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MEMENTO–Im Kraftfeld der Erinnerungen

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Nachdem die Ausstellung LAMENTO – Trauer und Tränen (11/2019 – 03/2020) im Museum für Sepulkralkultur dem Phänomen des Weinens und den unmittelbaren Affekten und Emotionen, die der Tod eines nahen Menschen auslöst, gewidmet war, befasst sich nun die Ausstellung MEMENTO – Im Kraftfeld der Erinnerungen mit den unterschiedlichsten Formen des individuellen Erinnerns und Gedenkens an Verstorbene.   Die Art und Weise, wie Menschen den Verlust von vertrauten und geliebten Personen verarbeiten und darin ihre emotionale Betroffenheit zum Ausdruck bringen, wird neben kulturellen Traditionen, ideologischen und gesellschaftlichen Werten oder kollektivem Geschichtsbewusstsein maßgeblich von individuellen Wesenszügen und von den jeweiligen Lebenssituationen geprägt.   Erinnerungen unterliegen – je nach Situation und Lebensphase – einem stetigen Wandel, der ihre Bedeutungen und auch ihren Sinn umfasst.   Viele Menschen suchen daher eine persönliche Sprache und Form der Vergegenwärtigung des Vergangenen, indem sie Erinnerungen in sinnlich erlebbare Handlungen transformieren oder persönliche Hinterlassenschaften als plastische Erinnerungsträger sorgsam aufbewahren.   Feierlich, traurig, lamentierend und klagend, laut und extrovertiert, tänzerisch, im Stillen oder in Form von rituellen Handlungen erinnern und gedenken Angehörige und Freunde*innen ihren Verstorbenen und reaktivieren über das Erinnern die Vergangenheit in der Gegenwart.   Die Dialoge zwischen den gezeigten internationalen künstlerischen Werken und den kulturhistorischen Objekten aus der Sammlung des Museums entfalten einen spannenden Referenzraum. Neben historischen Zeugnissen und künstlerischen Werken werden wir auch ausgewählte virtuelle Erinnerungsformate wie Trauerforen im Internet, Erinnerungsvideos auf YouTube und interaktive Webseiten, die individuelle Erinnerungsprozesse initiieren und begleiten, vorstellen.   Alle Exponate, die in der Ausstellung präsentiert werden, sind persönliche Formen der Erinnerungsarbeit, die die Geschichten von Verstorbenen durch die Stimmen der Hinterbliebenen erzählen. Die Ausstellung MEMENTO möchte jede*n einzelne*n Besucher*in ermutigen, persönliche und den eigenen Bedürfnissen entsprechende Erinnerungsformen zu entdecken und zu praktizieren.   Künstlerinnen und Künstler: Christian Boltanski (F) | Karolin Bräg (D) | Sofia Hultén (SE) | Andrew Kotting (GB) | Karsten Krause (D) | Lucy Powell (GB) | Jaan Toomik (ES) / | Tina Ruisinger (Ch) | Catrine Val (D) | Lorenz Widmaier (D) | Dorothee von Windheim (D) | Timm Ulrichs (D)

PROJEKTE: Familienhörbuch, Judith Grümmer (D) | Dear Photograph | Taylor Jones (CA) | Rest in Vinyl / Andvinyly, Jason Leach (GB) | Memorabilia, Museum für Sepulkralkultur

Konzeption: Direktor Dr. Dirk Pörschmann / Künstlerin Ella Ziegler

Eintrittspreis

6 €

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