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Jubiläumsdaten 2019 der Stadt Kassel

Hier weisen wir Sie auf besondere historische Jubiläen im Jahr 2019 der Kasseler Geschichte hin: Sie finden Informationen zu Persönlichkeiten, Ereignissen und Bauwerken. Die Jahreszahlen und Teile der Erläuterungen stammen im Wesentlichen aus: Frank-Roland Klaube, "Chronik der Stadt Kassel", Wartberg-Verlag, Kassel 2005, vom Autor überarbeitete und teilweise korrigierte Ergänzung 2014 sowie: Jörg Adrian Huber, "Stadtgeschichte Kassel", Michael Imhof Verlag, Petersberg 2012). Haben Sie Ergänzungen? Dann schreiben Sie uns unter stephan.kaiser@kassel.de.

Blick auf einen Lebensmittelstand mit Obst, Gemüsestand, bemalten Eiern und Ahler Wurst.; © Stadt Kassel; Foto: Stephan Kaiser
Augen- und Gaumenfreuden: Durch den Umbau vor 25 Jahren werden die beiden Stockwerke der Markthalle durch eine zentral angelegte Treppe miteinander verbunden. Zwei Deckenöffnungen bringt Tageslicht bis ins Untergeschoss. Die Marktstände werden modernisiert und neugestaltet.

1994 - vor 25 Jahren

  • 18. März: Der in der Karlsaue zelebrierte Zapfenstreich der 2. Panzergrenadierdivision markiert das Ende der langen Tradition Kassels als große Garnionsstadt von bis zu 6000 Soldaten nach dem Zweiten Weltkrieg. In Kassel tätig sind gegenwärtig rund 400 Bundeswehrangehörige in der Betreuungsstelle der Bundeswehr für Zivilberufliche Aus- und Weiterbildung sowie in Heeresmusikkorps, Karrierecenter, Güteprüfstelle, Bundeswehrfachschule und als Teile des Landeskommandos (Stand 1.1. 2018).
  • 28. Mai: Die neue Straßenbahnstrecke der KVG bis in den Baunataler Stadtteil Altenbauna wird eingeweiht.
  • 6. Juli: Kasseler Geschäftsleute gründen den Verein "City Marketing".
    13. Juli: Die Stadt, fünf Landkreise und das Land Hessen gründen den Nordhessischen Verkehrsverbund (NVV).
  • 1. August: City-Kaufleute tragen zur Vermeidung von Straßenverkehr bei, indem sie ihre Geschäfte nur noch einmal am Tag vom Spediteur anfahren lassen ("City Logistik Kassel")
  • 19. August: Die Stadt bekommt Recht vor dem Bundesverwaltungsgericht. Die Verpackungssteuer, die Kassel seit 1992 als erste und bis dahin einzige Kommune in Deutschland erhebt, ist legal.
  • 16. September: Mit einer dreitägigen Veranstaltung wird das neue Fernsehstudio des Hessischen Rundfunks in Wilhelmshöhe eingeweiht.
  • 29. September: IKEA eröffnet im Industriepark Waldau ein neues Möbelhaus, das die dreifache Größe des früheren Geschäftshauses in Niederzwehren aufweist.
  • 2. Dezember: Die wiedereröffnete Markthalle im Marstallgebäude präsentiert in neuer Gestaltung ein besonders vielfältiges Angebot an Lebensmitteln, Blumen, Gastronomie und vielem anderem.

Übungsplatz der Kavallerie in der Stadt; © (Stadtarchiv Kassel, Signatur 0.547.310, Foto: Carl Eberth)
Das Militär prägte Kassel jahrhundertelang, wie auch dieses Bild von der damaligen Garde-du-Corps-Kaserne aus dem Jahre 1913 verdeutlicht. (Stadtarchiv Kassel, Signatur 0.547.310, Foto: Carl Eberth)

