TRAUM(a be)HAFT(et)

Zielgruppe:

Die Gruppe richtet sich an alle Menschen, die von den Folgen einer komplexen posttraumatischen Belastungsstörung betroffen sind, und die diese als lebenslang begleitende chronische psychische Erkrankung begreifen.

Die Teilnahme an der Gruppe ist unabhängig von Alter und Geschlecht.

Wünschenswert sind therapeutische Begleitung, bzw. entsprechende Therapieerfahrung.

Infos zum Thema:

Die Komplexe Posttraumatische Belastungsstörung (kPTBS) ist eine psychische Erkrankung, die durch wiederholte, lang anhaltende Traumatisierungen (z.B. Gewalt, Missbrauch) entsteht. Sie umfasst die Kernsymptome der PTBS, zusätzlich aber tiefergreifende Störungen der Emotionsregulation, ein negatives Selbstkonzept und anhaltende Probleme mit Beziehungen und Bindung bis zur Beziehungsunfähigkeit.

Hauptmerkmale und Symptome sind:


  • Affektregulierung – Gravierende Schwierigkeiten, Gefühle zu kontrollieren, emotionale Taubheit oder heftige Wutausbrüche

  • Negatives Selbstbild – Anhaltende Überzeugungen von Minderwertigkeit, Wertlosigkeit, Machtlosigkeit sowie tiefe Scham- und Schuldgefühle

  • Zwischenmenschliche Probleme – Schwierigkeiten, Beziehungen aufrechtzuerhalten, soziale Isolation, Misstrauen

  • Traumafolgen – Wiedererleben des Traumas (Flashbacks), Alpträume, Dissoziation, permanente Übererregung (Stress), multiple physische und psychische Begleiterkrankungen

Thematische Inhalte der Gruppentreffen: 


  • Umgang mit den Bedürfnissen des inneren Kindes

  • Symptome, die mit den Traumata einhergehen und Folgeerkrankungen - physisch und psychisch

  • Selbstschutz und Selbstfürsorge

  • Trauma in jeglicher Art von Beziehungen (Paar, Familie, Eltern-Kind, Arbeit und Beruf, Freundeskreis, Freizeit)

gelegentlich gemeinsame Aktivitäten außerhalb des Gruppentreffens

Gruppenregeln:


  • Verbindlichkeit und Priorisierung des Gruppentermins

  • Pünktlichkeit zu Beginn und ggf. rechtzeitige Absage bei Abwesenheit

  • respektvoller Umgang miteinander

  • Verschwiegenheit und Anonymität

  • Keine detaillierten Trauma-Inhalte

  • Keine Belehrungen und Überheblichkeit

  • Sprechen in Ich-Botschaften und Fragen

  • Störungen haben Vorrang, d.h. Unterbrechung der Gruppe bei starken Trigger-Reizen

Treffen:
Die Gruppe ist aktuell voll und führt eine Warteliste.
Jede ungerade Woche, Freitags um 18:00
KISS-Selbsthilfetreffpunkt, Johanna-Waescher-Raum, Treppenstraße 4, 34117 Kassel

Kontakt:
über KISS
Tel. +49 561-81644-222
Mail: kisskasselde

Weitere Informationen zu dieser Gruppe, sowie viele weitere Möglichkeiten wie z.B. Gruppenchats, Selbsthilfe Nachrichten & Video Meetings finden Sie in der KISS Selbsthilfe Kassel App unter  https://selbsthilfe.kassel.de/groups/430/details (Öffnet in einem neuen Tab)