Viele Institutionen kümmern sich in Kassel um Menschen in prekären sozialen und finanziellen Verhältnissen. Der Pakt gegen Armut vernetzt die vielen parallelen Aktivitäten und hilft dabei, die fachliche Expertise der Paktmitglieder zu koordinieren und Kräfte zu bündeln.
Die Pakthilfe
Im Rahmen der Pakthilfe sind Projekte und Maßnahmen im Stadtgebiet Kassel förderfähig, die sich explizit an Personen bzw. Personengruppen richten, die besonders von Armut betroffen oder gefährdet sind, beispielsweise:
- Aufsuchende Hilfe, wie z. B. Ausweitung von mobilen Angeboten (Getränke, Lebensmittel, Hygieneartikel, ambulante mobile Sprechstunden)
- Günstige oder kostenfreie Mahlzeiten, die über das reguläre Angebot hinausgehen
- Unterstützungsleistungen im Rahmen des Hitzeschutzes
- Unterstützungsleistungen im Rahmen des Erfrierungsschutzes für Wohnungslose
- Besondere Formate an Infoveranstaltungen zu Angeboten und Leistungen
- Besonders aufbereitetes neu aufgelegtes Info‐Material (einfache Sprache, Fremdsprachen).
Aufgrund der hohen Nachfrage mussten wir den Antragsprozess erneut pausieren. Sobald es wieder möglich ist, finden Sie hier den Link zum Antragsformular. Vielen Dank für Ihr Engagement!
Förderbedingungen 2025
Was kann gefördert werden?
Im Rahmen der Pakthilfe sind Projekte und Maßnahmen förderfähig, die sich explizit an Personen bzw. Personengruppen aus Kassel richten, die besonders von Armut betroffen oder gefährdet sind. Die Umsetzung des Projekts muss in der Stadt Kassel erfolgen.
Wer ist antragsberechtigt?
Antragsberechtigt sind gemeinnützige Initiativen, Einrichtungen und Organisationen sowie private bzw. nachbarschaftliche Initiativen, die in Kassel ansässig sind und hier ihre wesentliche Wirkungsstätte haben. Antragsstellende mit Sitz außerhalb Kassels können Anträge für Projekte stellen, die im Stadtgebiet Kassel umgesetzt werden.
Wie hoch ist die Maximalförderung?
Die Förderung beträgt maximal 5.000 Euro.
Welche Ausgaben sind förderfähig?
Förderfähige Ausgaben sind Sachkosten, die eine unmittelbare oder mittelbare Wirkung für Menschen haben, die von Armut bedroht oder betroffen sind. In Ausnahmefällen und nach vorheriger Abstimmung sind auch Honorare für explizit im Rahmen des Projektes eingesetztes zusätzliches Personal förderfähig.
Welche Ausgaben sind nicht förderfähig?
Nicht förderfähig sind:
- Projekte, die bereits Pakthilfe erhalten haben und unverändert geblieben sind,
- fixe Personalkosten,
- Aktivitäten, die hauptsächlich Werbezwecken dienen,
- ausschließlich öffentlichkeitsorientierte Aktionen (z.B. öffentliche Veranstaltungen),
- die Förderung aus Pakthilfe als Quer‐/Kofinanzierung für ein größeres Projekt.
Sind Eigenmittel erforderlich?
Kosten für das Projekt, die über die Maximalförderung von 5.000 Euro hinausgehen, müssen aus Eigenmitteln oder sonstigen Einnahmen (z. B. Spenden) getragen werden.
Wann ist der Förderzeitraum?
Projekte, für die eine Zuwendung aus der Pakthilfe 2025 beantragt werden, dürfen frühestens am Tag der Antragstellung beginnen und sollen innerhalb von sechs Monaten abgeschlossen sein. Die Projekte haben keine Mindestdauer – es können auch Einzelaktionen gefördert werden.
Ist ein vorzeitiger Maßnahmenbeginn möglich?
