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+ + + Nordkaperwal rettet Berliner Studentin vor dem Ertrinken + + +
Der Wal Ambra rettet die Studentin Lou aus einem norwegischen Fjord. Monate später begegnen sie sich in einem Kanal wieder. Lou fasst den Entschluss, Ambra bei ihrer Rückkehr ins Meer zu helfen. Ihre gemeinsame Reise führt sie durch allerhand Orte, familiäre Konflikte und Traumata, die beide Spezies unweigerlich aneinanderketten.
+ + + Mysteriöse Kommunikationsform zwischen Steinen, Ratten und ausgestorbenen Bäumen entdeckt + + +
Auf Rapa Nui (Osterinsel), gewinnen Forschende Einblicke in eine bislang unbekannte Kommunikationsform: Laut neuesten Erkenntnissen entwerfen dabei eine Pazifikratte, ein Moai-Stein und der Mythos des letzten Baumes eine Gegenerzählung zur Kolonial- und Kollapsgeschichte der Insel.
+ + + Ab Sommer 2027: Autonomes Fahren auf der Fulda + + +
Zwei melancholische PS-Klitschen unterhalten sich über die Obsessionen ihrer Fahrer:innen. Auf jeder mobilen Sofagarnitur sitzen seltsamerweise nur 1,3 Menschen. Wann lernen sie endlich schwimmen, um fit für die Zukunft zu werden?
Fortschritt und Gier, die Logik der rasenden Anhäufung von Reichtum werden zu einem Rausch, der ganze Arten an den Rand des Verschwindens treibt. Ambras Bericht konfrontiert Lou mit ihrer eng an den Walfang verknüpften Familiengeschichte. Drei (ehemalige) Lebensformen der Osterinsel legen die Geschichte einer präkapitalistischen und nachhaltigen Gesellschaft frei, während hochfrisierte Autos sich nach einer anderen Zukunft sehnen.
Paul Brodowskys neues Stück verbindet drei Erzählstränge zu einem vielstimmigen Theateressay und reflektiert, dass für klimagerechtes Erzählen andere Formen der Narration benötigt werden. Düster, komisch und grotesk fragt Mit den Autos schwimmen, wie Leben auf einem beschädigten Planeten gestaltbar ist – und stellt die Frage nach der Möglichkeit eines anderen Zusammenlebens.
Mit der Uraufführung gibt die Theatermacherin und Bildende Künstlerin Sara Dec ihr Regiedebüt in Kassel.