Arbeits- und Beschäftigungs­angebote für Langzeit­arbeitslose

Beschäftigungsangebote in verschiedenen Berufsbereichen für Langzeitarbeitslose zum Wiedereinstieg in das Arbeitsleben.

Beschreibung

Arbeitsgelegenheiten

Die Kommunale Arbeitsförderung bietet in Zusammenarbeit mit dem Jobcenter ein breites Spektrum an Tätigkeiten für Langzeitarbeitslose zum Wiedereinstieg in das Arbeitsleben an. 
In folgenden Sparten stehen Plätze für Sie zur Verfügung:

Handwerk Basic Re- und Upcycling 

In unserer Werkstatt werden unter der Anleitung unserer Fachanleiter aus dem Bereich Holzbearbeitung und Malerei/Lackiererei handwerkliche Projekte in den Bereichen Recycling, Holz, Metall und Kunststoffverarbeitung umgesetzt und berufliche Grundkenntnisse vermittelt.

Einige Beispiele:

Der Bau beziehungsweise die Restauration von Vogelhäusern, Bänken, Insektenhotels, einfacher Möbelstücke sowie Werkgegenständen aus dem Technikmuseum. 
Gemeinsam aufgearbeitete Gegenstände werden sozialen und gemeinnützigen Einrichtungen entgeltfrei übergeben. Neben den produktorientierten Hilfsarbeiten erhalten die Teilnehmenden auch die Möglichkeit, eigene Möbelstücke aufzuarbeiten sowie Kenntnisse zu haushaltsnahen Reparaturarbeiten zu erlangen. Teilnehmende, die im Verlauf der Maßnahme ausreichende fachliche Grundkenntnisse entwickeln, können unter Aufsicht eines Fachanleiters auch vereinzelt Aufgaben an externen Stellen wahrnehmen (beispielsweise in Schulen, Kitas und bei sozialen Trägern). Dabei erhält die Kommunale Arbeitsförderung keine Aufträge, sondern entwickelt gemeinsam mit den entsprechenden Einrichtungen geeignete und sinnvolle Tätigkeiten und Projekte.

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Urban Gardening und Tierhelfer im Stadtgebiet 

Mit dem Fachanleiter im Garten- und Landschaftsbau erwerben die Teilnehmenden im gärtnerischen Bereich berufliche Grundkenntnisse:

  • Bodenbearbeitung, Einsäen, Mulchen, Düngen, Ernten und Verwerten/Verteilen)
  • Grundkenntnisse im Garten- und Landschaftsbau mit dem Schwerpunkt Saat und Ernte von Obst, Gemüse- und Kräuterpflanzen
  • Beteiligung bei oder Planung von Projekten, die sich dem Thema Urban Gardening widmen
  • Bewirtschaftung von Streuobstwiesen
  • Hilfen in Schulgärten um (Mist anliefern, Steine einer Kräuterspirale mit den Kindern setzen und vieles mehr)  pressemitteilungen/agh-schulgarten.php
  • Anbau und der Ernte diverser Obst-, Gemüse- und Kräuterarten im Stadtgebiet
  • Für Hochbeete, das Anlegen von kleineren Wegen oder Steingärten oder ähnliches werden im Zuge der Nachhaltigkeit Hölzer und Steine aus unserer Naturmaterialbörse, wenn nötig, aufgearbeitet und dann weiterverwendet.

Dies geschieht an verschiedenen Einsatzorten: Schulgärten, Essbare Stadt, gemeinnützigen Lernorten (Lernhof Geschichte, Eichwaldhof etc.), Urbanen Waldgärten, Waldschule und vieles mehr.
2025 wird die, vormals eigenständige, Maßnahme „Tierhelfer im Stadtgebiet“ als optionale Einsatzmöglichkeit integriert. Hiermit erweitern wir die Vielfalt der Einsatzbereiche und können Teilnehmenden, die gerne die Arbeit mit Tieren kennenlernen wollen, ein individuelleres Angebot machen. Einsatzorte sind der Eichwaldhof (bis April 2026), der  integrative Abenteuerspielplatz Wilde Warte und die Igelstation.
Die Teilnehmenden der Arbeitsgelegenheit unterstützen als Hilfen gemeinnützige Organisationen und Schuleinrichtungen bei der Versorgung und Betreuung unterschiedlichster Tiere. Dies umfasst das zusätzliche Angebot von Spaziergängen,  die Fütterung und gegebenenfalls die Unterstützung des Personals bei der Pflege und Betreuung von ängstlichen Tieren, die Gehegereinigung, das Anlegen von Nistkästen und die Beobachtung von Vögeln. Sie unterstützen zusätzlich bei Zaunreparaturen sowie Reinigungs- und Aufwertungstätigkeiten auf dem Gelände.