Projekte dürfen frühestens am Tag der Antragstellung beginnen. Es gibt keinen Rechtsanspruch auf Bewilligung einer Zuwendung für die beantragten Projekte. Wird mit dem Projekt begonnen, bevor der Förderbescheid erstellt wurde, liegt das Finanzierungsrisiko beim Antragstellenden.
Bis wann muss der Antrag eingereicht werden?
Zuwendungen aus der Pakthilfe 2025 können in Abhängigkeit der zur Verfügung stehenden Mittel beantragt werden. Der Antrag soll vollständig ausgefüllt über das Onlineformular eingereicht werden.
Wie erfolgt die Projektabrechnung?
Die Verwendung der Mittel muss spätestens zwei Monate nach Ablauf des Förderzeitraums nachgewiesen werden. Bei Zuwendungen bis zu 2.500 Euro ist die Abgabe einer Erklärung über die zweckentsprechende Verwendung der Förderung anstelle eines vollständigen Verwendungsnachweises ausreichend. Die Nachweisführung erfolgt über einen Online‐Prozess, der die notwendigen Unterlagen zur Verfügung stellt. Nicht verbrauchte Mittel müssen an die Stadt Kassel zurückgezahlt werden.
Was ist Armut?
In der Europäischen Union gilt als arm, wer weniger als 60 Prozent des Durchschnittseinkommens im jeweiligen Mitgliedsstaat erzielt. Doch dieser Ansatz allein greift zu kurz. Armut hat viele Gesichter.
Der Mangel an materiellen Ressourcen ist gekoppelt mit einer Einschränkung von Lebenschancen. Armut hat eine soziale, kulturelle und auch psychische Dimension. Sie wirkt sich negativ auf die Einstellungen und Haltungen zum eigenen Leben aus. Wenn man immer wieder auf etwas verzichten muss, das für andere selbstverständlich ist, dann ist das sehr häufig mit Hoffnungslosigkeit, Scham, Resignation und Rückzug verbunden.
Die Gefahr der Vereinsamung von Armut betroffener Menschen ist hoch. Die geringeren Möglichkeiten zur Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben gehen einher mit schlechteren Wohnsituationen und gesundheitlichen Belastungen. Stigmatisierung, Ausgrenzung und die Unterstellung der eigenen „Schuld“ an der eigenen Lebenssituation verstärken solche Entwicklungen.
Nicht zuletzt: Armut betrifft auch Menschen, die nicht arm sind. Auch die Angst vor Armut und dem damit einhergehenden sozialen Statusverlust belastet und kann krankmachen. Der Nobelpreisträger Amartya Sen konstatiert: Armut ist ein Ausdruck eines Mangels an Verwirklichungschancen.
Der Kasseler Pakt gegen Armut setzt sich zum Ziel, die Lebenslagen von Armut betroffener Menschen in unserer Stadt zu verbessern und ihre Teilhabechancen spürbar zu stärken.
Die Struktur des Pakts
In Kassel engagiert sich eine große Anzahl von Institutionen und Trägern, Vereinen und Ehrenamtlichen gegen Armut – und dies durchaus erfolgreich. Es gibt zivilgesellschaftliche und städtische Arbeitsgruppen, Arbeitskreise, Bündnisse, Netzwerke, Runde Tische und Räte, Experten‐ und Entscheidungsgremien sowie weitere Austauschformate.
Allen zivilgesellschaftlichen und städtischen Akteurinnen und Akteuren ist bewusst, dass zur Prävention von Armut und zur Förderung sozialer Teilhabe spezifische Lebenslagen von Kindern, Alleinerziehenden, Langzeitarbeitslosen und älteren Menschen sowie die damit verbundenen Gesundheits‐, Wohn‐, Kontakt-, Arbeits‐ und Lerngewohnheiten berücksichtigt werden müssen. Dabei wird davon ausgegangen, dass neben materiellen Leistungen auch soziale Kontakte und die Realisierung partizipativer Angebote maßgeblich sind.
