im Jahr 2027 zu sehen.
MIMIKRY spiegelt ein Stück Erdgeschichte wider, dessen kolossale Dimensionen den kaum fassbaren Kontext menschlicher Existenz bilden. Steine, Sedimente und Fossilien werden als Tapeten, Fenstervorhänge, durchscheinende Raumteiler und skulpturale Tische zu funktionalen Bestandteilen des Café-Interieurs. Die Vergangenheit wird in die Gegenwart gezogen – ein Eindruck, der durch zahlreiche Darstellungen von Dinosauriern verstärkt wird.
Café geöffnet
Das Café ist sowohl während der Ausstellungen als auch in der ausstellungsfreien Zeit geöffnet. Genießen Sie Kaffee- und Teespezialitäten, leckere Kaltgetränke sowie Kuchen und Brote in Bioqualität auf der Sonnenterasse oder drinnen.
Öffnungszeiten
Dienstag und Mittwoch 11 bis 18 Uhr
Donnerstag 11 bis 20 Uhr
Freitag bis Sonntag 11 bis 18 Uhr
Museum Fridericianum
Anschrift
Friedrichsplatz 18
34117 Kassel