Das Glas der Vernunft

Der Kasseler Bürgerpreis „Das Glas der Vernunft“ wird jährlich an Personen oder Institutionen verliehen, die mit ihrem Wirken den Idealen der Aufklärung in besonderer Weise dienen.

Vorstand von Reporter ohne Grenzen (von links): Michael Rediske; Katja Gloger; Matthias Spielkamp; Gemma Pörzgen; Martin Kaul

Preisträger 2021: Reporter ohne Grenzen

2021 wurde der Kasseler Bürgerpreis „Das Glas der Vernunft“ zum 30. Mal verliehen. Die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung ging an die deutsche Sektion des globalen Netzwerkes Reporter ohne Grenzen. 

Der Verein würdigt mit der Preisvergabe den Mut der Reporterinnen und Reporter, die einen investigativen Journalismus und eine unabhängige Berichterstattung verteidigen. Vorstand und Kuratorium zeichnen die Reporter ohne Grenzen auch dafür aus, dass die Organisation mit ihrem großartigen Engagement die Welt schon oft "wachgerüttelt" hat.  

Über Reporter ohne Grenzen
Die deutsche Sektion der 1985 gegründeten internationalen Organisation Reporters sans frontières ist seit 1994 von Berlin aus aktiv.  Reporter ohne Grenzen (Öffnet in einem neuen Tab) dokumentiert Verstöße gegen die Presse- und Informationsfreiheit weltweit und alarmiert die Öffentlichkeit, wenn Journalistinnen und Journalisten sowie deren Mitarbeiter in Gefahr sind. Mit ihrem Nothilfereferat gibt sie nicht nur Opfern ein Gesicht, benennt Täter und veröffentlicht Zensur oder den Einsatz von Überwachungstechnik. Sie übernimmt auch Anwaltskosten und ersetzt zerstörte oder beschlagnahmte Ausrüstung und setzt sich dafür ein, dass die Journalistinnen und Journalisten ihre Arbeit fortsetzen können.

Der Kasseler Bürgerpreis - Hintergrund

Kasseler Bürgerinnen und Bürger haben 1990 den Kasseler Bürgerpreis "DAS GLAS DER VERNUNFT" gestiftet. Anlass war die Wiedervereinigung Deutschlands am 3. Oktober 1990 und die damit verbundene Zusammenführung der geschichtlich und kulturell eng verbund­enen Regionen Nordhessen und West-Thüringen.

Die Auszeichnung wird seit 1991 jährlich an Personen oder Institutionen vergeben, die sich in besonderer Weise um die Überwindung ideologischer Schranken, Vernunft und Toleranz gegenüber Andersdenkenden verdient machen. Zusätzlich zum Preisgeld, das von Kasseler Bürgerinnen und Bürgern finanziert wird, erhält der Preisträger eine vom Kasseler Kunstprofessor Karl Oskar Blase gestaltete Skulptur.