Ein Pakt unterscheidet sich von anderen Formaten durch ein höheres und allen bewusstes Maß an Verbindlichkeit. Netzwerke werden geknüpft, Pakte werden geschmiedet. Dies ist verbunden mit einer deutlichen Ansage an die Öffentlichkeit: Die Kasseler Stadtgesellschaft nimmt Armut nicht hin, sondern versucht aktiv, gegen diese vorzugehen. Der Pakt ist ein unmissverständlicher Ausdruck dieser Haltung.
Die Mitglieder des Pakts
Die über 150 Menschen, die sich im Pakt vernetzen, kommen aus den verschiedensten sozialen Arbeitsbereichen, aus Wohlfahrtsverbänden, Religionsgemeinschaften sowie aus Politik, Wirtschaft und Stadtgesellschaft.
Einmal im Jahr treffen sich alle Mitglieder der Paktforen zu einer Paktkonferenz, auf der die Arbeitsergebnisse vorgestellt werden und über neue Ansätze diskutiert wird.
Der gesamte Prozess wird von der Universität Kassel wissenschaftlich begleitet und unterstützt.
Der Paktrat
Die Mitglieder des Paktrats unterstützen die Arbeit des Pakts gegen Armut durch ihre führenden Rollen in Kassels Stadtgesellschaft. Mit ihrer fachlichen Expertise und weitreichenden Netzwerken sorgen sie dafür, dass die gemeinsamen Ideen auch umgesetzt werden.
Im Paktrat sind:
- Dr. Norbert Wett, Dezernent für Bürgerangelegenheiten, Soziales, Digitalisierung und Tourismus (Vorsitzender)
- Johannes Bleck, Geschäftsführender Regionalleiter des Caritasverbandes Nordhessen-Kassel
- Anja Deiß‐Fürst, Leiterin des Kasseler Sozialamts
- Uwe Gabriel, Geschäftsführer der GWG Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Kassel
- Jutta Kahler, Geschäftsführerin des Jobcenter Stadt Kassel
- Nicole Maisch, Bürgermeisterin der Stadt Kassel
- Tamara Morgenroth, Geschäftsführerin des Diakonischen Werks Region Kassel
- Denis Müller, Leiter der Kommunalen Arbeitsförderung
- Jörg Müller, Regionalgeschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes
Die Motivation der Paktratsmitglieder
Die Mitglieder des Paktrats beschreiben in wenigen Worten die Ziele ihrer Arbeit für mehr soziale Gerechtigkeit.
Themenwerkstätten
Was sind Themenwerkstätten?
Auf der vierten Paktkonferenz im März 2025 wurde die Umstrukturierung des Pakts gegen Armut bekanntgegeben. Was zuerst auffällt: Die Arbeitsebene des Pakts wechselt begrifflich von einem Forum, also einem Ort, an dem vor allem debattiert wird, zu einer Werkstatt, in der die Paktmitglieder gemeinsam arbeiten wollen. Hierbei orientierte man sich am Klimaschutzrat, der ebenfalls in Themenwerkstätten zu seinen verschiedenen fachlichen Schwerpunkten arbeitet.
Statt die schier unbezwingbaren Berge wie Kinderarmut oder Altersarmut als Ganzes anzugehen, konzentrieren sich die Themenwerkstätten auf niedrigschwellige, klar umrissene Ansätze, die betroffenen Menschen das Leben erleichtern können. Der Fokus auf eng gesteckte Fragestellungen soll dabei helfen, mit der Expertise der interessierten Gruppenmitglieder Lösungsvorschläge zu entwickeln und daraus kurz- und langfristige Maßnahmen abzuleiten.
Sobald eine Themenwerkstatt ihre selbst festgelegten Ziele erreicht hat, kann sie aufgelöst werden und die Beteiligten können sich für neue Fragestellungen zusammenfinden. Auch noch während der Arbeitsphase können neue Gruppenmitglieder wichtige Inputs liefern oder externe Organisationen zu Teilproblemen befragt werden. Es ist auch möglich, jederzeit einer neuen Idee in Form einer Themenwerkstatt nachzugehen. Dafür kann einfach der Paktkoordinator Tom Schröder angeschrieben werden, der die relevanten Informationen an die übrigen Paktmitglieder weiterleitet und zur Mitarbeit einlädt.
