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Domenico Cimarosa REQUIEM und Johann Sebastian Bach Kantate BWV 156 „Ich steh’ mit einem Fuß im Grabe“

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Domenico Cimarosa war in seiner Zeit vor allem als Opernkomponist
bekannt und hoch geschätzt und gilt auch heute
noch als der wichtigste Vertreter der opera buffa zwischen
Mozart und Rossini. 1749 in der Nähe Neapels geboren, wirkte
er zunächst dort, bald auch in Venedig, Rom und Florenz.
Bereits mit 23 Jahren galt er als der bedeutendste Opernkomponist
Italiens, dessen Werke auch in den europäischen
Zentren wie Wien, Paris, Dresden, Warschau oder Berlin aufgeführt
wurden. Neben seinem umfangreichen Opernschaffen
und fast 90 Klaviersonaten hat Cimarosa auch weltliche
Vokalwerke, Oratorien und Messen komponiert. Beachtlich
war sein Nachruhm vor allem in den romanischen Ländern,
wo er im 19. Jahrhundert als ebenbürtig oder gar höher als
Mozart eingeschätzt wurde.
Vermittelt durch den Herzog Capriola, Botschafter Neapels in
St. Petersburg, wurde Cimarosa 1787 von Katharina II. an den
Zarenhof berufen. Drei Tage nach seiner Ankunft verstarb
die Gattin Capriolas, sodass er das Requiem in g-Moll in nur
wenigen Tagen für ihre Totenmesse komponierte. Das Stück
zählte im 18. Jahrhundert zu den am weitesten verbreiteten
geistlichen Werken seiner Zeit. Wolfgang Amadeus Mozarts
berühmtes Requiem entstand vier Jahre später. Wie sein sechs
Jahre jüngerer Zeitgenosse Mozart arbeitete auch Cimarosa
bis zum letzten Moment seines Lebens, so dass auch sein
letztes Werk, die Oper Artemisia, bei seinem Tod 1801 unvollendet
blieb.
Cimarosas Requiem gilt als ein Schlüsselwerk der geistlichen
Musik des 18. Jahrhunderts und inzwischen als Geheimtipp
unter Kirchenmusikern. Das Werk macht weniger persönliche
Gefühle wie Angst, Zweifel oder Trauer hörbar, sondern ist
getragen von ruhiger Ergebenheit, Würde und Zuversicht. Die
farbige und bisweilen auch fröhliche Musik rückt die christliche
Überzeugung in den Vordergrund, dass der Tod nicht
Endstation des Lebens ist, sondern der Auftakt zu einem
größeren, überirdischen Glück und zu ewigem Leben in
Gottes himmlischem Reich.

Ausführende:
Anna Nesyba, Sopran
Sonja Boskou, Alt
Florian Brauer, Tenor
Jochen Faulhammer, Bass
Kasseler Bachchor
Orchester La Visione

Leitung: Norbert Ternes

Eintrittspreis

25 €

Veranstaltungsort

Veranstalter

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