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Kasseler Kunstpreis

Der Kasseler Kunstpreis wird jährlich von der Dr. Wolfgang Zippel-Stiftung an junge Künstlerinnen und Künstler der Musik und der bildenden Kunst aus Nordhessen verliehen. Er ist mit jeweils 5.000 Euro dotiert.

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Ehrung in einer Videokonferenz

Im Juli dieses Jahres wurden mit Hannah Meisinger, Jan Grebenstein sowie Helena Schätzle die Preisträgerinnen und Preisträger des Kasseler Kunstpreis 2020 der Dr. Wolfgang Zippel–Stiftung sowie des Doris Krininger Preises bekannt gegeben. Die damit verbundene Veranstaltung zur Preisverleihung kann in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie und der daraus resultierenden Einschränkungen leider nicht stattfinden.

Die Prämierung der der Preisträgerinnen und Preisträger des Kasseler Kunstpreises 2020 der Dr. Wolfgang Zippel-Stiftung fand in diesem Jahr bei einer Videokonferenz statt. Der Screenshot zeigt die Mitglieder des Stiftungsrats und die prämierten Künstlerinnen und Künstler.

Vorstellung der Preisträgerinnen und Preisträger in einem Film

In diesem Jahr stellen sich die Preisträgerinnen und Preisträger und ihre Arbeit jeweils in einem filmischen Beitrag vor. Kulturdezernentin Susanne Völker erklärt dazu: „Es ist wichtig, für Würdigungen wie der Preisverleihung des Kasseler Kunstpreis 2020 der Dr. Wolfgang Zippel-Stiftung geeignete Formate auch während der Pandemie zu finden. Denn so können wir auch unter den geltenden Einschränkungen unsere Anerkennung für die Preisträgerinnen und Preisträger ausdrücken und die notwendige und verdiente Öffentlichkeit und Sichtbarkeit für ihre künstlerischen Leistungen herstellen. Auf persönliche Begegnungen im kommenden Jahr freuen wir uns.“  

Die filmischen Portraits werden von schriftlichen Laudationes begleitet, die von den Mitgliedern des Stiftungsrates der Dr. Wolfgang Zippel-Stiftung zu den ausgezeichneten Künstlerinnen und Künstlern verfasst wurden. 

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Die Preisträgerinnen und Preisträger 2020

Hannah Meisinger - Preisträgerin im Bereich Bildende Kunst

Hannah Meisinger (*1990) war in den Jahren 2018 und 2019 Meisterschülerin bei Prof. Johannes Speer und schloss ihr Studium der Bildenden Kunst an der Kunsthochschule Kassel 2018 ab. Sie erhielt das Stipendium der Künstlerstadt Kalbe und für ihre Abschlussarbeit das Stipendium des Otto-Braun-Fonds. Ihre künstlerischen Arbeiten sind bereits in zahlreichen Ausstellungen gezeigt worden. Ihre aktuelle Arbeit, die sie mit dem Preisgeld der Dr. Wolfgang Zippel-Stiftung weiter verfolgen möchte, beschäftigt sich mit performativen Elementen und gesellschaftspolitischen Fragen: dem Traum vom Eigenheim, einem Haus als Sinnbild, in dem das Spannungsfeld zwischen Innen und Außen, Öffentlichem und Privatem, Repräsentation und Diskretion untersucht werden soll; ein Raum mit verschwimmenden Grenzen aus Malerei, Architektur, Collagen und Installationen. Die Umsetzung dieses Projekts plant Hannah Meisinger in Leerständen und Freiflächen in der Kasseler Nordstadt mit dem Ziel, die begehbare Rauminstallation möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen.


Jan Grebenstein - Preisträger im Bereich Intermediale Kunst

Jan Grebenstein (*1989) ist mit seiner umfassenden künstlerischen Arbeit nur schwer einem einzelnen Genre zuzuordnen. Deshalb entschied sich der Stiftungsrat, ihm den Intermedialen Kunstpreis zu verleihen. Der gebürtige Nordhesse ist Mediengestalter und Absolvent des Studiums der Visuellen Kommunikation an der Kunsthochschule Kassel. Seit 2011 arbeitet Jan Grebenstein vorrangig als freiberuflicher Grafiker und Musiker in Kassel. In seiner Arbeit verflechtet er Bild und Ton auf besondere Weise. Dabei sucht er oft den Dialog mit anderen (internationalen) Künstlerinnen und Künstlern. Über die Grenzen Kassels hinaus erreichen seine von ihm selbst als Technokunst bezeichneten Arbeiten ein Publikum in Städten wie Los Angeles, San Francisco, Chicago, Amsterdam oder Berlin. "Echte" Instrumente mit generativen Visuals verknüpfend, verarbeitet er in seinem Werk zukunftsweisende Themen wie etwa Künstliche Intelligenz.


