Hilfe zur stationären Pflege - Heimbetreuung (Sozialhilfe)

Ein Anspruch auf Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung und ggf. Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch (SGB) 12 für vollstationäre Pflege besteht, wenn häusliche/teilstationäre Pflege nicht mehr möglich ist.

Pflegekraft mit Seniorin

Beschreibung

Leben Sie als Mensch mit Behinderung (Pflegegrad 2 bis 5) in einer vollstationären Einrichtung, z.B. in einer Einrichtung über Tag und Nacht, in der 

•    die Teilhabe am Arbeitsleben, 
•    an Bildung 
•    die soziale Teilhabe, 
•    die schulische Ausbildung oder 
•    die Erziehung von Menschen mit Behinderungen 


im Vordergrund stehen? 

Dann übernimmt die Pflegekasse 15 Prozent der Kosten. 

Die Aufwendungen der Pflegekasse dürfen im Einzelfall je Kalendermonat 266 Euro nicht überschreiten. 

Dies gilt auch für besondere Wohnformen (mehrere Personen mit Behinderung gemeinsam in einem Wohnheim/einer Wohngruppe). Dabei müssen

•    das gemeinsame Wohnen und die Eingliederung in die Gesellschaft im Vordergrund stehen,
•    das Wohn- und Betreuungsgesetz Anwendung finden, 
•    der Umfang der Betreuung weitgehend der Versorgung in einer vollstationären Einrichtung entsprechen. 

Beanspruchen Sie für die Tage, an denen Sie zu Hause gepflegt und betreut werden, anteiliges Pflegegeld, gelten die Tage der An- und Abreise als volle Tage der häuslichen Pflege.

Umfang der Leistungen

  • teilstationäre Pflege in Tagespflegeeinrichtungen
  • Kurzzeitpflege, Verhinderungspflege
  • Stationäre Pflege, Barbetrag, einmalige Beihilfen
  • Hilfsmittel

Gegebenenfalls besteht auch ein Anspruch auf Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch (SGB)12.

Reichen die Leistungen der Pflegeversicherung nicht aus, um die Kosten der Einrichtung zu decken, besteht möglicherweise ein Anspruch auf Übernahme der Restkosten durch das Sozialamt.

Leistungen der Pflegeversicherung sind vorrangig.

Einsatz des Einkommens
Eigenes Einkommen ist in voller Höhe einzusetzen. Einkommen des Ehegatten/Lebenspartners sind im Rahmen einer Kostenbeitragsberechnung möglicherweise anzurechnen.

Einsatz des Vermögens
Daneben ist zu prüfen, ob der Bedarf nicht zunächst durch das Vermögen des Antragstellers bzw. durch die Haushaltsgemeinschaft abzudecken ist. Nicht als Vermögen angerechnet werden zum Beispiel Geldbeträge bis zu einem Betrag von 5.000 € bei Alleinstehenden und 10.000 € bei nicht getrenntlebenden Ehepaaren/eheänlichen Gemeinschaften/Lebenspartner sowie selbst genutzte kleine Hausgrundstücke.

Anschrift und Öffnungszeiten

Eingliederungshilfe, Hilfe zur Pflege

Anschrift

Rathaus
Obere Königsstraße 8
34117 Kassel

Ähnliche Dienstleistungen

Erläuterungen und Hinweise

Glossar

Voll-stationäre Pflege (vollstationäre, Pflege)

Voll-stationäre Pflege (vollstationäre, Pflege)

Das ist eine bestimmte Art von Pflege.
Man bekommt sie nur in einem Pflege-Heim.
Das bedeutet:
Eine Person wird Tag und Nacht in einem Pflege-Heim gepflegt.

teil-stationäre Pflege (teilstationäre, Pflege)

teil-stationäre Pflege (teilstationäre, Pflege)

Das ist eine bestimmte Art von Pflege.
Es kann Pflege am Tag sein.
Es kann auch Pflege in der Nacht sein.
Diese Art von Pflege bekommt man nicht länger als 24 Stunden.
Und man bekommt diese Art von Pflege nur eine bestimmte Zeit.

Haushalts-Gemeinschaft (Haushaltsgemeinschaft)

Haushalts-Gemeinschaft (Haushaltsgemeinschaft)

Das ist eine Gruppe von Personen.
Sie sind miteinander verwandt.
Sie leben zusammen in einer Wohnung.
Alle bezahlen etwas im Haushalt.

Miet-Zuschuss (Wohngeld, Mietzuschuss)

Miet-Zuschuss (Wohngeld, Mietzuschuss)

Das ist Geld vom Staat.
Dieses Geld ist für die Miete.
Wenn man seine Miete nicht allein bezahlen kann.
Man kann auch Wohn-Geld dazu sagen.

Eingliederungs-Hilfe (Eingliederungshilfe)

Eingliederungs-Hilfe (Eingliederungshilfe)

Das ist Hilfe für Menschen mit Behinderungen.
Und für Menschen, die von einer Behinderung bedroht sind.
Zum Beispiel:
Wenn man wegen einer Krankheit eine Behinderung bekommt.

Diese Hilfe soll das Leben mit einer Behinderung leichter machen.
Und sie soll mehr Teilhabe möglich machen.
Damit Menschen mit Behinderungen alles mit-machen können.

Nachlass

Nachlass

Wenn eine Person gestorben ist.
Dann bleiben von dieser Person diese Sachen übrig:

  • Geld.
  • Verträge.
  • Eigentum.

Das alles nennt man Nachlass.

Behandlungs-Pflege (Behandlungspflege)

Behandlungs-Pflege (Behandlungspflege)

Das ist eine medizinische Pflege.
Diese Pflege wird von Fach-Leuten gemacht.
Man braucht dafür ein Rezept von einem Arzt.

Im 5. Buch von diesem Gesetz steht mehr über diese Pflege:
Sozial-Gesetz-Buch

Rehabilitation (Wieder-Eingliederung)

Rehabilitation (Wieder-Eingliederung)

Das heißt Wieder-Eingliederung.
Es bedeutet:
Etwas wieder so machen wie vorher.
Zum Beispiel:
Nach einer Krankheit wieder so arbeiten wie vor der Krankheit.
Oder nach einem Unfall wieder so gesund sein wie vor dem Unfall.
Es bedeutet auch:
Teilhabe beim Zusammen-Leben mit anderen Menschen bekommen.

Gund-Sicherung (Grundsicherung)

Gund-Sicherung (Grundsicherung)

Das ist Hilfe vom Staat.
Wenn das Geld zum Leben nicht aus-reicht.
Diese Hilfe bekommt jede Person, die in Deutschland lebt.

stationäre Pflege (stationär)

stationäre Pflege (stationär)

Stationär bedeutet:
Etwas ist an einem Ort.
Es bleibt auch an diesem Ort.

Stationäre Pflege bedeutet:
Diese Pflege wird immer in einem Pflege-Heim gemacht.

Wohn-Geld (Wohngeld)

Wohn-Geld (Wohngeld)

Das ist Geld vom Staat.
Es ist für die Miete.
Wenn man seine Miete nicht selbst bezahlen kann.

integrativ (Inklusion)

integrativ (Inklusion)

Das bedeutet:
Alle machen etwas zusammen.
Niemand wird ausgeschlossen.

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