Kulturpreis der Stadt Kassel

Der Kulturpreis der Stadt Kassel würdigt herausragende Kulturprojekte aus allen Sparten.

Liste der Geehrten ist das „Who´s Who“ der Kasseler Kulturszene

Seit 1987 vergibt die Stadt Kassel einen Förderpreis für herausragende Kulturprojekte aus allen Kunstsparten. Ausgezeichnet werden Vereine, Kulturinitiativen, Nachwuchskünstlerinnen und -künstler sowie Künstlergruppen aus Kassel. Die Preisverleihung ist gleichzeitig eine beliebte Kulturveranstaltung, denn das Programm gestalten die Preisträgerinnen und Preisträger selbst und überraschen jedes Mal mit ihren kreativen Beiträgen. Der Kulturförderpreis wurde 2018 in den Kulturpreis der Stadt Kassel und den Kulturförderpreis umgewandelt. Die Preise sind mit insgesamt 7.500 Euro dotiert. Über die Vergabe entscheidet der Magistrat der Stadt Kassel auf Vorschlag der kulturpolitischen Sprecher aller Fraktionen.

Kulturpreis 2025

Der Kulturpreis der Stadt Kassel geht dieses Jahr an „collACTiv““ sowie an „KUNST + kaviar“. Beide Projekte erhalten jeweils 3.000 Euro. Der Kulturförderpreis der Stadt Kassel 2025 in Höhe von 1.500 Euro wird an das „BEAT‐Projekt“ verliehen. Die Preisverleihung fand am Sonntag, 23. November, im Schauspielhaus des Staatstheaters Kassel statt.

Die ausgezeichneten Projekte verbindet ihr Engagement für kulturelle Bildung, Teilhabe und kreatives Empowerment. Ob durch generationsübergreifende Theaterarbeit, humorvolle und zugängliche Kunstvermittlung oder musikalische Grundlagenarbeit – sie schaffen niedrigschwellige Zugänge zu Kultur und stärken individuelle Ausdruckskraft, soziale Kompetenzen sowie Gemeinschaftssinn.

Oberbürgermeister Sven Schoeller

CollACTiv

Geschichten sammeln, spielen, auf der Bühne stehen: collACTiv macht’s möglich: CollACTiv wurde 2021 von Schauspieler und Theaterpädagoge Thomas Hof und der Regisseurin und Theaterpädagogin Patrizia Schuster ins Leben gerufen. Beide verbindet eine Leidenschaft für generationsübergreifende partizipativ‐künstlerische Formate. CollACTiv setzt sich zusammen aus drei Säulen: unter dem Bereich collect (sammeln) entstehen Audiowalks mit Hörspielcharakter zu diversen Themen. Sammeln und Erzählen von Geschichten, das steht im Vordergrund. Aktiv werden können Kinder und Erwachsene in passgenauen theaterpädagogischen Workshopprogrammen. Geschichten erfinden und spielerisch soziale Kompetenzen lernen gehen Hand in Hand. Und in verschiedenen Theaterprojekten bietet collACTiv schauspielbegeisterten Amateurinnen und Amteuren eine Bühne(act). 


KUNST + kaviar

KUNST + kaviar denkt Kunstvermittlung neu: charmant, kompetent und unkonventionell: Anjelika Spöth und Karina Chernenko sind unter dem Namen „KUNST + kaviar“ mit innovativen Formaten in der Kunstvermittlung tätig. Beide sind nicht nur Kunsthistorikerinnen, sondern auch Tochter und Mutter. Sie vereint die Begeisterung für Kunst‐ und Kulturgeschichte und deren Bildung und Vermittlung. Sie legen besonderen Wert darauf, Zugänge zu Kunst zu finden, die Menschen jenseits des klassischen Kulturbürgertums ansprechen. Ihre Vermittlungsformate wie „Rauf und runter – Der sportliche Besuch“ zum Bergpark Wilhelmshöhe sind voller Humor. KUNST + kaviar öffnet Türen und Zugänge, charmant und kompetent und sprechen auch so manchen selbsternannten „Kunstbanausen“ an. Sogenannte „Hochkultur“ für alle in dieser Form zu vermitteln, ist ein wahres Kunststück und eine Bereicherung für Kassel als Kunst‐ und Museumsstadt. 


BEAT‐Projekt

Mit Musik Empowerment schaffen: Das BEAT‐Projekt als Plattform für junge Talente – Das BEAT‐Projekt ist ein musikalisches Bildungsformat, bei dem insbesondere Jugendliche aus bildungsbenachteiligten Stadtteilen Zugang zu musikalischer Förderung erhalten. Beim BEAT‐Projekt erfahren junge Menschen über Musik Beteiligung, Erfahrung und Austausch im Team. BEAT beschäftigt derzeit rund 30 Kreative sowie Musikerinnen und Musiker aus den Bereichen Berufsmusik, Pädagogik, Coaching und weiteren Fachdomänen. Es sind bereits zahlreiche Musik‐Kollaborationen entstanden. Die Jugendlichen verarbeiten ihre Gedanken und Gefühle musikalisch und haben dabei stets das Zepter in der Hand: Vom Tonstudio über die technische Bearbeitung bis zur Covergestaltung und Ergebnispräsentation entscheiden sie selbst, was und in welcher Form am Ende herauskommt.