Masters of Dark Matter

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»Dunkle Materie ist eine postulierte Form von Materie, die nicht direkt sichtbar ist, aber über die Gravitation wechselwirkt«, ist bei Wikipedia zu lesen. Gibt es eine schönere Definition für Musik? Die Kräfte und Auswirkungen dieser geheimnisvollen Materie scheinen direkt von der Rieger-Orgel in der Martinskirche auszugehen und werden sichtbar in einer spektakulären Erweiterung der Orgelpfeifen durch Licht. Stunt-Performer verbinden die Welten und bringen Raum und Licht in Beziehung.

 

Gravitationszentum für dieses Spiel ist die Organistin Ines Schüttengruber, die bei den Kasseler Musiktagen 2018 als Pianistin mit dem Kunstpfeifer Nikolaus Habjan begeisterte. Sie entfacht die ganze Bandbreite des weltweit berühmten Instruments und entlockt ihm äußerst vielfältige und vielschichtige Klänge. Mit dem tschechischen Komponisten Petr Eben stimmt sie zur Dankbarkeit an, mit Marcel Dupré begibt sie sich in Präludium und Fuge auf die Spuren Johann Sebastian Bachs, mit Gustav Holsts Mars schwebt sie durch den Kosmos, mit dem österreichischen Komponisten Ernst Ludwig Leitner ruft sie zum Totentanz, mit Olivier Messiaen lässt sie die ewige Kirche erscheinen.

 

Ein besonderes Spiel von Klang, Licht und Raum, das Clemens und Nick Prokop entfalten: die beiden Brüder verändern unter dem Namen TYE Shows – »trust your ears« – mit ihren Konzerterzählungen die Wahrnehmung von Musik. In den vergangenen Jahren entstanden Arbeiten mit Kent Nagano und dem London Symphony Orchestra, Carl St. Clair und dem Pacific Symphony Orchestra, Omer Meir Wellber an der Bayerischen Staatsoper sowie zuletzt für Prometheus dis.order in der Tonhalle Düsseldorf. 2020 waren bei den Kasseler Musiktagen an zwei Abenden ihre pandemischen Konzertbegehungen in der documenta-Halle zu erleben.

Eintrittspreis

25 €