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Gemeinsam zum Kohleausstieg

Einigkeit zwischen Oberbürgermeister Christian Geselle und dem Bündnis „kassel kohlefrei“

Die Stadt Kassel hat sich das Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2030 klimaneutral zu werden. Um dieses Ziel zu erreichen, sind viele einzelne Schritte nötig. Eine wichtige Maßnahme ist die geplante Umstellung des Kasseler Fernwärmekraftwerks an der Dennhäuser Straße von Kohle auf die klimaneutralen Brennstoffe Klärschlamm und Altholz. Darin sind sich Vertreter des Aktionsbündnisses „kassel kohlefrei“ und Oberbürgermeister Christian Geselle, die sich in der vergangenen Woche erneut zu einem Austausch im Rathaus trafen, einig.

„Inhaltlich sind wir uns nahe“, betonte Geselle mit Blick auf notwendige klimapolitische Veränderungen. Als Aufsichtsratsvorsitzender der Kasseler Verkehrs- und Versorgungs-GmbH, deren Tochterunternehmen die Städtische Werke Energie+Wärme GmbH ist, stehe er zu dem Ziel, dass das Fernwärmekraftwerk Kassel spätestens im Laufe des Jahres 2025 keine Kohle mehr zur Erzeugung von Energie einsetzen wird. Eine entsprechende Zielvorgabe des Aufsichtsrates wolle er gemeinsam mit KVV-Geschäftsführer Dr. Michael Maxelon in der nächsten Aufsichtsratssitzung einbringen und anschließend veröffentlichen.

„Das Engagement der 7.500 Menschen, die mit uns für den Kohleausstieg eingetreten sind, hat sich absolut gelohnt,“ stellt Marie Ossenkopf, Sprecherin von „kassel kohlefrei“, zufrieden fest. Wenn die nötigen Genehmigungsverfahren ohne große Verzögerungen ablaufen, könne Kassel schon 2023 den wichtigen Schritt des Kohleausstiegs abgeschlossen haben. 

„Zur Klimaneutralität sind allerdings noch viele weitere Schritte notwendig. Da sind wir alle gefragt: Politik und Verwaltung, Zivilgesellschaft und Wirtschaft,“ so Ossenkopf. Bei Neu-Investitionen brauche es mutige Entscheidungen, um fossile Energieträger auszuschließen.

Oberbürgermeister Christian Geselle unterstrich sein Interesse, mit Vertreterinnen und Vertretern des Bündnisses „kassel kohlefrei“ weiterhin in Kontakt zu bleiben und den Austausch fortzusetzen.

Hintergrund

Zunächst hatte die Städtischen Werke Energie+Wärme GmbH die Umrüstung von Kohle auf getrockneten Klärschlamm und Altholz bis zum Jahr 2030 geplant, inzwischen aber erklärt, bis 2025 die Verbrennung von Kohle zu beenden. Deutschland wird bis spätestens 2038, möglichst schon 2035, aus der Kohleverstromung aussteigen. Laut dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) sinken mit dem kontinuierlichen Kohleausstieg bundesweit die CO2-Emissionen zwischen 2020 und 2030 voraussichtlich um rund zehn Millionen Tonnen pro Jahr.

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