Pique Dame

Ein Außenseiter mit Aufstiegsambitionen kommt in einen Familienverbund und verliebt sich in die Tochter des Hauses. Hermann lernt schnell und macht sich die Logiken und Glaubenssätze dieser Welt zu eigen – und so dringt er an Lisas Verlobungstag mit Jeletzki in ihre Privatsphäre ein, um ihr seine Liebe zu gestehen. Doch aller Erwartungen zum Trotz: Lisa liebt Herrmann auch – und einen Augenblick lang scheint das Glück der beiden zu gelingen. Doch das genügt dem Protagonisten nicht. Eine unstillbare Obsession wuchert in ihm, denn die alte Gräfin und das Geheimnis um ihren Erfolg im Glücksspiel machen ihn schier wahnsinnig, sodass er alles aufs Spiel setzt und schließlich ins Verderben stürzt. Auch mit dieser faszinierenden Erzählung um gesellschaftliche sowie psychologische Zwänge hat sich Alexander Puschkin zum Erneuerer der russischen Literatur gemacht. Dass die sozialen Ordnungen doch stärker sind als jeder noch so vehemente individuelle Versuch, das Glück zu forcieren, durchzieht auch Peter I. Tschaikowskys dreiaktige Oper von 1887, die – neben einer genauen Figurenpsychologie im Klangidiom der russischen Romantik – auch mit einem waschechten Showdown am Kartentisch aufwartet. Als klassisches ‚Chefstück‘ wird Pique Dame von Generalmusikdirektor Francesco Angelico musikalisch geleitet. Die junge Regisseurin Ariane Kareev hat sich in der Spielzeit 2021/22 bereits mit dem szenischen Liederabend Kriegsspiele dem Kasseler Publikum vorgestellt und verantwortet mit Pique Dame nun ihre erste Inszenierung auf der großen Opernbühne.

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