Aviäre Influenza / Geflügelpest / Vogelgrippe

Gefahr von Vogelgrippe mit dem Herbstzug der Wildvögel - Biosicherheitsmaßnahmen sind in allen Geflügelhaltungen strikt einzuhalten.

Mit dem Herbstzug der Wildvögel besteht wieder die Gefahr einer Ausbreitung der aviären Influenza – landläufig als Vogelgrippe bekannt. Die Gefahr eines Eintrages in Geflügelbestände betrifft nicht nur große Geflügelhaltungen. Vielmehr sind alle Geflügelhalter – also auch Kleinst- und Hobbyhaltungen – zu erhöhter Wachsamkeit und zur strikten Einhaltung von Biosicherheitsmaßnahmen verpflichtet.

Vorsorge-/Biosicherheitsmaßnahmen

  • Kontakt von Hausgeflügel und Wildvögeln unbedingt vermeiden
  • wildvogelgeschützte Fütterung: Nur an Stellen, die für Wildvögel nicht zugänglich sind
  • keine Tränkung mit Oberflächenwasser, zu dem Wildvögel Zugang haben (dazu gehört zum Beispiel auch gesammeltes Regenwasser von Dachflächen)
  • wildvogelgeschützte Lagerung von Futter und Einstreu
  • Zutritt von Personen zur Geflügelhaltung auf ein Minimum beschränken
  • Ställe und Ausläufe nur mit sauberen Schuhen betreten (zum Beispiel Überzieher oder separate Schuhe), Desinfektionsmatten an den Stalleingängen auslegen
  • Zukauf von Geflügel nur über seriöse Händler mit eindeutiger Rückverfolgbarkeit (Vorsicht bei mobilem Geflügelhandel mit unbekannten Herkunftsbeständen)
  • Früherkennung der Geflügelpest: Bei gehäuften Todesfällen (mehr als zwei Prozent Geflügelverluste beziehungsweise Todesfälle von drei oder mehr Tieren in 24 Stunden) muss ein Tierarzt hinzugezogen und auf Geflügelpest untersucht werden

Auch sonst ist es ratsam, den Kontakt von Geflügel zu Wildvögeln so weit wie möglich zu vermeiden. Wer beispielsweise den Freilandauslauf ins Grüne freiwillig auf ein Minimum beschränkt oder zumindest die Auslaufflächen etwa mit mobilen Zäunen, kann das Risiko für seine Tiere deutlich absenken. Denn momentan ist der Herbstzug der Wildvögel aufgrund der relativ milden Witterung noch immer im Gange.

Früherkennung der Geflügelpest / Verdächtige Symptome
Um eine Verschleppung des Erregers zu vermeiden, ist auch die Früherkennung der Geflügelpest von entscheidender Bedeutung. Verdächtige Symptome sind:

  • gehäufte Todesfällen (Todesfälle von 3 oder mehr Tieren in 24 Stunden bzw. mehr als 2 Prozent Geflügelverluste);
  • plötzliches Aussetzen der Legeleistung oder dünne/ verformte Eier;
  • Teilnahmslosigkeit, Verweigerung der Futter- und Wasseraufnahme;
  • Ausfluss aus Augen und Schnabel, Atemnot, Niesen;
  • zentralnervöse Störungen: Kopfschiefhaltung, Gleichgewichtsstörungen;
  • Durchfall.

Umgang mit toten Wildvögeln
Wer tote oder kranke Wildvögel der folgenden Arten findet, sollte dies dem Veterinäramt mitteilen, damit eine Untersuchung veranlasst werden kann:

  • Wasserwildvögel (z. B. Wildenten, -gänse, Schwäne, Reiher)
  • Greifvögel
  • Rabenvögel (z. B. Rabenkrähe oder Elster)

Tot aufgefundene Singvögel oder Tauben sollten nur gemeldet werden, wenn mehrere tote Vögel dieser Arten in einem bestimmten Areal innerhalb kurzer Zeit tot aufgefunden werden.

 

Aktuelle Informationen zur Geflügelpest finden Sie auch auf der Homepage des Verbraucherschutzministeriums und des Friedrich-Löffler-Institutes.