Die Dreigroschenoper

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Dienstag, 27. Dezember 202219:30 Uhr21:00 Uhr

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Die aufsehenerregende Uraufführung der Dreigroschenoper fiel in eine Zeit, in der die Welt im Umbruch war. 1928 steuert die labile Gesellschaft rückwärtsgewandt und voller Zukunftsangst bereits fatal auf die Katastrophe zu. In ihrer Aktualisierung der berüchtigten Beggar’s Opera verwirklichen Bertolt Brecht und Kurt Weill erstmals die Idee eines epischen Musiktheaters, das mit verfremdend-reflektierendem Blick die gesellschaftlichen Zustände seziert. Dass sie sich in Orchesterbesetzung, Harmonik und Sujet bewusst gegen die Konvention stellen und dabei dennoch das beliebteste Musiktheaterwerk des 20. Jahrhunderts mit zeitlos-populären Gassenhauern kreieren, gehört zu den produktivsten Paradoxien der Operngeschichte. Das Werk erzählt von der Liebe des Mörders, Zuhälters und Brandstifters Mackie Messer zu Polly Peachum, der Tochter des Londoner Bettelunternehmers; von Freundschaft und Verrat – weil die Welt eben arm und der Mensch schlecht ist. Sie erzählt von der Einsamkeit in der Großstadt, von der Entfremdung des Menschen – und von den Verhältnissen, die eben sind, wie sie sind. 

Vom ruppigen Populismus der Privilegierten bis zur fantastisch-absurden Begnadigung des Oberverbrechers; von der nicht auszutreibenden Bürgerlichkeit bis zu großen Partys in Zeiten absoluter Alternativlosigkeit ist dieses Glanzstück für Schauspieler:innen nun, zu Beginn der ‚neuen‘ 20er Jahre, aktuell und prophetisch wie nie. Eine „melancholische Revue“, so Regisseur Martin G. Berger, dessen bisherige Arbeiten in Oper, Musical und Schauspiel unterstreichen, dass für ihn „Anspruch und Unterhaltung keine Gegensätze“ sind. 2020 erhielt er für seine Weimarer Inszenierung von Ariadne auf Naxos den Deutschen Theaterpreis DER FAUST. Ab der Spielzeit 2021/22 ist er neuer Operndirektor am Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin.

Die Dreigroschenoper ist eine gemeinsame Produktion von Schauspiel und Musiktheater.

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