Prima Facie

Eine Frau und ihre Geschichte. Eine weibliche Tour de Force. Ein emotionaler Parcours in Zeiten von #metoo und ein erschütternd intimer Einblick. Ahnungslosigkeit war gestern, denn, so erfassen es neueste Forschungsergebnisse, passiert Tessas Geschichte jeder dritten Frau. Als hervorragende Strafrechtsanwältin ist sie zielstrebig ihren Weg aus der working class gegangen und musste sich ihren Erfolg hart erarbeiten. Endlich glaubt sie, an der Spitze angekommen zu sein und auf der Welle des Erfolges zu schwimmen. Doch eine Vergewaltigung zwingt sie von jetzt auf gleich dazu, die Seiten zu wechseln. Sie wird Anwältin ihrer selbst und muss sich verteidigen – trotz aller Schmerzen, Wut und Angst. Sie erfährt auf brutale und unmenschliche Art und Weise die Grenzen von Gesetz und Moral. Prima Facie führt mitten hinein in den Graben zwischen persönlich erfahrenem Leid und Justiz.

„Das Verbrechen anzuzeigen, an allen Gerichtsterminen teilzunehmen, zur Anklage zu erscheinen, ins Kreuzverhör genommen zu werden und öffentlich in den Medien darüber zu schreiben, erfordert außerordentlichen Mut. Es ist auch kein kurzer Prozess und zeigt ironischerweise ein immenses Vertrauen, dass das System gerecht sein wird. Aber verdient das Rechtssystem dieses Vertrauen? Oder bringt es die Frauen weiter zum Schweigen? Wie kann sich die Gesellschaft weiterentwickeln, um diesen Bereich des Rechts zu reformieren?“, so fragt die australische Dramatikerin und Drehbuchautorin Suzie Miller in ihrem preisgekrönten Stück Prima Facie. Nach der Uraufführung 2019 in Sydney erhielt sie dafür zahlreiche
internationale Auszeichnungen und wurde 2020 u. a. mit dem Australian Writers Guild Award for Drama geehrt.

Regisseur Tim Wittkop, dessen Projekte v. a. im städtischen Raum verortet sind, wird diesen Monolog inszenieren und die Geschichte von Tessa in dieser spartenübergreifenden Produktion gemeinsam mit Schauspielerin Lisa Natalie Arnold und Tänzerin Anna Gorokhova erforschen.

Eine Kooperation von Schauspiel und TANZ_KASSEL

TICKETS & TERMINE

Ab dem 7. Februar neuer Spielort: TiF - Theater im Friedericianum

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