1969 - vor 50 Jahren

  • 11. März : Das letzte "Fräulein vom Amt" beendet seinen Dienst, somit wählt man seine Telefonverbindung nun selbst.
  • 20. März:  Auf dem Bahnhof Kassel-Unterstadt (auch Unterstadtbahnhof) wird die erste Container-Umschlagstelle in Nordhessen in Betrieb genommen.
  • 1. April: Die Henschel-Werke werden in zwei Teile geteilt. Ein langer Zaun trennt das Werksgelände der Rheinstahl-Henschel AG von dem der Hanomag-Henschel Fahrzeugwerk GmbH, die den Lkw- Bereich mit rund 3800 Arbeitern umfasst.
  • 11. April: Im Neubau der Staatlichen Höheren Wirtschaftsfachschule in der Monteverdistraße in Wilhelmshöhe wird der Unterricht aufgenommen . Sie gehört mit ihren 300 Studierenden zur Basis der 1971 gegründeten Integrierten Gesamthochschule Kassel, der heutigen Universität 
Kohlezeichnung von Kurt Reuber; © Foto: JoJan, wikimedia commons Die Madonna von Stalingrad (Foto: JoJan, wikimedia commons)

1944 - vor 75 Jahren

  • 20. Januar: In Kassels einziger noch erscheinender Tageszeitung, der "Kurhessischen Landeszeitung", ist zu lesen, dass der Reichspostminister "zur schnellen und richtigen Beförderung" die Postleitzahl eingeführt hat. Kassel gehört zum Postleitgebiet 16.
  • 20. Januar (oder 21. April): Der in Kassel geborene Pfarrer Dr. Kurt Reuber stirbt in russischer Gefangenschaft. Seine "Madonna von Stalingrad", die 1943 mit dem letzten Flugzeug aus dem Kessel der russischen Stadt kommend seine Frau erreichte, wird zum Symbol der Zuversicht.

    Das Bild einer ihr Kind innig in den Armen haltenden Mutter trägt die Aufschrift "Weihnachten 1942 im Kessel Festung Stalingrad - Licht, Leben, Liebe". Es kontrastiert total mit der Realität, die die deutschen Soldaten bei stärkstem Frost, Hunger und aussichtsloser Lage erlebten. Das Bild von Kurt Reuber mahnt heute in der Berliner Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche und als Reproduktion in der St. Nicolai-Kirche in Wolgograd (ehemals Stalingrad) zum Frieden.

    • 29. März : Gerhard Fieseler, Chef der Fieseler-Flugzeugwerke, wird als Betriebsführer abgesetzt, da die vom Militär geforderten Produktionszahlen nicht erreicht werden.
    • 19. April: Die US-Luftwaffe fliegt mit 213 Bombern einen Angriff auf die wieder instandgesetzten Rüstungswerke Fieseler, Henschel-Flugmotoren und Junkers.

    Fieseler mit Frau und Kind vor seinem Flugzeug. ; © Stadtarchiv Kassel, Signatur 0.513.676, Foto: Carl Eberth
    Der große Konstrukteur und Pilot Gerhard Fieseler, hier nach seiner Landung als Weltmeister im Kunstflug 1934 auf dem Flugplatz in Kassel-Waldau. (Stadtarchiv Kassel, Signatur 0.513.676, Foto: Carl Eberth)

    •  12. Juli: Die Harleshäuser werden mit einem für Kassel neuen öffentlichen Verkehrsmittel an das Straßenbahnnetz angebunden. Zwischen Harleshausen und Kirchditmold verkehrt erstmals ein elektrischer Oberleitungsbus, kurz O-Bus genannt.
    • 20. Juli: Im Generalkommando Kassel (heute Bundessozialgericht) überrascht der Chef des Stabes, Oberst Claus-Henning von Plate, die Anwesenden aus Militär und SS bei einer Planübung zur Operation "Walküre" mit der Eilmeldung, dass Hitler bei einem Attentat getötet worden sei. Er befiehlt, die Köpfe von SS und NSDAP zu verhaften. Als sich herausstellt, dass das Attentat missglückt ist, stoppt von Plate den Umsturz.
    • 30. Dezember: Luftangriff auf den Verschiebebahnhof Rothenditmold. Der Angriff erfolgt mit Radar durch eine geschlossene Wolkendecke und trifft Ziele im gesamten Stadtgebiet. 
    • Im Werk Kassel der Junkers Flugzeug- und Motorenwerke werden unter anderem Zubehörteile für den ersten einsatzfähigen Düsenjäger der Welt, die von Messerschmitt entwickelte Me 262, gefertigt.
    • Henschel produziert den schweren Kampfpanzer Tiger II ("Königstiger") in Serie.

