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SUMMARY:Raststätte Jammertal (UA)
DESCRIPTION:<p>„Ein neues Lied\, ein besseres Lied\,</p><p>O Freunde\, wi
 ll ich euch dichten!</p><p>Wir wollen hier auf Erden schon</p><p>Das Himme
 lreich errichten.“</p><p>&nbsp\;</p><p>Das schreibt der berühmte Dichte
 r Heinrich Heine in seinem Versepos Deutschland. Ein Wintermärchen\, als 
 er 1843 in sein geliebtes\, sein gehasstes Deutschland reist\, um seine Mu
 tter zu besuchen. Schon seit zwölf Jahren lebt er im französischen Exil 
 und hat Sehnsucht nach der Heimat: Heine\, der Jude\, der Christ\, der Deu
 tsche\, der Franzose\, der Romantiker\, der Erotiker\, der ironische Über
 winder der Romantik – und der politische Schriftsteller.</p><p>&nbsp\;</
 p><p>Der Freund von Marx und Engels erhofft sich eine emanzipatorische Rev
 olution für Deutschland und kann doch nicht die Augen verschließen vor a
 llem\, was dem im Wege steht und was er kunstvoll-spöttisch in seiner Dic
 htung besingt: den deutschen Korpsgeist\, die Spießigkeit\, die Schwermü
 tigkeit\, die Ordnungsliebe und die gar nicht so liebe Ordnung\, die durch
  Gewalt und Zensur in seinem Geburtsland herrscht.</p><p>&nbsp\;</p><p>Und
  heute? Wo stehen wir in Bezug auf Heines Deutschlandkritik und seinem Ruf
  nach Veränderung angesichts der globalen Polykrisen\, des allgemeinen Ve
 rtrauensverlustes in die Demokratie\, der Rückkehr des Konservatismus\, A
 utoritarismus\, Chauvinismus\, Populismus\, Nationalismus\, des universale
 n „Me First“\, „Nation First“? Was ist aus Heines neuem Lied gewor
 den? Singen wir wieder das alte?</p><p>&nbsp\;</p><p>Autor und Regisseur A
 lexander Eisenach lässt sich in dieser Stückentwicklung von Heines lyris
 chem Werk inspirieren\, um nach Zonenrandgebiet (UA) und Anthropos Antigon
 e (UA) seine poetisch-politische Erforschung deutscher Geschichte in Kasse
 l fortzuschreiben und die Frage nach unserem ausgeprägten Sicherheitsbed
 ürfnis\, unseren Zukunftsängsten und reaktionären Sehnsüchten – der 
 GERMAN ANGST – zu stellen. Und doch\, trotz alledem:</p><p>&nbsp\;</p><p
 >„Gib dich zufrieden\, Vater Rhein\,</p><p>Denk nicht an schlechte Liede
 r\,</p><p>Ein besseres Lied vernimmst du bald –</p><p>Leb wohl\, wir seh
 en uns wieder.“</p><p>&nbsp\;</p><p>In Kooperation mit dem In­sti­tut 
 für Germanistik der Universität Kassel und dem Sara Nussbaum Zentrum fü
 r Jüdisches Leben.</p>
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LOCATION:Friedrichsplatz 15\, 34117 Kassel
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