Temple of Alternative Histories - Inszenierung: Temple of Appropriated Histories

„Her mit dem Mythos, den Sagen und Heldenliedern! Wir brauchen Metaphern verschiedenster Schöpfungsgeschichten, den endlosen Kreislauf aus Untergang und Aufstieg der Zivilisationen.“ 

Nichts Geringeres haben die isländische Künstlerin Anna Rún Tryggvadóttir und der Regisseur Thorleifur Örn Arnarsson vor, wenn sie sich mit ihrem interdisziplinären Projekt aus Schauspiel, Musiktheater, Bildender Kunst, Tanz, Videokunst, Wissenschaft und kreativen Technologien auf die Suche nach kollektiven Ursprungsgeschichten begeben. Ein prozesshafter, forschender Hybrid an der Schnittstelle der Künste, angelehnt u. a. an Wagners Der Ring des Nibelungen. Dabei hinterfragen sie die Idee einer deutschen Mythologie, die zur völkisch-nationalen Kulturgeschichte wurde. Das komplexe, kaum zu verstehende metaphorische System, bestehend aus der Edda, dem Nibelungenlied und nordischen Sagen wird von dem Künstler:innenduo nach einem neuen Verständnis dieser Geschichten in einem kollektiven Sinne abgeklopft.

Während der documenta fifteen untersuchen sie mit ihrem ganz eigenen Temple of Alternative Histories kulturprägende Werke unseres Bildungskanons aus unterschiedlichsten Perspektiven und begeben sich dabei auf eine prozesshafte Suche, um in fragilen Zeiten ein alternatives Narrativ der Beziehung zwischen Mensch und Natur zu erschaffen. Darunter die Urraufführung "Temple of Appropiated Histories".

 

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