    Imposantes Bürohochhaus im Stil der Moderne an der Friedrich-Ebert-Straße ; © Stadtarchiv Kassel, Bild-Signatur 0.526.342, Foto: Carl Eberth Der Firmensitz des Wintershall-Konzerns, das August-Rosterg-Haus, im Jahr 1965. (Stadtarchiv Kassel, Bild-Signatur 0.526.342, Foto: Carl Eberth)

    1919 - vor 100 Jahren

  • 1. Januar: Zur Aufrechterhaltung von Ruhe und Ordnung nimmt die Stadtwehr ihre Tätigkeit auf. Zeitweise stehen 6500 Bürger unter Waffen.
  • Anfang des Jahres richtet der Begründer und Generaldirektor des Wintershall-Konzerns, August Rosterg, im 2. Stockwerk des Hauses Hohenzollernstraße 139 ein zentrales Leitungsbüro ein. Wenige Jahre darauf wird das Haus vom Erdgeschoss bis zum 4. Stock in Anspruch genommen. Heute ist Wintershall der größte international tätige deutsche Erdöl- und Erdgasproduzent mit 2000 Beschäftigten aus 50 Nationen.
  • 28. Januar: Generalfeldmarschall von Hindenburg wird zum Ehrenbürger Kassels ernannt.
  • 29. Januar: Gründungsversammlung der gemeinnützigen Siedlungsgesellschaft mbH "Hessische Heimat", die am 5. April ins Handelsregister eingetragen wird.
  • 13. Februar: Der Kasseler Philipp Scheidemann, der am 9. November 1918 in Berlin die Republik ausgerufen hatte, wird Reichsministerpräsident (bis 20. Juni 1919)
    • 2. März : Erstmals sind Kassels Frauen bei einer Wahl zur Stadtverordnetenversammlung wahlberechtigt (aktiv und passiv). Sechs Frauen werden in das Stadtparlament gewählt.
    • 7. März: Der Ladenschluss wird von 20 Uhr auf 19 Uhr vorverlegt.
    • 1. April: In der Frankfurter Straße eröffnet Ludwig Jordan ein Unternehmen, das sich mit dem Handel von Rundhölzern befasst.
    • 14. Mai: Georg Seidler wird zum Ehrenbürger der Stadt ernannt.
    • 21. Juni: In der Innenstadt, insbesondere in der Unteren Königsstraße, kommt es zur Plünderung zahlreicher Ladengeschäfte, ausgelöst von ungefähr 50 Männern und Frauen, deren Empörung sich zunächst nur auf die ihrer Meinung nach viel zu hohen Eierpreise in den Lebensmittelgeschäften gerichtet hatte.

    Historische und moderne Architektur bilden im Gebäude eine gelungene Verbindung: Die Außenmauern bilden die alten Backsteinfassaden der Henschel-Bauten, dahinter wird das gläserne neue Gebäude sichtbar.; © Stadt Kassel
    Das Sophie-Henschel-Haus erinnert an die große Kasseler Unternehmerin und steht an der Stelle des früheren Wohnhauses der Henschel-Dynastie. Heute hat dort unter anderem das Institut für Werkstofftechnik der Universität Kassel seinen Platz.

    1894 - vor 125 Jahren

    • März: Emilie Schönian gründet den Frauenarbeitsverein, der arbeitslosen Frauen Beschäftigung und Verdienst vermittelt.
    • 23. Juni: Auf Initiative des Kaufmanns Ferdinand Berneburg wird die Baugenossenschaft "Spar- und Bauverein Kassel" gegründet. 1897 entstehen die ersten Wohnhäuser dieser Selbsthilfeorganisation an der Eisenschmiede und in Niederzwehren.
    • 18. November: Nach dem Tod des Firmenchefs Oskar Henschel leitet die Witwe Sophie Henschel fast zwei Jahrzehnte das größte Unternehmen der Stadt, die Maschinenfabrik Henschel & Sohn. Vorbildliches leistet Sophie Henschel auch auf sozialem Gebiet. So veranlasste sie die Einrichtung eines Kindergartens für die Kinder von Werksangehörigen sowie die Gründung einer Fortbildungs- und einer Haushaltungsschule. Auch das "Rote-Kreuz-Krankenhaus" und die Lungenheilstätte Oberkaufungen kamen Dank ihrer ideellen und finanziellen Förderung zustande. In Kassel erinnert unter anderem der Sophie-Henschel-Platz an sie.
    • 20. Dezember: Das neue Gaswerk im Osten der Stadt wird in Betrieb genommen. Es vermag pro Tag 40.000 Kubikmeter Gas zu erzeugen, die 20-fache Menge des alten Gaswerks.
    • Im gleichen Jahr: In der Unteren Karlsstraße 10, am Fischbrunnen, eröffnet Max Siering eine Buchhandlung. Seit 1962 ist sie in der Friedrich- Ebert- Straße 16 zu finden.
      Kaufmann Theodor Kranefuß macht sich selbständig und wird, auch als Versandgeschäft, führend in der Bettenbranche.
    • Zum ersten Mal wird das Auersche Gasglühlicht in Kassel vorgeführt. Im Vergleich zu der bisher allgemein verwendeten offenen Gasflamme bedeutet dies eine enorme Verbesserung, so dass sich die sogenannten Glühstrümpfchen rasch einbürgern.

     

    Zeitgenössisch mit Ring und Schleife versehende Collage von zehn Porträtfotos; © Stadt Kassel Marie Calm (unten rechts) auf der Illustration "Die Führerinnen der Frauenbewegung in Deutschland" der Zeitschrift "Die Gartenlaube" von 1894.

    1869 - vor 150 Jahren

    • 1. Mai: Am Ständeplatz wird das Gebäude der Höheren-Töchterschule eingeweiht (1937 Jacob-Grimm-Schule)
    • 24. Mai: Die Gewerbliche Zeichenschule wird ins Leben gerufen, die später in der Kunsthochschule aufgeht
    • 21. Juni: Mit der Gewerbeordnung für den norddeutschen Bund kehren Gewerbefreiheit und Freizügigkeit in Kurhessen ein.
    • 22. August: König Wilhelm von Preußen, 1871 Deutscher Kaiser Wilhelm I., besucht einen Gottesdienst in der Garnisonskirche, besichtigt die Wachtparade auf dem Friedrichsplatz sowie die Kriegsschule und sieht sich eine Theatervorstellung an
    • Oktober: Der Frauenbildungsverein Kassel wird gegründet, der unter dem Vorsitz der Schriftstellerin und Lehrerin Marie Calm Anfang 1870 die Fachschule für Mädchen (heute Elisabeth-Knipping-Schule) errichtet.  In Kassel ist eine Straße nach ihr benannt.
    • 22. Dezember: Schornsteinfegermeister aus Kassel und Umgebung beantragen die Errichtung einer Innung, die die Königliche Regierung am 31. Dezember genehmigt. 

    1844 - vor 175 Jahren

    • 1. April: Nachdem Johann Heinrich Rohde vor dem Kurfürstlichen Oberzunftamt die nötigen Kenntnisse und das erforderliche Vermögen nachgewiesen hat, wird er in die Kaufmannschaft aufgenommen. Er gründet ein Samenhandelsgeschäft, das er wenige Jahre darauf um eine Gärtnerei erweitert. Hieraus entwickelte sich die Samenzucht H. Rohde KG Kassel/Guxhagen mit Verkaufsgeschäft am Königsplatz.
    • 4. April: Der im Ständehaus tagende kurhessische Landtag beschließt die Aufnahme einer Anleihe von sechs Millionen Talern zum Bau der Staatseisenbahn. Damit hört Kurhessen auf, der einzige Staat zu sein, der keine Staatsschulden hat.
    • 9. September: Kurprinz Friedrich Wilhelm genehmigt die Errichtung von Eisenbahnlinien in Kurhessen. In Wirtschaftskreisen herrscht große Freude darüber. 
    • Sigmund Aschrott, späterer Bauherr des Vorderen Westens und Mäzen seiner Heimatstadt, tritt in diesem Jahr in das väterliche Geschäft in Kassel ein, dem er durch Einführung von Webstuhlverbesserungen zum Aufschwung verhilft, insbesondere durch die Produktion breiter und schwerer Leinensorten (Segeltuche).

    1819 - vor 200 Jahren

    • Unter dem Titel "Alphabetisches Verzeichnis der Einwohner in der Residenzstadt Cassel, mit Bemerkung ihrer Wohnung" erscheint das erste gedruckte Kasseler Adressbuch.

    Die stark genutzte Brücke mit Blick in die Altstadt bis zu den Türmen der Martinskirche.; © Stadtarchiv Kassel, Bild-Signatur 0.501.826, Foto: Carl Eberth
    Seit langem ein Dreh- und Angelpunkt: die Fuldabrücke in den 30-er Jahren. (Stadtarchiv Kassel, Bild-Signatur 0.501.826, Foto: Carl Eberth)

    1794 - vor 225 Jahren

    • 13. Dezember: Die neue Brücke über die Fulda, die direkt vom Altmarkt zum Holzmarkt führt, ist fertiggestellt.

    1769 - vor 250 Jahren

    • 10. Oktober: "Cassel hat wirklich viel aufzuweisen, welches man in wenigen Städten Deutschlands vereinigt antrifft". Dies schreibt mit obigem Datum der durch sein Buch "Über den Umgang mit Menschen" auch heute noch bekannte Adolf Freiherr von Knigge anlässlich einer Reise nach Kassel.
    Porträt der Landgräfin; © LM 1947/64; Museumslandschaft Hessen Kassel Bildnis der Amalie Elisabeth von Hanau, Landgräfin von Hessen, auf einem Bildnis von Jan Anthonisz van Ravesteyn, Kopist Heinrich Neufang.

    1619 - vor 400 Jahren

  • Amalie Elisabeth, geb. 1602 als Gräfin von Hanau, heiratet Landgraf Wilhelm V. von Hessen-Kassel. Im Jahr 1637, mitten im Dreißigjährigen Krieg, stirbt ihr Ehemann, woraufhin sie die Regentschaft für ihren minderjährigen Sohn Wilhelm übernimmt. Mit politischen Geschick versteht sie es, die bis dato auch im protestantischen Lager isolierte Landgrafschaft vor dem Zugriff benachbarter Staaten zu bewahren. Im Zuge der Verhandlungen zum Westfälischen Frieden (1648) gelingt es der Landgräfin, gerade auch Dank guter Verbindungen zu Frankreich und Schweden, nicht nur verlorene Territorien zurückzubekommen, sondern auch das Fürstentum Hersfeld und einen Teil der Grafschaft Schauenburg hinzuzugewinnen. Hessen-Kassel wird vom Verlierer zum Gewinner des Kriegs. 1650 gibt Amalie Elisabeth ihre Regentschaft ab und stirbt 1651 im Alter von nur 49 Jahren.
  • Weitere Infos über Landgräfin Amalie Elisabeth

    1594 - vor 425 Jahren

    • 10. Oktober : Landgraf Moritz genehmigt dem Buchdrucker Wilhelm Wessel, in Kassel eine Druckerei zu betreiben. Es ist die erste in Kassel

    1544 - vor 475 Jahren

    • Der Rat der Freien Reichsstadt Frankfurt genehmigt eine von Landgraf Philipp nachgesuchte reitende Post von Kassel über Frankfurt zum Reichstag in Speyer. Ein Jahr später wird eine unmittelbare Verbindung von Kassel nach Dresden geschaffen.