Welche Themenwerkstätten gibt es?
Förderung der Teilzeitausbildung
- Gruppensprecherinnen: Ute Giebhardt (Frauenbeauftragte der Stadt Kassel), Nicole Eckhardt (Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt des Jobcenter Stadt Kassel), Nina Heimroth-Propf (Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt der Agentur für Arbeit Kassel)
- Fragestellung: Wie kann die Möglichkeit zur Teilzeitausbildung noch besser gefördert werden?
- Handlungsansätze: Arbeitgeber und Berufsschulen motivieren; Best Practices finden und als Vorlage nehmen
Broschüre und Kurs „Arbeiten in Kassel“
- Gruppensprecherin: Hilla Zavelberg-Simon (Fachbereichsleitung Migrationsdienst des Caritasverband Nordhessen-Kassel e.V.)
- Fragestellung: Wie gestalte ich meinen Zugang zum Arbeitsmarkt?
- Handlungsansätze: Schulungsreihe, Infomaterial (analog zu Kassel wohnt (Öffnet in einem neuen Tab)); Themensammlung (Qualifikation, Bewerbung, Jobbörsen); Referenten (z.B. Jobcenter, Anerkennungsberatung, Coaches); Sprachmittler
Kostenloses Kita-Essen
- Gruppensprecher: Sven Schmidt (Abteilungsleiter im Amt Kindertagesbetreuung der Stadt Kassel)
- Fragestellung: Welche Effekte hat ein kostenloses Kita-Frühstück auf die Entwicklung der Kinder? Wie können auch die Eltern die Ernährung zuhause positiv verändern?
- Handlungsansätze: Bedingungslos kostenfreies Frühstück in zwei Kitas für einen festgelegten Zeitraum; wissenschaftliche Begleitung durch die Uni Kassel
Außerschulische Bildung für Jugendliche
- Gruppensprecherin: Cornelia Kramm-Rettberg (Markenbotschafterin des Future Space)
- Fragestellung: Was sind Kriterien für die Attraktivität außerschulischer Bildung? Was kann man tun, damit die Angebote angenommen werden? Wie sind bessere Zugänge möglich?
- Handlungsansätze: Vernetzung bestehender Fortbildungsangebote; Besuch anderer Stadtteile mit den eigenen Formaten; gemeinsamen Pool an Referenten nutzen
Politische Teilhabe
- Gruppensprecherin: Anja Lipschik (Ortsvorsteherin in Bad Wilhelmshöhe; Mitglied der Stadtverordnetenversammlung für die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
- Fragestellung: Wie kann mehr politische Teilhabe (vor Ort) gelingen? Wo und wie kann ich mich als Bürger/Armutsbetroffener einbringen? Wie funktioniert Kommunalpolitik?
- Handlungsansätze: Broschüre in leichter Sprache zu Politik und Wahl auf kommunaler Ebene
Wissenschaftliche Begleitung
Prof. Dr. Wolfgang Schroeder
Die Arbeit des Pakts gegen Armut wird seit Beginn von Politikwissenschaftler Prof. Dr. Wolfgang Schroeder und seinem Team von der Universität Kassel wissenschaftlich begleitet. Lesen Sie hierzu etwa das i3-Diskussionspapier „Der Kasseler ‚Pakt gegen Armut‘ - Befunde zur Entwicklung und Umsetzung vorbeugender kommunaler Sozialpolitik“ (Öffnet in einem neuen Tab).
Mit der Fokussierung des Pakts gegen Armut auf das Thema „Arbeit als Weg aus der Armut und zur Armutsprävention“ haben es sich die Beteiligten aktuell zum Ziel gemacht, zusätzlich zu den Regelangeboten des Jobcenters und der Kommunalen Arbeitsförderung niedrigschwellige und nachhaltige Strategien zur Arbeitsmarktintegration zu entwickeln. Erwerbslose Menschen in Kassel sollen aktiv dabei unterstützt werden, Fuß auf dem Arbeitsmarkt zu fassen, da das Aufnehmen von Erwerbstätigkeit neben der Bekämpfung und Prävention von Armut auch ein maßgeblicher Faktor für soziale Integration und individuelle Selbstachtung ist.
