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Nowy Urengoi: energiegeladene Kooperation

Auf dem Fundament einer starken ökonomischen Beziehung fußt die Städtekooperation Kassels mit dem russischen Nowy Urengoi: Seit 2003 betreiben dort die russische Gazprom und die Kasseler Wintershall ein Gemeinschaftsprojekt zur Erdgasgewinnung aus einem der größten Vorkommen der Welt.

Energiegeladen: Die Städtekooperation Kassel -Nowy Urengoi (Sibirien)

Im Jahr 2005 wurde zwischen den Städten Kassel und Nowy Urengoi eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Komplettiert wird die Partnerschaft durch die Universität Kassel. 

Die meisten Einwohner sind jünger als 30 Jahre

Die russische Großstadt Nowy Urengoi (rund 120.000 Einwohner) liegt im Autonomen Kreis der Jamal-Nenzen im nördlichen Westsibirien, rund 2400 Kilometer von Moskau entfernt. Bis Mitte der 60er Jahre war die Gegend um das heutige Nowy Urengoi noch weitgehend unbewohnt. Nachdem im Jahr 1966 die Erschließung des Urengoi-Gasfeldes begann, entstand 1975 aus den Siedlungen für die Beschäftigten Nowy Urengois. 2004 überschritt die Kommune die Zahl von 100.000 Einwohnern und ist nun Großstadt.

In Nowy Urengoi herrscht Kontinentalklima, und der Winter dauert 284 Tage im Jahr. Die Temperaturen können bis auf -47° Celsius sinken. Der Sommer dauert um die 35 Tage im Jahr, dann liegt die Durschnittstemperatur bei +12°C. Die Einwohner sind jung: Die meisten sind unter 30 Jahre, darunter auch die rund 4000 Studierenden der verschiedenen Hochschulen. In der Stadt gibt es über 2000 Organisationen und Betriebe. Die wirtschaftliche Basis Nowy Urengois ruht auf der Industrie, vor allem den drei größten Tochtergesellschaften der Gazprom: Sie produzieren gemeinsam drei Viertel des gesamten russischen Erdgases, das durch Pipelines bis nach Europa fließt.

Partner sind die Universität Kassel, Wintershall und zwei Schulen

Die Städtekooperation dient dem kontinuierlichen Erfahrungsaustausch sowie der Förderung des gegenseitigen Verständnisses. Weitere Kooperationspartner sind die Wintershall Holding GmbH und die Universität Kassel. Im Rahmen der Zusammenarbeit finden regelmäßige Online- oder Videokonferenzen sowie einmal jährliche gegenseitige Praxisbesuche statt, bei denen ein reger Austausch zwischen sachverständigen Personen zu ausgewählten Themen stattfindet. Durch die wechselnden Interessenlagen nehmen außer den ständigen Projektbeauftragten und -beteiligten auch wechselnde Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kooperationspartner teil. Auf diese Weise entsteht eine breit angelegte gegenseitige Wissensvermittlung.

Durch die mehrjährige Städtekooperation sind inzwischen auch freundschaftliche Beziehungen unter Beteiligten entstanden.

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