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Außenkunstwerk Wesert(h)orkugeln

Im Stadtteil Wesertor – konkret auf der Grünanlage Finkenherd – wurde am 06. August 2019 ein neuer baulich-künstlerischer Beitrag im öffentlichen Raum der Stadt Kassel in Augenschein genommen und feierlich eröffnet.

Die Kulturdezernentin Susanne Völker sowie Stadtbaurat Christof Nolda waren anwesend, um das Kunstwerk offiziell einzuweihen.

Im Kunstwerk sind die im Jahr 2013 gefundenen Sandsteinkugeln integriert, die bei Tiefbauarbeiten auf dem Gelände des Kinderbauernhofs entdeckt wurden. Vermutlich waren diese einst Teil eines Stadttores, das als „Weser-Thor“ bekannt war. Ob die Sandsteinkugeln tatsächlich die Torpfeiler dieses Stadttores krönten, kann allerdings nicht mit fundierten Quellen belegt werden. Lediglich weisen Gemäldezeichnungen auf das damalige Vorhandensein von Sandsteinkugeln sowie auf den Standort an der Kreuzung Katzensprung hin. Das einstige Wesert(h)or gilt als Namensgeber des heutigen Stadtteils.

Mit dieser Kenntnis schloss im Frühjahr 2017 der Ortsbeirat Wesertor den Entschluss ein Außenkunstwerk realisieren zu lassen, welches genau diese historisch wertvollen Kugeln ins richtige Licht setzen soll. 

Mit Beachtung des historischen Hintergrundes entwarf und realisierte der Kasseler Künstler Günther Stangelmayer das Außenkunstwerk mit dem Titel „Wesert(h)orkugeln“, das als baulich-künstlerische Installation an das ehemalige Stadttor erinnern soll.

Das Kunstwerk besteht aus zwei rechteckigen Rahmen aus dem Werkstoff Metall, die im Boden fest verankert sind und aus der Vogelperspektive eine T-Form abbilden. Mit der Zeit wird das Kunstwerk eine rostige Patina erhalten, die über die nächsten Monate hinweg eine Veränderung der Außenhülle bedeuten wird. Weiterer Bestandteil des Kunstwerkes sind zwei Stelen mit den bereits oben beschriebenen Sandsteinkugeln.  Aus verschiedenen Betrachtungspositionen heraus verändern sich nicht nur die Proportionen der Metallkonstruktion, sondern dem Betrachter werden ebenfalls neue „eingerahmte“ Einblicke in die landschaftliche und urbane Situation ermöglicht. So entsteht eine neue Betonung der wechselseitigen Eingangssituation zwischen Grünanlage Finkenherd sowie dem angrenzenden Stadtraum.

Gefördert wurde das Projekt aus Mitteln des Bund-Länder-Programms „Soziale Stadt“ und ist somit Teil der Maßnahmen, die seit dem Jahr 2007 mittels Städtebauförderung im Stadtteil realisiert werden konnten. 

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