Machbarkeitsstudie Haferkakaofabrik

Förderprogramm /-gebiet
Wachstum und nachhaltige Erneuerung - Bettenhausen

Projektziel

Die Haferkakaofabrik ist eines DER erhaltenen Industriedenkmale Kassels. Für das Grundstück mit den vier noch verbliebenen, denkmalgeschützten Gebäuden zeichnet sich nach langem Stillstand eine Entwicklung ab, die mit der Umnutzung des neuen Verwaltungsgebäudes, dem heutigen Sandershaus seinen Anfang nahm. Nun sollen auch die dahinter liegenden, restlichen Grundstücksflächen veräußert werden. Daraus hat die Stadt eine Veränderungschance erkannt und im Jahr 2020 eine Machbarkeitsstudie beauftragt. Es galt, die unterschiedlichen Interessen der Eigentümer und Interessenten in einem tragfähigen Konzept aufeinander abzustimmen. Das Zusammentragen und Vernetzen von Ideen und Akteuren, möglichen Nutzern und Investoren, sowie ein überzeugendes und nachhaltiges Entwicklungskonzept haben dazu geführt, dass das Mühlengebäude sowie das Hafersuppengebäude bereits veräußert wurden.

Die Stadt Kassel möchte auf dem Areal der Haferkakaofabrik und den angrenzenden Gewerbeflächen ein zukunftsfähiges „Gewerbegebiet 4.0“ entwickeln, welches eine Perspektive jenseits der z.Z. dominierenden Nutzung von Schrott- und Autohandel aufzeigt. Es geht um nicht weniger, als den traditionsreichen Industriestandort Bettenhausen in eine neue Zukunft zu transformieren. Unterstützung findet dieser Prozess auch durch die Überlegung der documenta fifteen, sich an diesem Ort zu engagieren.

Hintergrund

Im Zeitraum von 1898 bis 1954 wurde am Standort Haferkakao in Form eines löslichen Getränkewürfels produziert. Für die Herstellung des in Kassel erfundenen und patentierten Produkts waren rund 500 Menschen in der Fabrik tätig. In den 50er Jahren war die Nachfrage nach Haferkakao so stark gesunken, dass die Fabrik schließen musste und seither in weiten Teilen leer stand. Einige denkmalgeschützte Gebäudetrakte mussten bereits abgebrochen werden.

Aktueller Stand

  • 2021: Durchführung einer Machbarkeitsstudie
  • 2021: Verkauf erster Gebäude
  • 2022: Möglicherweise Bespielung durch die documenta fifteen