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Izmit/Kocaeli: Erdbeben schuf Zusammenhalt

Ein schweres Erdbeben in der westlichen Türkei mit über 18.000 Toten stand am Anfang dieser Städtepartnerschaft. Anfang 2000 leistete Kassel tätige Hilfe, sogar ein Waisenhaus entstand am Marmarameer.

Partnerschaft nach Erdbeben

Eine Naturkatastrophe stand am Anfang dieser Verbindung: Nach einem Erdbeben am Marmarameer 1999 mit einer Stärke von 7,6, bei dem 18.373 Menschen starben, regte Georg Lewandowski, der damalige Oberbürgermeister von Kassel, eine Partnerschaft zwischen Izmit und Kassel an und sagte der Stadtverwaltung Izmit praktische Hilfe zu.

Neben Sachspenden in Höhe von einer Million DM wurden Nutzfahrzeuge von Feuerwehr und Müllabfuhr zur Verfügung gestellt und ein Containerhaus errichtet. Darüber hinaus war ein Team der Kasseler Stadtreiniger 14 Tage vor Ort, um den Menschen zu helfen.

Am 28. Februar 2000 unterzeichneten die beiden Oberbürgermeister Sefa Sirmen und Georg Lewandowski, Stadtverordnetenvorsteherin Christine Schmarsow und Izmits Bürgermeister Hikmet Erenkaya anlässlich der Übergabe des Containerhauses die Partnerschaftsurkunden. Am 30. Juni 2000 fand ein erster Gegenbesuch in Kassel statt. Mit weiteren Spendengeldern aus verschiedenen Initiativen gelang es im Mai 2003, ein Waisenhaus in Izmit zu errichten. 

Malerische Lage direkt am Marmara-Meer

Izmit besteht aus den beiden Stadtteilen Saraybahce und Bekirpasa und liegt in einer malerischen Lage direkt am Marmarameer. Die Stadt ist von hohen Bergen umgeben, die im Winter hervorragende Wintersportmöglichkeiten bieten. Für kommunalpolitische Entscheidungen, die die gesamte Stadt betreffen, gibt es ein Stadtparlament und einen Oberbürgermeister.

Durch eine Verwaltungsreform im Jahr 2006 wurde Izmit mit der Provinz Kocaeli zusammengefasst und heißt seit dieser Zeit Kocaeli-Izmit. Gleichzeitig ist der Oberbürgermeister von Izmit auch für alle Städte und Gemeinden der Provinz Kocaeli zuständig. Hatte Izmit vor der Reform etwa 200 000 Einwohnern, so zählt Izmit-Kocaeli durch die Reform ca. 1,2 Mio. Einwohner.

Für die Türkei ist die Stadt Izmit ein industrieller Schwerpunkt. Als Beispiel sei die Raffinerie genannt, die nach dem verheerenden Erdbeben im August 1999 weltweit berühmt geworden ist. Aufgrund der vorhandenen Industrien verfügt die Stadt auch über eine hohe Infrastruktur.

Es gibt dort Sportanlagen für alle Sportarten bis hin zu einer Eissporthalle. Auch innerstädtische Parkanlagen und eine Fußgängerzone mit vielen Geschäften bieten Verweilmöglichkeiten.

Neben den allgemeinbildenden Schulen gibt es Gymnasien, die als Besonderheit Kurse anbieten, in denen nur in einer Fremdsprache kommuniziert wird. Als Beispiel sei das Atilim Gymnasium genannt. Dort ist man sehr an einem Austausch mit einer deutschen Schule interessiert.

Die Spuren des Erdbebens vom 17. August 1999 sind inzwischen  beseitigt. 

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