Tipp des Monats

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Martin Peer: Blut und Schokolade

Ein Tipp von Leandra Riegger

Die meisten lieben Schokolade. Was es allerdings kostet, um sie in unsere Supermärkte zu bringen, wissen nicht viele. In diesem Tipp des Monats wird genau das thematisiert.

Es geht um die 18-jährige Manal, die an die Elfenbeinküste reist, um dort ihre Großeltern zu besuchen und ihren Wurzeln auf den Grund zu gehen. Auf einem Streifzug durch den Wald stößt sie auf eine nahegelegene Kakaoplantage, wo sie den gleichaltrigen Issa kennenlernt. Der versucht, seinen kleinen Bruder aus den schlechten Arbeitsbedingungen zu befreien. Manal möchte ihm helfen und es entspinnt sich eine Geschichte voller Grausamkeit, Spannung und Liebe.

„Blut und Schokolade“ ist ein fesselnder Jugendthriller, der sich mit wichtigen Problemen, allen voran Kinderarbeit und auch Sklaverei und deren Geschichte, auseinandersetzt. Die Charaktere sind liebenswert und sehr nahbar, wodurch man die ganze Zeit über mitfiebert und das Gefühl bekommt, man wäre selbst im Buch dabei. Trotzdem ist der Roman nichts für schwache Nerven, da sowohl körperliche als auch psychische Gewalt an einigen Stellen sehr detailliert dargestellt wird. Gleichzeitig regt das Buch genau dadurch zum Nachdenken darüber an, was alles passieren muss, damit Schokolade hergestellt werden kann. Trotz einigen Klischees ein sehr wichtiger Roman. Auch für Erwachsene ist „Blut und Schokolade“ geeignet.

Standorte: in der Zentralbibliothek (UG Junge Erwachsene Mar 40), in der Jugendbücherei (J 7 Mar) und als eBook in der Onleihe.

Katalog und Lesekonto