Prof. Schroeder konzipierte 2024 zwei Workshops, in denen drei Projektideen zur konkreten Unterstützung der Betroffenen erarbeitet wurden. Im ersten Workshop im Oktober 2024 konstituierte sich die Arbeitsgruppe zur Kasseler Arbeitsmarktintegration. In diesem Workshop wurden drei Ziele formuliert: Motivation, Qualifikation und Empowerment der Betroffenen. Mit Blick auf diese drei Ziele wurden drei Projektideen skizziert. Diese drei Projekte wurden im zweiten Workshop im Dezember 2024 konkretisiert und Anfang 2025 fanden bereits die ersten Treffen dieser Projektgruppen zur weiteren Konkretisierung der Projektskizzen statt.
Im ersten Projekt soll ein ehrenamtliches Unterstützungssystem für den betroffenen Personenkreis von diversen Arbeitsmarkt-Trägern in der Stadt etabliert werden. Ehrenamtliche begleiten Langzeiterwerbslose in einer Art Tandem; sie motivieren und unterstützen dabei, sich in ungewohnten Umgebungen - sei es bei Arbeitsmessen oder in der Vorbereitung auf Bewerbungsgespräche - sicher und selbstbewusst zu bewegen.
Das zweite Projekt zielt auf die Erhöhung der Ausbildungsfähigkeit von Unternehmerinnen und Unternehmern mit Migrationsgeschichte ab. Diese Unternehmen sind ein wichtiger Teil des Kasseler Stadtlebens und unserer Wirtschaft. Im Fokus sollen Betriebe stehen, die bereits die Anforderungen an die Ausbilderfähigkeit erfüllen, um sie zu motivieren, auch das dafür notwendige Zertifikat zu erlangen. Dadurch sollen langfristig mehr Personen in Ausbildungsverhältnisse vermittelt werden. Gleichzeitig integrieren sich auch die teilnehmenden Unternehmen noch besser in der Stadtgesellschaft.
Im dritten Projekt geht es darum, konkrete Maßnahmen wie Matchings von Erwerbslosen mit Unternehmen zu organisieren und Ressourcen für Bewerbungsverfahren zur Verfügung zu stellen.
Die drei Projekte werden sowohl von Mitgliedern des Paktes als auch neuen Partnern aus Wirtschafts- und Arbeitgeberverbänden aktiv unterstützt.
Dr. Sonja Fehr
Soziologin und Armutsforscherin Dr. Sonja Fehr, ebenfalls von der Universität Kassel, begleitet seit Januar 2025 die Arbeit des Pakts durch ein neues Forschungsprojekt. In ausführlichen Interviews werden unmittelbar die Perspektiven armutsbetroffener Menschen gesammelt. So soll auch überprüft werden, welche Maßnahmen besonders erfolgreich die Zielgruppe erreichen beziehungsweise welche Erwartungen die Zielgruppe an die Arbeit des Pakts gegen Armut hat.
Menschen mit Armutserfahrungen sollen aber nicht nur befragt, sondern als Teil des Forschungsprojekts auch direkt in die Entwicklung geeigneter Unterstützungsmaßnahmen eingebunden werden. Zusammen mit Mitgliedern des Pakts gegen Armut wird ein Workshop unter dem Titel „Meine Ideen gegen Armut“ veranstaltet. Dort soll gesammelt werden, was die Stadt Kassel für Armutsbetroffene besser machen kann und wie diese sich für ihre Forderungen Gehör verschaffen können. „Es geht darum, gemeinsam eine integrierte Gesamtstrategie für das Thema Armut in Kassel zu erarbeiten“, fasst Armutsforscherin Fehr ihre Vision zusammen.
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