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Welttag des Buches

Die Welt feiert das Lesen – und in Kassel können Sie mitfeiern und ihre Begeisterung für das Lesen mit anderen teilen. Zum UNESCO Welttag des Buches am 23. April bieten die Kasseler Stadtbibliothek und Buchhandlungen jedes Jahr ein unterhaltsames Programm rund um die Themen Bücher und Lesen.

Oliver Steller spricht und singt Robert Gernhardt

Oliver Steller spricht und singt Robert Gernhardts "hell & schnell" in der Stadtbibliothek.

Robert Gernhardt wurde am selben Tag geboren wie Heine und Heino. Als Gernhardt der Heine-Preis verliehen wird, frotzelt Loriot, er solle mal nachsehen, ob da nicht Heino-Preis drunter stehen würde. 

Humor und Liebe, Alltag und Leben sind die Themen bei Robert Gernhardt. Seine große Kraft liegt im Privaten. Er weiß schon lange, dass Wein besser als Sex ist. Seine Gedichte sind leicht und humorvoll. So, wie seine Vorbilder Wilhelm Busch, Christian Morgenstern und Loriot, ist Robert Gernhardt ein messerscharfer Beobachter und in einer Zeit, in der uns das Lachen schon mal im Halse stecken bleibt, ein gutes Gegengift. Robert Gernhardt schenkt uns das befreite Lachen, wie wir es kaum noch kennen. 

Der rote Faden des Abends ist das Leben Robert Gernhardts, der als Kind von Estland nach Posen übersiedelt und nach dem Krieg auf Umwegen nach Göttingen flieht. In den 60ern hockt er auf Apfelsinen-Kisten, ist aber weitestgehend unpolitisch, schreibt in den 70ern für Otto Waalkes, gründet in den 80ern die Satirezeitschrift Titanic, wird in den 90ern mit Preisen überhäuft und schreibt ab dem Millennium über seine Krankheiten, die er als "Schangse" sieht. 

Das Robert Gernhardt Programm "hell & schnell ist eine virtuose Verschmelzung von heiteren und tiefgründigen Gedichten. Oliver Steller kann sich enorm gut in Dichtung einfühlen. Er rezitiert manche Texte in so herausragender Weise, dass es schon fast Neudichtungen sind. Zuweilen ist Gernhardt so absurd komisch, dass man ihn plötzlich ernst nehmen muss. Oliver Steller gelingt es souverän, diesen schmalen Grad darzustellen und damit einen Autor dem Publikum näher zu bringen, der seinen Tiefgang größtenteils sehr erfolgreich hinter dem Humor und dem Absurden verbarg.

Dienstag, 23. April 2019
20 Uhr
Stadtbibliothek Kassel
Eintritt: 8 Euro

Logo Welttag des Buches

Hintergrund

1995 hat die UNESCO-Generalkonferenz den 23. April zum "Welttag des Buches und des Urheberrechts" ausgerufen. Der Tag knüpft an einen Brauch in Katalonien an. Dort werden zum Namenstag des Schutzheiligen St. Georg Rosen und Bücher verschenkt.

Doch auch darüber hinaus hat dieses Datum in der Literatur seinen festen Platz. Denn der 23. April  im Jahr 1616 war wohl der Todestag gleich zweier herausragender Schriftsteller  - sowohl des englischen Dichtergenies William Shakespeare ("Hamlet") als auch des spanischen Miguel de Cervantes ("Don Quijote").

Die Stadtbibliothek Kassel beteiligt sich am Welttag des Buches.

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