Urbane Waldgärten für Kassel

Im Stadtgebiet Kassel werden in den nächsten Jahren zwei urbane Waldgärten angelegt. Diese werden aus vorwiegend essbaren Pflanzen bestehen. Die Gestaltung der Waldgärten lehnt sich an den schichtweisen Aufbau eines Laubwaldes an. Sie soll vielfältige positive ökologische, klimatische und soziale Aspekte fördern.

Sensenkurs: 28. Mai von 10 bis 15 Uhr

Nach der Aktion „Making Sense“ vergangenes Jahr auf dem Friedrichsplatz in Kassel gibt Marlon Middeke diesen Sommer einen Sensenkurs auf der Projektfläche des Urbanen Waldgartens am Wahlebach. Neben einem theoretischen Input wird es viel Zeit und Fläche zum Üben und Praktizieren geben. Sensen ist neben dem herkömmlichen Mähen einer Wiese eine sehr meditative und auch soziale Aktivität. Zusätzlich ist dieses Vorgehen beim Schnitt einer Wiese besonders umweltschonend. Für ausreichend Sensen und eine schmackhafte Mittagsverpflegung wird gesorgt.

Bitte unter  kasselurbane-waldgaertende anmelden.

Das Projekt wird im  Bundesprogramm Biologische Vielfalt (Öffnet in einem neuen Tab) gefördert. Neben dem Umwelt- und Gartenamt der Stadt Kassel sind die Universität Potsdam, der Bezirksverband Berlin-Süden der Kleingärtner e.V. und das Freilandlabor Britz e.V. an der modellhaften Umsetzung des Projektes beteiligt.

Kassel gilt schon jetzt als eine der grünsten Großstädte Deutschlands mit einer langen gartenhistorischen Tradition und einer lebendigen gartenkulturellen Szene, die sich durch unterschiedlichste Projekte, Gemeinschaftsgärten und Urban‐Gardening‐Aktivitäten in vielen Stadtteilen auszeichnet. Das Umwelt‐ und Gartenamt unterstützt dieses bürgerschaftliche Engagement, das zur Erhöhung der Biodiversität, des Umweltbewusstseins und der Attraktivität der Stadt als Wohn‐ und Lebensort beiträgt. Das neue Waldgartenprojekt strebt eine langfristige, multifunktionale Flächennutzung im urbanen Raum an. Das Projekt wird während seiner sechsjährigen Laufzeit durch die Universität Potsdam koordiniert und wissenschaftlich begleitet. 

Das Projekt wird im  Bundesprogramm Biologische Vielfalt (Öffnet in einem neuen Tab) mit rund 4,85 Millionen Euro durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums gefördert. Weiterhin beteiligt sich die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz des Landes Berlin (SenUVK) an der Förderung.

Bis 2027 werden insgesamt drei modellhafte urbane Waldgärten in Berlin und Kassel realisiert. Der erste Waldgarten in Kassel entsteht derzeit im Wahlebachgrünzug in Waldau. Dort wurde bereits ein erster Baum gepflanzt: Die Kulturapfelsorte Gravensteiner, die seit dem 17. Jahrhundert in Dänemark und Norddeutschland bekannt ist. Im Herbst dieses Jahres sind weitere Pflanzungen geplant. Ein weiterer urbaner Waldgarten könnte im Bereich der Marbachshöhe realisiert werden.

Das Projekt „Urbane Waldgärten: Mehrjährig, mehrschichtig, multifunktional“ wird gefördert im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit.