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Der Aschrott-Brunnen

Aschrottbrunnen vor der Zerstörung

1908 erbaute der Rathausarchitekt Karl Roth vor dem Rathaus einen 12 Meter hohen Brunnen. Er wurde von Sigmund Aschrott, einem erfolgreicher Kasseler Unternehmer aus deutsch-jüdischer Familie, der Stadt Kassel gestiftet. 1939 demolierten Nationalsozialisten den "Judenbrunnen". Kurz darauf ließ die Stadtverwaltung den Brunnen bis auf seine Sandsteinfassung abtragen. 1987 schuf der Kasseler Künstler Horst Hoheisel den Brunnen als Negativform des Originals neu. Der in den Boden versenkte Aschrott-Brunnen soll als offene Wunde der Stadtgeschichte an erlittenes Unrecht erinnern und Mahnung sein.

 

1908
Stiftung eines Brunnens zum Neubau des Rathauses auf dem Rathausplatz. Stifter ist der Unternehmer Sigmund Aschrott.

1939
Zerstörung der zwölf Meter hohen Brunnenpyramide durch die Nationalsozialisten. Aschrott war Jude.

1943
Entfremdung des Brunnenbeckens als Blumenbeet.

1963
Umgestaltung des Blumenbeetes zum Springbrunnen. Er heißt jetzt Rathausbrunnen.

1987
Während der documenta 8 senkt Horst Hoheisel einen Nachbau der zerstörten Brunnenskulptur als Negativform zwölf Meter in die Tiefe des Rathausplatzes. Aus der Pyramide ist ein Trichter geworden, in den das Wasser hineinstürzt.

1994
Das Modell des Aschrottbrunnens mit Entwurfskizzen, Fotos und Dokumenten aus dem Kasseler Stadtarchiv wird in der Ausstellung The Art of Memory, Holocaust Memorials in History im Jewish Museum, New York, gezeigt.

1998
Aufnahme des Modells des Aschrottbrunnens mit Entwurfszeichnungen und Dokumenten in die Kunstsammlung der Gedenkstätte Yad Vashem, Jerusalem.

1908
Stiftung eines Brunnens zum Neubau des Rathauses auf dem Rathausplatz. Stifter ist der Unternehmer Sigmund Aschrott.

1939
Zerstörung der zwölf Meter hohen Brunnenpyramide durch die Nationalsozialisten. Aschrott war Jude.

1943
Entfremdung des Brunnenbeckens als Blumenbeet.

1963
Umgestaltung des Blumenbeetes zum Springbrunnen. Er heißt jetzt Rathausbrunnen.

1987
Während der documenta 8 senkt Horst Hoheisel einen Nachbau der zerstörten Brunnenskulptur als Negativform zwölf Meter in die Tiefe des Rathausplatzes. Aus der Pyramide ist ein Trichter geworden, in den das Wasser hineinstürzt.

1994
Das Modell des Aschrottbrunnens mit Entwurfskizzen, Fotos und Dokumenten aus dem Kasseler Stadtarchiv wird in der Ausstellung The Art of Memory, Holocaust Memorials in History im Jewish Museum, New York, gezeigt.

1998
Aufnahme des Modells des Aschrottbrunnens mit Entwurfszeichnungen und Dokumenten in die Kunstsammlung der Gedenkstätte Yad Vashem, Jerusalem.


2002

Horst Hoheisel inspiziert die Negativform des Aschrottbrunnens

Der Aschrott-Brunnen von unten
DENK MAL ÜBER WACHUNG / MEMORIAL SUR VEILLANCE ist der Titel einer Videoskulptur im Rahmen der documenta 11.

Bilder und Geräusche aus dem versenkten Aschrottbrunnen werden auf eine Videoskulptur im Rathausfoyer übertragen.

Im Bild zu sehen ist der Künstler Horst Hoheisel, der die Negativform während der documenta 11 inspiziert.


Der Aschrott-Brunnen heute

Der Aschrottbrunnen, vor dem Kasseler Rathaus, Obere Koenigsstraße 8

Vor dem Kasseler Rathaus
Obere Königsstraße 8
34117 Kassel





 

Veröffentlicht am:   12. 11. 2015  


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