Tanzreihe im TIF SEASON 2: Let's talk about bodies in space

„Der gleiche Tanz kann nicht zwei Personen gehören.“
Isadora Duncan


In der Saison 2022/23 setzt TANZ_KASSEL die in der ersten Spielzeit neu etablierte TANZREIHE IM TIF mit SEASON 2 fort. In Let’s Talk About Bodies in Space begeben sich Tänzer:innen auf die Suche nach Raum, Zeit und dem biografischen Archiv des Körpers und treten nicht nur als co-creators in Erscheinung, sondern auch als Choreograf:innen. Im Zentrum steht der menschliche Körper selbst – der choreografierte Körper.

Was aber ist Choreografie? In der Flüchtigkeit der Bewegung verkörpert sie angeeignetes kulturelles und soziales Wissen und greift dabei als eine raum-zeitliche Organisationsform auf die Erkenntnis- und Erfahrungswerte des Körpers zurück. Tanz ist das kulturelle Archiv einer, wie Max Horkheimer und Theodor W. Adorno in ihrer Dialektik der Aufklärung schrieben, „unterirdischen Geschichte des Körpers“.

Wie verändert sich also ein Solo, wenn es von einer:m anderen Tänzer:in getanzt wird? Welchen Einfluss hat ein neuer Raum auf eine bestehende Choreografie? Was passiert, wenn die individuellen Sehgewohnheiten der Zuschauer:innen auf die Körpererfahrungen der Tänzer:innen aus vielen unterschiedlichen Nationen und Kulturen treffen? Welche Rolle spielt dabei das biografische Archiv jedes einzelnen Körpers?

 

“The metaphor of the ‘body as archive’ or ‘body archive’ in this context seems two-fold. It refers to the separation between the tangible, physical being of the body and its largely consciously practiced use of meaning structures, reaching beyond the body and necessarily presupposing knowledge of physical potential. Dance here would be a paradox mixture of knowledge of the past and performative self-formulation in the present.”
Franz Anton Cramer

 

Unterschiedliche kurze Kreationen in unterschiedlichen Besetzungen begegnen einander an unterschiedlichen Orten, im Spannungsfeld zwischen Staatstheater und Stadtraum, be- und hinterfragen sich gegenseitig und zeigen Tanz als unmittelbare, bewegte Soziologie von Raum und Zeit.

 

Eine Kooperation mit der
Universität Kassel, Institut für Psychologie

Premiere

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