Veranstaltungsinformationen
Links
Sigmund Aschrott und der Vordere Westen
Sigmund Aschrott, Kaufmann, Verleger und Stadtplaner, hat den Vorderen Westen in seinem Erscheinungsbild geprägt und die Voraussetzungen für eine großzügige städtebauliche Entwicklung bis heute geschaffen.
Geboren am 14. Juni 1826 in Hochheim am Main, kam er 1838 mit seinen Eltern nach Kassel. Nach Lehrjahren in Frankfurt am Main kehrte er 1844 nach Kassel zurück. Er erwarb und entwickelte das Gebiet zwischen Ständeplatz, Wilhelmshöher Allee und Wahlershausen. Diese Entwicklung unterstützte er selbst mit großzügigen Schenkungen und Spenden.
Als Jude spürte Aschrott den wachsenden Antisemitismus, seine großen und vielseitigen Verdienste wurden ihm nicht gedankt. Er verließ Kassel und zog nach Berlin. Seinen 85. Geburtstag feierte er in Kassel und schenkte der Stadt den Florapark mit der Auflage, dort zur 1.000-Jahr-Feier der Stadt eine Stadthalle zu errichten.
Mit einer Veranstaltungsreihe vom 28.Juni bis 30. August 2026 wollen die Freunde des Stadtmuseums Kassel Sigmund Aschrott und seine Verdienste würdigen sowie die Sicht auf Kassel erweitern und vertiefen.
Das 1931 fertiggestellte Altersheim ist eine der Ikonen der Moderne. Bauherrin ist die von Dr. Felix Aschrott, dem Sohn von Sigmund Aschrott, ins Leben gerufene Stiftung; die Marie von Boschan-Aschrott-Altersheim-Stiftung. Ihr Auftrag war es, einen Ort der Gemeinschaft von älteren Mitbürgerinnen aus Kassel zu schaffen.
Der vom Büro Otto Haesler gestaltete Gebäudekomplex steht bis heute für funktionale Eleganz der Architektur der Weimarer Zeit und für die Idee der Gemeinschaft.
Mit Dr. Ute Maasberg
Da die Teilnahmezahl begrenzt ist, bitten wir um Anmeldung unter 0561 787 4405.