Pakt gegen Armut

Der Kasseler Pakt gegen Armut ist eine gemeinsame Initiative von Stadtverwaltung und städtischer Zivilgesellschaft zur Bekämpfung von Armutsfolgen. Dieses Engagement wird mit der „Pakthilfe“ aus Spendenmitteln unterstützt.

Viele Institutionen kümmern sich in Kassel um Menschen in prekären sozialen und finanziellen Verhältnissen. Der Pakt gegen Armut vernetzt die vielen parallelen Aktivitäten und hilft dabei, die fachliche Expertise der Paktmitglieder zu koordinieren und Kräfte zu bündeln.

Pakt gegen Armut lädt ein zum Erzählen

Bei Kaffee, Tee und Kuchen kommen Menschen aus der Nachbarschaft zusammen, tauschen sich aus und geben Einblicke in ihr Leben. So versteht sich ein Erzählcafé. Der Kasseler Pakt gegen Armut veranstaltet gemeinsam mit dem Diakonischen Werk eine Reihe von Erzählcafés im Stadtteilzentrum Wesertor.

Geplant und geleitet werden diese von einem Team aus Studierenden der Uni Kassel und erfahrenen Moderatorinnen und Moderatoren aus der Stadtverwaltung.

Das Angebot ist kostenlos und barrierefrei erreichbar.

Matchfunding-Kampagne "Gemeinsam gegen Armut"

Zusammen erfolgreich gegen Armut

Bei der Matchfunding-Kampagne sind 25.000 Euro für Projekte gegen Armut zusammen gekommen. Hiervon werden fünf Projekte unterstützt. Weitere Informationen können Sie der  Pressemitteilung zur Spendenaktion entnehmen. 

Sie freuten sich 2026 über die Unterstützung der Zivilgesellschaft durch Spenden, die aus städtischen Mitteln verdoppelt wurden (v.l.): Maike Oertel (Familienzentrum Lighthouse), Tamara Morgenroth (Diakonisches Werk Region Kassel), Paktkoordinator Tom Schröder, Annika Schmale (Bildungs‐ und Sozialwerk Kirche im Hof), Sozialdezernent Dr. Norbert Wett, Ester Höhle (Kantine für alle) und Judith Engelke‐Wehnhardt (Forum Vita Lebensmittelpunkt).

Der Pakt gegen Armut fördert Projekte und Maßnahmen in Kassel, die sich an Menschen richtet, die besonders von Armut betroffen oder gefährdet sind. Im Rahmen der Pakthilfe sind Projekte und Maßnahmen im Stadtgebiet Kassel förderfähig, die sich explizit an Personen bzw. Personengruppen richten, die besonders von Armut betroffen oder gefährdet sind, beispielsweise:

  • Aufsuchende Hilfe, wie z. B. Ausweitung von mobilen Angeboten (Getränke, Lebensmittel, Hygieneartikel, ambulante mobile Sprechstunden)
  • Günstige oder kostenfreie Mahlzeiten, die über das reguläre Angebot hinausgehen
  • Unterstützungsleistungen im Rahmen des Hitzes- und Erfrierungsschutzes für Wohnungslose
  • Besondere Formate an Infoveranstaltungen zu Angeboten und Leistungen
  • Besonders aufbereitetes neu aufgelegtes Info‐Material (einfache Sprache, Fremdsprachen).

Mit der Matchfunding-Kampagne „Gemeinsam gegen Armut in Kassel“ wurden vom 13. April bis 17. Mai 2026 fünf Projekte unterstützt, die Menschen in schwierigen Lebenslagen helfen. Die Besonderheit: Jede private Spende wurde aus städtischen Mitteln verdoppelt. So erreichte jede Initiative ihr Spendenziel doppelt so schnell und konnte umso schneller helfen.

Erläuterungen und Hinweise

Glossar

Rechts-Anspruch (Rechtsanspruch)

Rechts-Anspruch (Rechtsanspruch)

Anspruch ist ein anderes Wort für:
Ich habe ein Recht darauf.
Zum Beispiel:
Recht auf Wohn-Geld.
Ein Rechts-Anspruch bedeutet:
In einem Gesetz steht:
Man hat das Recht auf etwas.
Zum Beispiel: Recht auf Wohn-Geld.
Oder: Recht auf Pflege.

präventiv (Prävention)

präventiv (Prävention)

Das bedeutet:
Man schützt sich vor etwas.
Auch wenn das noch gar nicht passiert ist.

Zum Beispiel:
Man schützt sich vor einer Krankheit.
Auch wenn man diese Krankheit noch nicht hat.
Man passt auf.
Dann bekommt man die Krankheit nicht.
Man kann auch sagen: vorbeugen.

Bildnachweise

  • Stadt Kassel; Foto: Andreas Weber
  • Stadt Kassel
  • Stadt Kassel/Andreas Weber
  • Stadt Kassel; Foto: Andreas Weber
  • Stadt Kassel; Foto: Andreas Weber
  • Stadt Kassel; Foto: Andreas Weber