Klimafahrplan
Bis wann, mit welchen Maßnahmen und zu welchen Kosten kann Kassel klimaneutral werden? Zur Beantwortung dieser Frage hat die Stadt Kassel von 2024 bis 2025 einen Klimafahrplan erstellen lassen. Dieser Fahrplan wurde in einem zweistufigen Verfahren entwickelt: zunächst wurde ein sogenanntes Grobkonzept entworfen, welches in vier Szenarien für die Jahre 2030, 2035, 2040 und 2045 zeigt, mit welchen Mitteln Klimaneutralität in Kassel erreicht werden kann. Die Studienautoren halten unter günstigen Bedingungen Klimaneutralität 2040 für machbar. Gleichzeitig sehen sie keinen gangbaren Weg für Kassel als Kommune, bereits 2030 oder 2035 klimaneutral zu sein. Grund hierfür sind u.a. Vorgaben des Gesetzgebers auf EU‐ und Bundesebene.
Das sogenannte Feinkonzept übersetzt die strategischen Aussagen in einen konkreten Fahrplan und zeigt detailliert, welche Maßnahmen welche CO₂‐Einsparungen ermöglichen und wieviel diese kosten. Damit liefert es eine wichtige Entscheidungsgrundlage für die Gremien der Stadt.
Lesen Sie mehr zu den Hintergründen und laden Sie sich die Ergebnisse der Studien herunter:
Klimaschutzstrategie 2030 - Empfehlung des Klimaschutzrates
Wie kann Kassel klimaneutral bis 2030 werden? Der Klimaschutzrat der Stadt hat dazu im Juni 2022 eine in den verschiedenen Themenwerkstätten erarbeitete Strategie mit Handlungsempfehlungen vorgelegt und an Umweltdezernent Christof Nolda übergeben. Das Gesamtwerk zeigt Wege und Chancen auf, wie die Stadt bis zum Jahr 2030 etwa 98 % ihrer Emissionen senken könne und die Abhängigkeit von Kohle, Öl und Gas weitgehend beendet.
Auf der Seite des Klimaschutzrates (Öffnet in einem neuen Tab) gibt es die Klimaschutzstrategie zum Download.
Integriertes Maßnahmenpaket Mobilität (IMM)
Die Stadtverordnetenversammlung hat die Stadtverwaltung beauftragt, ein Konzept zu entwickeln, wie die Maßnahmen aus dem sogenannten Integrierten Maßnahmenpaket Mobilität (Öffnet in einem neuen Tab) (IMM) des Klimaschutzrates konkret umgesetzt werden können. Das IMM soll dazu beitragen, den Verkehr in unserer Stadt klimafreundlicher und zukunftsfähiger zu gestalten.
Gutachten und Zwischenberichte zum Integrierten Maßnahmenpaket Mobilität (IMM)
Hier finden Sie die aktuellen Unterlagen und Zwischenberichte zum Integrierten Maßnahmenpaket Mobilität:
- IMM Hauptdokument PDF-Datei 252 kB
- IMM Teilbereich 1: Angebot Öffentlicher Verkehr PDF-Datei 2,9 MB
- IMM Teilbereich 2: Tarife Öffentlicher Verkehr PDF-Datei 2,7 MB
- IMM Teilbereich 3: Straßenverkehrsmanagement PDF-Datei 3,2 MB
- IMM Teilbereich 4: Ruhender Kraftfahrzeugverkehr PDF-Datei 5,3 MB
- IMM Teilbereich 4.1: Umsetzung Parken PDF-Datei 3,5 MB
- Kartenband zum Bericht 4.1 PDF-Datei 15,3 MB
Einordnung der Dokumente
Bitte beachten Sie, dass es sich bei den hier veröffentlichten Dokumenten um wichtige Bausteine und Arbeitsgrundlagen, jedoch noch nicht um ein fertiges Gesamtkonzept handelt. Ein verantwortungsvolles Konzept muss nach unserem Verständnis zwei Kernfragen fundiert beantworten:
- Klimawirkung: Welchen konkreten Beitrag leisten die einzelnen Maßnahmen zur CO₂-Einsparung?
- Wirtschaftlichkeit: Welche Kosten kommen auf die Stadt zu, um eine solide Planung zu gewährleisten?
Integration in den Klimafahrplan
Da die bisherigen Unterlagen diese Fragen noch nicht vollumfänglich klären konnten, wurde das IMM Mitte 2024 in einen größeren Rahmen eingebettet: den „Klimafahrplan“ und das daraus resultierende Feinkonzept.
Statt isolierter Einzelpläne verfolgen wir einen strukturierten Ansatz, bei dem Mobilität, Energie und Kosten als Gesamtbild betrachtet werden. Dies stellt sicher, dass Ressourcen effizient eingesetzt werden und alle Maßnahmen ineinandergreifen.
Transparenz vor Abschlussbericht
Wir haben uns dazu entschieden, diese Zwischenberichte bereits jetzt unter der Rubrik „Klimaschutz“ zu veröffentlichen, um den Prozess für Sie maximal transparent zu gestalten. Wir weisen jedoch ausdrücklich darauf hin: dass die Dokumente einen aktuellen Sachstand abbilden und keine finalen Pläne sind.
Integriertes Klimaschutzkonzept (2012)
Das Integrierte Klimaschutzkonzept der Stadt Kassel (IKKK) ist ein Handlungsrahmen mit dem Ziel, die CO2-Emissionen nachhaltig zu reduzieren. Dieses Ziel kann in Kassel insbesondere durch die Steigerung der Energieeffizienz sowie Energieeinsparung erreicht werden. Die Nutzung erneuerbarer Energien kann nur im Verbund mit der Region klimawirksam erfolgen. Das Konzept ist im November 2012 von der Stadtverordnetenversammlung verabschiedet worden und enthält einen Handlungsleitfaden mit konkreten Strategien und Maßnahmen, die zur Reduktion von Emissionen wie Kohlendioxid im gesamten Stadtgebiet beitragen sollen. Diese wurden gemeinsam mit lokalen Akteuren in einem dialogorientierten Beteiligungsprozess entwickelt und betreffen planerisches, unternehmerisches sowie privates Handeln auf unterschiedlichen Ebenen. Die Projektideen werden fortlaufend weiterentwickelt und ergänzt.
Das Klimaschutzkonzept weist zur Erreichung des Reduktionsziels insgesamt 26 Handlungsfelder aus. Abgedeckt werden die Schwerpunkte
- Stadtverwaltung und öffentliche Einrichtungen
- Klimaschutz in Unternehmen
- Gebäude und Wohnen
- Erneuerbare Energien und Energieeffizienz
- Mobilität
- Bildung
Zu den Handlungsfeldern wurden 55 Projekte und Maßnahmen ausgearbeitet. Diese beziehen sich z.T. auf konkrete Umsetzungsideen, können aber flexibel angepasst und erweitert werden.
Klimaschutzteilkonzept Radverkehr
Der Verkehr in Kassel ist vor allem autofahrerfreundlich. Umwelt- und ressourcenfreundlichere Verkehrsträger wie der Rad- und Fußverkehr hingegen sind noch ausbaufähig. Das soll sich in Zukunft ändern, was auch dem Klimaschutz zugute kommt: Wer Rad fährt, stößt keine Abgase aus.