Schauspiel: Sein oder Nichtsein

Darf man über Nazis lachen? Das musste sich schon Ernst Lubitsch fragen lassen, als er seinen Welterfolg 1942 auf die Leinwand brachte.

 

Polen 1939, „Heil Hitler“-Rufe schallen über den Gang – das Theaterensemble um Hauptdarsteller Josef Tura und seine Frau Maria probt Ein Geschenk für Hitler, morgen ist Premiere. Doch die Realität holt das Theater schneller ein als gedacht: Das Stück wird wegen seiner Kritik an Nazi-Deutschland in letzter Minute verboten! Was tun? Man gibt ersatzweise den Hamlet, die lange Fassung. Und während Tura in seinem titelgebenden „Sein oder Nichtsein“-Monolog seiner Eitelkeit frönt und sich Theater-Diva Maria bei einem Tête-à-tête in ihrer Garderobe die Bomben eines jungen Piloten zeigen lässt, bricht der Krieg aus – das Theater ist am Ende. Wirklich? Um den Widerstand und die eigene Haut zu retten, inszeniert das Ensemble kurzerhand ein groteskes Verwechslungsspiel: Mit Kulissen und Kostümen des leider verbotenen Stücks verwandelt es das Theater zum Gestapo-Hauptquartier, in dem falsche Nazis auf echte treffen. Mittendrin Josef Tura in der Rolle seines Lebens, ein profilneurotisches Ensemble am Rande des Nervenzusammenbruchs, und Maria Tura, die – von echter Gestapo und echten Nazis umgarnt – mehr als ein doppeltes Spiel zu treiben scheint. Im Gewirr um falsche Bärte, geheime Lieb- und versteckte Botschaften spielt das Ensemble in Höchstform und mit grandioser Komik um Leben und Tod: Sein oder Nichtsein? Das ist hier die Frage.

Zum letzten Mal

Eintrittspreis

9 €

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