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Karl Pfeiffer

Erfolgreicher Bankier prägt Jahrhundertwende in Kassel

Karl Pfeiffer war Sohn des Bankiers Louis Pfeiffer, erlernte ebenfalls das Bankfach und war im Ausland tätig, speziell in England. 1892 übernahm er die Leitung des Bankhauses L. Pfeiffer. Dieses florierte und hatte neben dem Stammhaus in Kassel Depositenkassen in Fulda, Hersfeld und Bad Wildungen sowie Agenturen in Allendorf, Bebra, Großalmerode und Hünfeld. Kommunalpolitisch war Pfeiffer seit 1885 aktiv. 1895 wurde er Vorsteher des Bürgerausschusses und 1898 Stadtverordnetenvorsteher. 1894 wurde er zum Kommerzienrat und 1903 zum Geheimen Kommerzienrat ernannt, das waren Ehrentitel, mit denen Persönlichkeiten aus der Wirtschaft ausgezeichnet wurden. Die Familie Pfeiffer hat der Stadt Kassel drei Stiftungen zur Unterstützung Armer und Bedürftiger übergeben. Pfeiffer war auch 20 Jahre lang Vorsitzender der Handelskammer Kassel. In seiner Amtszeit wurde im Jahr 1900 das neue Kammergebäude in der Hohenzollernstraße eingeweiht. Das Bankhaus L. Pfeiffer verlor auf dem Höhepunkt der Weltwirtschaftskrise 1930 seine Eigenständigkeit und wurde von der Deutschen Bank übernommen. Nach ihm ist die Kasseler Pfeifferstraße benannt.

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