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Stefan Weidner: Yoga oder Die sanfte Eroberung des Westens durch den Osten

Ein Tipp von Hendrik Bühnemann

Beim Yoga wissen die meisten von uns, dass es Körperübungen sind, die der Entspannung dienen. Viele Menschen praktizieren es, doch kaum einer weiß um die historischen Ursprünge des Yoga. Der Kölner Schriftsteller, Übersetzer und Islamwissenschaftler Stefan Weidner erzählt in seinem 2025 erschienenen Buch „Yoga oder die sanfte Eroberung des Westens durch den Osten“ die Entwicklung des Yoga aus kulturhistorischer Sicht. Yoga hat einen jahrtausendealten Ursprung im indischen Buddhismus und Hinduismus. Im Laufe der letzten 800 Jahre kam die Praxis des Yoga über die arabische Welt bis nach Europa und in die USA. Entscheidenden Einfluss auf die Verbreitung hatte dabei anfangs die koloniale Besetzung Indiens durch die Engländer ab dem 17. Jahrhundert. Im 19. Jahrhundert brachten die literarisch bewanderten Gebrüder Schlegel durch ihre Übersetzungen die Philosophie des Yoga nach Deutschland. Ab dieser Zeit wandelte sich das im Ursprung spirituell behaftete Yoga langsam hin zu einem globalen Phänomen für die gesundheitsbewusste, moderne Gesellschaft. Der Autor Stefan Weidner hat sehr viel Quellenkunde betrieben und sich eingehend mit dem Thema befasst. Dennoch ist das Werk durch einen flüssigen Schreibstil und viele eingebundene Zitate ein gut lesbares Werk. „Yoga oder die sanfte Eroberung des Westens…“ ist für alle Leser, die sich insbesondere für Kultur- und Sprachgeschichte interessieren, ein sehr empfehlenswertes Buch.  

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