Rockbunker Dormannweg

Projektziel

Für den Verein Rockbüro Kassel e.V.  musste infolge der geplanten Umnutzung des Hochbunkers Agathof, den der Verein bisher nutzte, ein Ersatzstandort gefunden werden. Der Hochbunker Dormannweg stellte mit rund 1.250m² Nutzfläche eine passende Alternative dar, musste für die Umsiedlung jedoch baulich angepasst werden. Eine wesentliche Maßnahme im Rahmen des Stadtumbaus war die Installation eines Stromaggregats, um den Gesamtstrombedarf in dem geplanten Bandprobenzentrum decken zu können. 

Die Baumaßnahmen sind inzwischen abgeschlossen. Seit 2020 wird der Hochbunker, der nun den Namen Rockbunker Dormannweg trägt, für Bandproben von ca. 15-20 Musikgruppen, für diverse Workshops und zur Unterbringung von Veranstaltungstechnik genutzt. Auf diese Weise wurde ein Projekt mit hohem kulturpolitischem Stellenwert in Bettenhausen realisiert, das eine Vielzahl kreativer Akteure langfristig unter einem Dach vereint.

Hintergrund

Der Bunker am Dormannweg war im Zweiten Weltkrieg einer von acht oberirdischen öffentlichen Luftschutzbunkern in der Stadt Kassel. Daneben gab es eine Reihe von privat gebauten Bunkeranlagen und Werksbunker vor allem in den Rüstungsbetrieben.

Bettenhausen hatte nach der Schließung der Salzmann Factory vergleichsweise wenige Orte mit markantem Stellenwert in der Kulturlandschaft Kassels. Die Netzwerkarbeit und musikalische Nachwuchsarbeit, die der gemeinnützige Verein Rockbüro als Bandprobestandort leistete, geben hier einen wichtigen kulturellen Impuls. Die Arbeit des Vereins und der jährlich veranstaltete Bandcontest sind in der musikalischen Szene stadtweit bekannt.

Aktueller Stand

  • 2020: Fertigstellung der Umbaumaßnahmen und Nutzung als Bandprobenzentrum