Filme

In der Zentralbibliothek, der Jugendbücherei und allen Stadtteilbibliotheken können Spielfilme und Kinderfilme auf DVD und Blu-ray ausgeliehen werden.

Die Ausleihfrist beträgt 3 Wochen. Die Ausleihmenge ist unbegrenzt. Die Ausleihgebühr beträgt 1,50 € pro DVD/Blu-ray. Eine Verlängerung der Leihfrist ist nicht möglich.

Film-Tipp: Schachnovelle

© STUDIOCANAL, 2021

Ein Filmtipp von Regina Rink

Eine Neuverfilmung der wohl bekanntesten Novelle des Dichters Stefan Zweig (1981-1942) kam 2021 in die deutschen und österreichischen Kinos. Der Filmstart wurde auf Grund der Corona Pandemie von Januar 2021 auf September 2021 verschoben.
Es ist das Jahr 1938. Im Mittelpunkt der Handlung steht der Notar Josef Bartok aus Wien. In einem Moment tanzt er noch mit seiner schönen Frau auf einem Wiener Ball, im nächsten Moment hat ihn die Gestapo bereits verhaftet. Warnungen diesbezüglich hatte er bis dahin nicht ernst genommen. Bartok verwaltete die Konten und Vermögen der reichen Wiener Gesellschaft. Die Zugänge dazu möchten die Nazis unbedingt haben. Da Bartok nicht kooperiert, wird er im Hotel Metropol, dem Hauptquartier der Gestapo, in Isolationshaft genommen. Ohne jegliche geistige Anregung soll sein Willen gebrochen werden. Sein geistiger Verfall schreitet, je mehr Zeit im einsamen Hotelzimmer vergeht, immer weiter voran. Grandios gespielt von Oliver Masucci (Enfant Terrible, Er ist wieder da).
Bis er eines Tages zufällig ein Schachbuch in die Hände bekommt. Er stahl es aus einer Manteltasche, als er auf sein Verhör warten musste. Zuerst tief enttäuscht, da es keine anspruchsvollere Lektüre ist, vertieft er sich dann aber in die Spielzüge. Diese Beschäftigung hindert ihn daran, wahnsinnig zu werden. Und er wird ein Meister im Schachspiel.
Die Rahmenhandlung des Films spielt auf einem Ozeandampfer in Richtung Amerika. Nach seiner Entlassung auf dem Weg in die Freiheit, trifft der traumatisierte Bartok auf den amtierenden Schachweltmeister Mirko Czentovic. Eine Begegnung auf dem Schachbrett ist unvermeidlich.
Der Film hält sich nicht exakt an die literarische Vorlage, sondern ist eine Adaption des Werkes von Zweig. Stefan Zweig hatte die Novelle 1942, kurz vor seinem Selbstmord im brasilianischen Exil geschrieben.
Sehr empfehlenswert, großartig gespielt und eine Erinnerung an die Schrecken des Nationalsozialismus. Der Film hat mich auch angeregt, Zweigs Novelle noch einmal zu lesen.

Standort: In der Zentralbibliothek (EG Spielfilm Literaturverfilmung, Signatur Schac)
Medien werden auf Wunsch an den Standort Ihrer Wahl transportiert.

Katalog und Lesekonto
Onleihe Verbund Hessen