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Zum Abschluss der Spielzeit 2026/27 und in der Mitte unseres Orchesterjubiläums richtet sich der Blick auf zwei zentrale Werke der Spätromantik. Richard Wagners Vorspiel zur großen romantischen Oper Lohengrin entfaltet aus schwebenden Streichern eine himmlische Atmosphäre und gehört zu seinen bekanntesten Orchesterstücken. Die Oper, deren Libretto maßgeblich von den Sagen der Brüder Grimm beeinflusst wurde, ist 1850 in Weimar uraufgeführt worden. Anton Bruckners 4. Sinfonie, die Romantische, ist die einzige seiner Sinfonien mit programmatischem Titel. Naturbilder, Jagdmotive und weite Klangräume prägen dieses Werk. Bruckner, der Richard Wagner sehr verehrte, verstand seine Sinfonie als „romantisches Bild“, nicht als Handlung. Das Konzert verbindet klangliche Monumentalität mit historischer Tiefe, spiegelt also Vergangenheit und Gegenwart bewusst miteinander.
Der Wiener Roberto Paternostro war von 1997 bis 2007 GMD in Kassel und prägte mit seinen Interpretationen von Anton Bruckner und Richard Strauss das damalige Konzertleben in Kassel. In seine Amtszeit fiel neben einem kompletten Wagnerschen Ringzyklus auch der temporäre Umzug in das Zelt am Friedrichsplatz. Hier leitete er unvergessene Produktionen wir Arthur Honeggers Jeanne d’Arc au bûcher oder Giuseppe Verdis Don Carlos.
Richard Wagner Vorspiel zur Oper Lohengrin
Anton Bruckner 4. Sinfonie Es-Dur Romantische