Tiere und Insekten im Stadtgebiet-Schwerpunkt das Weinbergareal

Neben der Vermittlung gärtnerischer Grundlagen werden die Teilnehmenden durch den Fachanleiter in eine schrittweise Neuausrichtung des Weinbergs eingebunden. Dabei entstehen als Besucherblickfang unter Berücksichtigung der Biodiversität nach und nach insekten – und vogelfreundliche Flächen. Die Teilnehmenden unterstützen bei der Zusammenstellung von Samenmischungen, die für das Anlegen von Wildbeeten im Stadtgebiet geeignet sind und im Frühjahr unentgeltlich an Kasseler Bürger abgegeben werden. Sie beteiligen sich beim Anlegen von Blüh- und Pflanzstellen. Bei der Gestaltung finden sowohl das Blühverhalten im Jahreswechsel, sowie auch der Klimawandel besondere Berücksichtigung. In den Wintermonaten werden u.a. die über das Jahr gesammelten Samen für das nächste Jahr sortiert oder zu Blühmischungen zusammengestellt, Nistkästen im Stadtgebiet für das neue Jahr instandgesetzt, Insektenhotels gewartet und das Weinbergareal für die neue Saison vorbereitet.

 pressemitteilungen/weinbergterrassen.php

Stadtteilzentren 

Die Teilnehmenden der Arbeitsgelegenheit unterstützen auf vielfältige Weise das nachbarschaftliche Leben in den Stadtteilen Mitte, Nord-Holland, Forstfeld und Rothenberg des Vereins Piano e. V. – eines Vereins getragen durch die GWG.

Ein Einblick in das vielfältige Aufgabenspektrum:

Unterstützung bei Koch – und Backaktionen, Einkaufshilfe für Seniorinnen und Senioren, Mithilfe bei sozialen Handwerksprojekten, Mithilfe und Mitgestaltung bei hauseigenen Festen oder Sonderveranstaltungen. Hier können auch eigene Rezept- oder Dekorationsvorschläge mit eingebracht werden. Darüber hinaus ist ein wichtiger Bestandteil mit den Besuchenden und den Menschen im Stadtteil ins Gespräch zu kommen, ggfls gemeinsame Aktivitäten wie zum Beispiel: Gesellschaftsspiele, Spaziergänge anzubieten und umzusetzen.

Zielgruppe
Erwerbsfähige Hilfebedürftige mit dem 1. Wohnsitz im Stadtgebiet Kassel und Leistungsbezug der Grundsicherung. Die Angebote gelten auch für geflüchtete Menschen. 

Organisatorisches
Ein Beginn ist kurzfristig möglich, sofern passende Plätze frei sind. Prüfung und Zuweisung durch die persönliche Integrationsfachkraft (IFK) / Sachbearbeiter/in beim Jobcenter der Stadt Kassel (JC). 

Vergütung und Zusatzleistungen

  • Mehraufwandsentschädigung von 1 Euro oder 1,50 Euro / Stunde zusätzlich zum ALG II - Bezug
  • Arbeits- und Schutzkleidung wird gestellt

Anschrift und Öffnungszeiten

Ähnliche Dienstleistungen

Erläuterungen und Hinweise

Glossar

Gund-Sicherung (Grundsicherung)

Gund-Sicherung (Grundsicherung)

Das ist Hilfe vom Staat.
Wenn das Geld zum Leben nicht aus-reicht.
Diese Hilfe bekommt jede Person, die in Deutschland lebt.

Aufenthalts-Gestattung (Aufenthaltsgestattung)

Aufenthalts-Gestattung (Aufenthaltsgestattung)

Das ist ein Brief vom Staat.
Darin steht:
Diese Person hat das Recht, in Deutschland zu leben.
Sie hat dieses Recht für eine bestimmte Zeit.
Solange das Asyl-Verfahren von dieser Person dauert.

Asyl-Verfahren bedeutet:
Diese Person ist aus einem anderen Land nach Deutschland gekommen.
Weil sie in ihrer Heimat nicht leben konnte.
Diese Person hat einen Antrag gestellt.
Weil sie in Deutschland bleiben möchte.
Eine Behörde oder ein Gericht muss über diesen Antrag entscheiden.

Diese Person darf in Deutschland bleiben.
Bis die Behörde oder das Gericht über den Antrag entschieden hat.
Für diese Zeit bekommt diese Person eine Aufenthalts-Gestattung.

Aufenthaltserlaubnis (Aufenthalts-Erlaubnis)

Aufenthaltserlaubnis (Aufenthalts-Erlaubnis)

Das ist ein Papier vom Staat.
Es ist für Menschen aus einem anderen
Land.
Darin steht:
Dies Person hat das Recht, in Deutschland zu leben.
Sie hat dieses Recht für eine bestimmte Zeit.
Solange diese Person etwas Bestimmtes macht.
Zum Beispiel ein Studium
oder eine Berufs-Ausbildung.

Duldung

Duldung

Eine Person muss Deutschland verlassen und geht nicht freiwillig.
Das nennt man Abschiebung.
Die Person kann noch nicht abgeschoben werden.
So lange darf diese Person in Deutschland bleiben.
Das nennt man: Duldung.

integrativ (Inklusion)

integrativ (Inklusion)

Das bedeutet:
Alle machen etwas zusammen.
Niemand wird ausgeschlossen.

Eingliederungs-Hilfe (Eingliederungshilfe)

Eingliederungs-Hilfe (Eingliederungshilfe)

Das ist Hilfe für Menschen mit Behinderungen.
Und für Menschen, die von einer Behinderung bedroht sind.
Zum Beispiel:
Wenn man wegen einer Krankheit eine Behinderung bekommt.

Diese Hilfe soll das Leben mit einer Behinderung leichter machen.
Und sie soll mehr Teilhabe möglich machen.
Damit Menschen mit Behinderungen alles mit-machen können.

Wohn-Geld (Wohngeld)

Wohn-Geld (Wohngeld)

Das ist Geld vom Staat.
Es ist für die Miete.
Wenn man seine Miete nicht selbst bezahlen kann.