Auf Wache (UA)

Edith ist neu im Objektschutzgewerbe und sie hat die Sache schnell kapiert: Nachtschichten mit ihrem ‚erfahrenen‘ Kollegen Wasja werden für die Alleinerziehende zu langwierigen, erklärungsreichen Geduldsproben. Denn zu Ediths Unglück scheinen Wasjas Ausführungen oft den Boden der Vernunft zu verlassen. Der Sicherheitsmann hat einen eigenwilligen Hang dazu, alles in Frage zu stellen und mittels „psychologischer Betrachtung“, wie er es nennt, den Dingen auf den Grund zu gehen: Beispielsweise warum das Wort ‚Heim‘ ein so beliebtes deutsches Wort ist, das sowohl für so widersprüchliche Wörter wie ‚Heimat‘ als auch ‚Senioren- und Asylbewerberheime‘ verwendet wird.

 

Darüber hinaus ist Wasja eine Art Prepper, Selbstversorger. Er wappnet sich für den Ernstfall und trägt eine selbstgebaute Waffe mit sich herum. Doch als die wenig später auf einen mutmaßlichen Einbrecher abgefeuert wird, der in Nacht und Nebel verschwindet, gerät Ediths Weltbild vollends ins Wanken. Sollten sie nicht nachschauen, ob der Einbrecher verletzt wurde? Wieso überhaupt ein „er“? Was tut sie hier überhaupt – die da drinnen beschützen oder die da draußen? Wo ist denn nun der Feind?
 

Segregation, Einschluss und Ausschluss sind auch im krisengeschüttelten 21. Jahrhundert dominierende Prinzipien der Gesellschaftsordnung. Auf Wache ist ein tragikomischer ethischer Streit über Freiheit und (ihre) Grenzen mit Fokus auf jenen, die zwischen der vermeintlichen Zivilisation und der angeblichen Wildnis stehen. Mit herzerwärmend witzigen Figuren.

Eintrittspreis

15 €

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