    1419 - vor 600 Jahren

    • Landgraf Ludwig  "der Friedfertige" (1402 bis 1458) startet eine erfolgreiche Auseinandersetzung mit dem Erzbistum Mainz, die im Mainzisch-Hessischen Krieg gipfelt. Der Frankfurter Friede von 1427 weist alle Ansprüche der Mainzer ab. Zeitgenossen priesen Ludwig nach einer langen Phasen der Unsicherheiten als zweiten Gründer Hessens. Ihm gelang eine Arrondierung des Territoriums. Während seiner Regierungszeit unternahm er unter anderem eine Wallfahrt nach Jerusalem, von wo er einen Holzsplitter mitbrachte, der angeblich vom Kreuz Jesu stammte. Diese Reliquie steigerte in der Folge erheblich das Spendenaufkommen für die Martinskirche, die in seiner Regierungszeit fast fertiggestellt werden konnte. Auch in das Alltagsleben der Kasseler griff Ludwig vielfach ein: So verbot er ein besonders weitverbreitetes Würfelspiel sowie das Herumsitzen in den Bier- und Weinhäusern nach 21 Uhr.

    Blick auf ein Fachwerkensemble und die alte Brüderkirche. ; © Stadtarchiv Kassel, Signatur 0.546.159, Foto: Carl Eberth
    Die (Alte) Brüderkirche mit ihrem Umfeld am Altmarkt auf einem Foto von 1939. (Stadtarchiv Kassel, Signatur 0.546.159, Foto: Carl Eberth)

    1294 -vor 725 Jahren

    • Den Karmelitermönchen wird verboten, die ihnen geschenkten oder vermachten Weinberge in Eigentum zu behalten. Dafür entstehen aber die alte Brüderkirche und der Renthof als ihre Klosteranlage.

    1269 - vor 750 Jahren

    • Erstmals wird das Zwehrener Tor erwähnt und damit die Existenz einer Stadtmauer bestätigt. Kassel wird im 16. Jahrhundert  zu einer der stärksten Festungen Europas ausgebaut und dadurch im Dreißigjährigen Krieg (1618 bis 1648) niemals eingenommen. Die Befestigung wird - militärisch überholt -  erst ab Ende 1766 abgerissen. An ihrer Stelle entstehen beispielsweise der Königsplatz und der Friedrichsplatz, geplant durch den Stararchitekten Simon Louis du Ry.
    Darstellung einer jungen Mutter, die ihren Sohn präsentiert; © Foto: Stefan Aumann, wikimedia commons Denkmal vor dem Marburger Rathaus (Foto: Stefan Aumann, wikimedia commons)

    1244 - vor 775 Jahren

  • Heinrich von Brabant wird geboren. Das "Kind von Brabant" oder auch "Heinrich, das Kind", wie er später genannt wird, wird 1247 als erst Dreijähriger Landgraf der Landgrafschaft Hessen, aus der später die Landgrafschaft Hessen-Kassel wird. Er ist damit der Gründervater einer 619 Jahre lang (bis zur Annexion 1866 durch Preußen) herrschenden Dynastie mit 24 Landgrafen und Kurfürsten sowie des Landes Hessen.

    Seiner Mutter Sophie, Herzogin von Brabant, gelang es mit der Ausrufung seiner Herrschaft ein Machtvakuum auszunutzen, das nach dem überraschenden Tod der beiden männlichen Erben der Thüringer Landgrafendynastie entstanden war. Dass dies dauerhaft von Erfolg gekrönt war, liegt auch am Nimbus der Heiligen Elisabeth, deren Tochter Sophie und deren Enkel Heinrich war.

  • 1019 - vor 1000 Jahren

    • 6. Juni: Der letzte Sachsenkönig und Kaiser Heinrich II. "der Heilige" genehmigt Wolfsanger jeden Samstag einen Wochenmarkt und zum Tage Johannes des Täufers (24. Juni) einen Jahrmarkt. Den Ort samt  Gotteshaus (heute Johanniskirche) schenkt er dem Kloster Kaufungen. Der Stadtteil Wolfsanger ist bereits 811 in einer Urkunde Kaiser Karls des Großen erwähnt und damit 102 Jahre älter als Kassel.

    Das Kirchengebäude von der Nordseite aus gesehen; © Stadt Kassel; Foto: Stephan Kaiser
    Die Kirche in Wolfsanger auf dem Opferberg wurde erstmals vor 1000 Jahren urkundlich erwähnt und trägt passend zu dieser Erwähnung den Namen des Apostels Johannes. Das heutige Gebäude stammt aber aus dem Jahr 1725.

    Veröffentlicht am:   16. 01. 2019  


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