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Filme

In der Zentralbibliothek, der Jugendbücherei und allen Stadtteilbibliotheken können Spielfilme und Kinderfilme auf DVD und Blu-ray ausgeliehen werden.

Die Ausleihfrist beträgt 3 Wochen. Die Ausleihmenge ist unbegrenzt. Die Ausleihgebühr beträgt 1,50 € pro DVD/Blu-ray. Eine Verlängerung der Leihfrist ist nicht möglich.

Film-Tipp: Suspiria

von Kilian Bürger

Berlin 1977: Nach dem Tod ihrer Mutter entflieht die junge Susie Bannion (Dakota Johnson) ihrer streng gläubigen Familie und kommt ins geteilte Berlin, um hier an der Tanzakademie Markos zu studieren. Aufgrund ihres schieren Tanztalentes ergattert sie einen begehrten Ausbildungsplatz an der Tanzschule der legendären Madame Blanc (Tilda Swinton). Doch hinter deren Mauern scheinen gar unheimliche bis übernatürliche Dinge vor sich zu gehen. Wohin verschwand die bisherige Meisterschülerin Patricia (Chloe Grace Moretz)? Welche obskuren Diskussionen führen die Tanzlehrerinnen bei zu vielen Zigaretten am Esstisch? Und wie passt der alternde Psychiater Dr. Josef Klemperer in diese Geschichte? Schritt für Schritt offenbart sich ein düsteres Geheimnis…

Wer Dario Argentos Original aus dem Jahr 1977 kennt, der weiß in Grundzügen, was in der Neuinterpretation dieses Klassikers auf ihn zukommt. Luca Guadagnino („Call me by your name“) liefert dem Zuschauer hier keine zeitgemäß aufgehübschte Kopie des Originals, sondern vielmehr eine Hommage und erschafft ein ganz neues eigenes Werk. Das beginnt schon auf der rein visuellen Ebene: Statt auf farbenfrohe Neonfarben zu setzen, kleidet Guadagnino seinen Film in einen wesentlich dezenteren aber nicht minder beeindruckenden Look in blassem blau-braun, den 70ern entsprechend und eine bedrückende Atmosphäre schaffend.

Dass man es hier mit keinem Mainstream-Streifen zu tun hat, darüber sollte man sich im Klaren sein. Der Schrecken entfaltet sich hier nur langsam, dafür aber umso effektiver. Wer sich darauf einlassen kann und nicht daran stört, dass der Film seine unbequeme Geschichte über Okkultismus, politischen Widerstand und Vergangenheitsbewältigung eher assoziativ verhandelt, der wird sicher auch seine Freude an der gebotenen Fülle an Motiven und Metaphern finden. Am Ende bleibt der Film Geschmackssache: Für mich persönlich mehr als nur ein guter Horrorfilm, einer, der durchdrungen von feministischen Ideen und dem Thema der Täuschung aktueller nicht sein könnte, für manchen aber wohl eher in die Kategorie „verkopftes Arthouse-Kino“ fallen könnte.

Äußerst interessantes, ästhetisches Kino, wie man es aktuell nur selten zu sehen bekommt!

Standort: Zentralbibliothek (EG Spielfilm, Signatur: Sus)
Medien werden auf  Wunsch an den Standort Ihrer Wahl transportiert.

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