Helena Schätzle - erste Preisträgerin des Doris Krininger Preises

Helena Schätzle (*1983) studierte Visuelle Kommunikation mit dem Schwerpunkt Fotografie an der Kunsthochschule Kassel. Schon während ihres Studiums entwickelte Helena Schätzle einen fotografisch-dokumentarischen Ansatz, mit dem sie auf gesellschaftlich relevante und sozialkritische Themen aufmerksam macht. Die Fotografie nutzt sie insbesondere, um sich für die Gleichberechtigung Aller einzusetzen, selber von der Welt zu lernen und Blickwinkel einzunehmen, die den meisten Menschen verborgen bleiben. Dafür begibt sich Helena Schätzle auf Reisen, die sie auch immer wieder nach Indien führen. Durch die intensive Auseinandersetzung vor Ort gelingt es ihr, eine möglichst authentische Bestandsaufnahme der problematischen Lebenssituationen der Menschen, insbesondere indischer Frauen, zu beleuchten. Für ihre  Arbeit "Leben nach dem Überleben" reiste sie hingegen nach Israel, begleitete dort Überlebende des Holocaust und ihre Familien und schaffte so ein visuelles Gedenken gegen das Vergessen. Das dazu erschienene Buch ist mit einem Vorwort von Frank-Walter Steinmeier 2016 veröffentlicht worden und die daraus entstandene Foto-Ausstellung tourt ebenfalls seit 2016 durch Deutschland. Diese Arbeit wurde außerdem mit dem ersten Preis des Alfred Fried Photography Awards ausgezeichnet.


Fördermittel in Höhe von 16.800 Euro für Kasseler Kulturschaffende

In diesem Jahr wurden insgesamt 16.800 EUR aus Mitteln der Dr. Wolfgang Zippel-Stiftung an Kasseler Kulturschaffende vergeben. Die folgenden Akteurinnen,  Akteure und Projekte werden in diesem Jahr mit einer Förderung bedacht: Das Kuratorenteam 387 für das Ausstellungsprojekt 2020, das AktionsTheaterKassel für ein Schauspielprojekt, die Galerien der Kasseler Südstadt für das Galeriefest 2020, die Galerie Feiertag für das Kulturprogramm 2020, Bettina Helmrich für ein  Tanzprojekt, die Initiative Bergpark-Konzerte für die Konzerte von "Level Eleven", die Initiative Internationales Chor- und Musikfestival, das Projektteam um Ji-Youn Song für eine  Veranstaltungsreihe , das Labor Ost - Tanz und Theater e.V. für eine  Tanzproduktion mit Jugendlichen, Dennis Marställer und sein Kunstprojekt "Humor", Steffen Moddrow mit "Zwischen Weckewerk und Schlagwerk", das Moving Orchestra für Tanz- und Musikperformance, rotopol für das Ausstellungsprogramm 2020, Shelter Sounds für die Konzertreihe 2020 , Sofia Sheynkler für ihre Stückentwicklung "Mazel Tov" sowie das Trio Omphalos und das Zentrum für Interkulturelle Musik e.V. mit ihren jeweiligen Konzertreihen 2020.

Ankäufe für die Artothek

Insgesamt werden in diesem Jahr Kunstwerke im Wert von 6.820 EURO von folgenden Künstlerinnen und Künstlern für die Artothek Kassel angekauft: Linus Clostermann, Hase & Zinser, Tanja Jürgensen, Josha Lohrengel, Maxi Neuses, Max Sand und Naisira Turganbaj.

Hintergrund

Förderung junger Musiker und bildender Künstler

Der Kasseler Kunstpreis wird seit 1992 jährlich von der Stiftung "Kasseler Kunstpreis Dr. Wolfgang Zippel-Stiftung" verliehen. Stiftungsvorstand ist der Magistrat der Stadt Kassel, dem ein siebenköpfiger Stiftungsrat zur Seite steht.

Ihr Entstehen verdankt die Stiftung Dr. Wolfgang Zippel, der 1923 in Kassel geboren wurde und der Stadt Kassel bei seinem Tod im Jahr 1990 Barvermögen und Sachwerte zum Zwecke der Stiftungsgründung vermachte.

Zweck der Stiftung ist die Förderung der bildenden Kunst und der Musik. Im Zentrum steht dabei die jährliche Vergabe des Kasseler Kunstpreises an bis 30 Jahre alte Künstlerinnen und Künstler aus der Region. Darüber hinaus vergibt die Stiftung Projektmittel zur Förderung künstlerischer Vorhaben und zum Ankauf von Kunstwerken für die Kasseler  Artothek.

Dem aktuellen Stiftungsrat gehören Kulturdezernentin Susanne Völker als Vorsitzende, Professor Joel Baumann, Milen Krastev, Andrea Linnenkohl, Olaf Pyras, Dr. Volker Schäfer und Hartmut Schmidt an.

Seit 2020 kann die Dr. Wolfgang Zippel-Stiftung durch ein Vermächtnis von Doris Krininger ihr Wirken weiter entfalten und ausbauen. Bis zum ihrem Tod 2018 war Doris Krininger langjähriges Mitglied des Stiftungsrats. Um Kasseler Künstlerinnen und Künstler primär ab 35 Jahre zu fördern, vermachte sie der Stiftung einen Teil ihres Nachlasses.

Video 25 Jahre Kasseler Kunstpreis

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